Alter Wegbegleiter

Freund-Kumpel als Tuchel-Nachfolger? Gemunkel um astronomische Ausstiegsklausel

Wer wird Nachfolger von Bayern-Trainer Thomas Tuchel? Ein Wegbegleiter von Sportdirektor Christoph Freund steht wohl auf der Liste. Die Ausstiegsklausel hat es in sich.

München – Der FC Bayern ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Thomas Tuchel, der den Verein am Saisonende verlassen wird. Rund um die Säbener Straße werden mehrere Namen von erfolgreichen Trainern gehandelt. Ein Kandidat ist offenbar ein alter Bekannter von Sportdirektor Christoph Freund.

Freund-Kumpel als Tuchel-Nachfolger? Gemunkel um astronomische Ausstiegsklausel

Die Rede ist von Roger Schmidt, der seit 2022 Benfica Lissabon trainiert. Das Sportmagazin Kicker brachte den Sauerländer jüngst als Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern ins Gespräch und verweist auf die gemeinsame Vergangenheit mit Christoph Freund.

Die beiden arbeiteten einst zwischen 2012 und 2014 bei RB Salzburg zusammen und schätzen sich. Schmidt führte die Bullen 2013/14 zum österreichischen Double aus Meisterschaft und Cup. Danach trennten sich die Wege, Schmidt zog es in die Bundesliga zu Bayer 04 Leverkusen. Freund arbeitete damals noch als Sportkoordinator, bevor er 2015 zum Sportdirektor befördert wurde. Im September 2023 folgte der Wechsel zum FC Bayern, kommt es nun zehn Jahre später zum Wiedersehen in München?

Holt Sportdirektor Christoph Freund einen alten Bekannten als Trainer zum FC Bayern?

Bayern-Trainer? Roger Schmidt international gereift

Schmidt, der zunächst bei unterklassigen Vereinen in Deutschland wie Preußen Münster und Paderborn seine Trainerkarriere startete, hat sich durch seine Stationen im Ausland mittlerweile einen großen Namen gemacht und genießt in der Branche einen ausgezeichneten Ruf.

Nach knapp drei Jahren in Leverkusen ging es für den 56-Jährigen nach China zu Beijing Guoan, wo er Bayerns Abwehrspieler Minjae Kim kennenlernte. Nach einem Jahr Pause kehrte Schmidt nach Europa zurück und zelebrierte mit PSV Eindhoven ansehnlichen Offensivfußball, nebenbei verhalf er Mario Götze zurück zu alter Stärke.

Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Der niederländische Coach Erik ten Hag ist bei seinem aktuellen Klub Manchester United nicht unumstritten. Es ist möglich, dass sich beide Parteien im Sommer trennen. Laut Ex-Profi und Insider Jan Aage Fjörtoft scheint sogar ein Trainertausch mit FCB-Noch-Coach Tuchel nicht ausgeschlossen, wie der Norweger auf X schreibt.
Der frühere Bayern-Profi und spätere Reserve-Coach Martín Demichelis wird immer wieder von Experten als mögliche Übergangslösung auf der Trainerbank genannt, die im Erfolgsfall zur Dauerlösung werden könnte. Demichelis trainiert aktuell den argentinischen Spitzenklub River Plate. Trotz einiger Erfolge und der Meisterschaft im letzten Jahr ist der Coach in Buenos Aires nicht unumstritten. Die Argentinier könnten Demichelis bei einem tatsächlichen Bayern-Interesse ziehen lassen.
Der arbeitslose Spanier Julen Lopetegui ist ebenfalls einer der Kandidaten. Der FC Bayern muss sich laut Sky aber mit Premier-League-Klub West Ham United um den früheren Coach von Real Madrid streiten, die den Coach ebenfalls verpflichten wollen.
Zwischen Zinédine Zidane und dem FC Bayern soll es laut der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport bereits Kontakt gegeben haben. Laut Sportbild kommt ein Engagement des dreimaligen Weltfußballers in München aber nicht infrage, weil er einen Verein trainieren wolle, dessen Sprache er beherrsche. Für den Franzosen, der langfristig als designierter Nachfolger von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gilt, wäre ein Engagement in der bayerischen Landeshauptstadt die erste Trainerstation seit seinem Ausscheiden bei Real Madrid 2021. Als Coach der „Königlichen“ gewann er in zwei Amtszeiten unter anderem zweimal die spanische Meisterschaft und dreimal die Champions League.
Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Tuchel-Nachfolger: Roger Schmidt hat wohl Ausstiegsklausel

Mit all dieser internationalen Erfahrung könnte Schmidt nun in die Bundesliga zum größten Verein Deutschlands wechseln. Neben der Verbindung zu Freund spricht für den Sauerländer, dass er wohl keine großen Anpassungsprobleme beim FC Bayern haben dürfte. Deutsch oder Englisch sollte der neue Trainer schon gerne sprechen, wie der neue Sportvorstand Max Eberl bei seiner Bayern-Vorstellung erklärte.

Allerdings gibt es einen Haken: Schmidt ist bei Benfica Lissabon noch bis Sommer 2026 vertraglich gebunden. Es soll zwar eine Ausstiegsklausel geben, diese liegt Medienberichten zufolge allerdings bei 30 Millionen Euro. Kaum vorstellbar, dass die Bayern so viel Geld für eine Trainer-Ablöse in die Hand nehmen werden. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Portugiesen sich mit weniger zufriedengeben und Schmidt aufgrund seiner Verdienste entgegenkommen. Im vergangenen Jahr wurde der stolze Klub Portugiesischer Meister.

Roger Schmidt Kandidat als Tuchel-Nachfolger? FC Bayern schielt auf Xabi Alonso

Fraglich bleibt aber, ob die FCB-Verantwortlichen Schmidt überhaupt im engeren Kandidatenkreis sehen. Als Wunschlösung gilt derzeit Xabi Alonso, auch ein Tuchel-Nachfolger aus der Premier League steht auf der Liste. (ck)

Rubriklistenbild: © Meusel/Imago

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