Nach 2:1 gegen Ghana

TV-Experte Hamann kritisiert DFB nach letzter Länderspielpause vor der WM

In der letzten Länderspielpause vor der WM konnte der DFB zwei Siege einfahren. Komplett zufrieden mit der Leistung ist TV-Experte Didi Hamann jedoch nicht.

In der Länderspielpause konnte die deutsche Nationalmannschaft in der Vorbereitung auf die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zwei Siege einfahren. Gegen die Schweiz holte der DFB ein 4:3, gegen Ghana gewann die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann nach dem Siegtreffer von Deniz Undav mit 2:1. Ganz zufrieden ist TV-Experte Didi Hamann vor allem mit dem letzten Testspiel nicht.

TV-Experte Didi Hamann sieht im 2:1 gegen Ghana eine verpasste Chance des DFB, vor der WM für ordentlich Stimmung zu sorgen.

In der Vorberichterstattung auf den 28. Bundesliga-Spieltag zog Hamann bei Sky zunächst ein gemischtes Fazit der vergangenen Länderspiele. „Mit dem Spiel in Stuttgart gegen Ghana haben wir es verpasst, für Aufbruchstimmung in den nächsten acht Wochen zu sorgen, bevor es losgeht“, erklärte der frühere Mittelfeldspieler.

Hamann befürchtet fehlende Aufbruchstimmung vor der WM

Dabei sah er in der Offensive gegen die Schweizer noch positive Ansätze für die Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft. „In der Schweiz haben wir vier Tore geschossen gegen eine Mannschaft, die sehr diszipliniert und sehr organisiert ist und wenig Gegentore kassiert. Da haben wir gesehen, dass nach vorne sehr viel drin ist“, so Hamann. „Gegen Ghana war es ein weniger guter Beginn, aber wir haben noch das Tor geschossen und das Spiel gewonnen.“

Besonders kritisch äußerte sich Hamann zur Rolle von Undav. Der VfB-Stuttgart-Stürmer ist aktuell mit 18 Bundesliga-Toren der formstärkste und erfolgreichste deutsche Angreifer – saß gegen die Schweiz jedoch die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Gegen Ghana wurde er eingewechselt und traf in der Schlussphase das entscheidende Siegtor.

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Trotzdem machte Bundestrainer Nagelsmann deutlich, dass er Undav lediglich als Joker einplant – eine Entscheidung, die Hamann sichtlich beschäftigt. „Die Diskussion um Undav, wo der Bundestrainer sich anders hätte äußern können, sollen, müssen – das gibt nicht nur mir Anlass zur Sorge“, sagte Hamann unverblümt.

Nach dem Bundesliga-Topspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund entschärfte Undav selbst fürs Erste die Debatte. So verriet der Stürmer nach dem Spiel im Interview, dass er sich mit Nagelsmann ausgetauscht habe und alles geregelt sei. Somit wären die Reibereien um die Angreifer-Position beim DFB vorerst beendet. (seb)

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