In München „zuhause gefühlt“

Unnötiger Druck? Sané spricht über gescheiterte Verhandlungen mit dem FC Bayern

Leroy Sané erklärt im Interview seinen Abschied vom FC Bayern, der ihm alles andere als leicht fällt, und bestätigt dabei die Aussagen von Max Eberl in Orlando.

München – Mit dem Wechsel zu Galatasaray Istanbul beendet der deutsche Nationalspieler Leroy Sané seine Zeit in München beim Rekordmeister, welche von Titeln, aber auch zahlreichen Herausforderungen geprägt war. So erklärt der 70-fache Nationalspieler Im Gespräch mit dem kicker: „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Meine Zeit hier war nicht immer einfach, aber es gab auch viele Highlights. Ich habe mich hier zuhause gefühlt, die letzte Saison sehr genossen und im Laufe der Jahre viele Freunde im Team gewonnen.“

Höheres Gehalt in Istanbul als vom FC Bayern angeboten

Der frisch gebackene Türkische Meister präsentierte seinen Neuzugang Mitte der Woche extrem euphorisch und emotional: Hunderte Fans begrüßten Sané weit nach Mitternacht am Flughafen, begleiteten ihn mit Pyrotechnik und Gesängen auf seiner Autofahrt in die Stadt. Der 29-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2028 – laut Vereinsangaben soll er neun Millionen Euro netto pro Jahr verdienen, definitiv mehr als ihm der FC Bayern angeboten hatte.

Sportler-Familie, Freundin und Kinder – Bayern-Abgang Leroy Sané privat

Die Zeit von Leroy Sané beim FC Bayern München ist vorbei. Der 29-Jährige Nationalspieler schließt sich ablösefrei Galatasaray Istanbul an.
Bei seiner Ankunft am Flughafen in Istanbul wurde Sané bereits von zahlreichen frenetischen Fans empfangen.
Mit seinem Wechsel in die Türkei sorgt der ohnehin nicht immer unumstrittene Sané für weiteren Diskussionsstoff. Doch wie sieht eigentlich das Privatleben des Flügelspielers aus?
Die Eltern von Leroy Sané sind Regina Weber und Souleymane Sané. Sie sind natürlich auch häufig als Gäste auf der Tribüne zu sehen und legten ihm das Sport-Talent wohl maßgeblich in die Wiege.
Sportler-Familie, Freundin und Kinder – Bayern-Abgang Leroy Sané privat

Zuvor hatte der Tempodribbler die Offerte zur Verlängerung an der Säbener Straße abgelehnt. Zu den Verhandlungen äußert er sich: „Auch wenn es in den Medien so dargestellt wurde – es gab nie eine 100-prozentige Einigung. Es war weit fortgeschritten, aber nie abgeschlossen. Das hat meiner Meinung nach leider unnötigen Druck auf alle Beteiligten ausgeübt. Aber jetzt ist es so – ich bin niemandem böse.“

Eberls und Sanés Erklärungen decken sich

FCB-Sportvorstand Max Eberl bestätigte dies bereits vorab im FCB-WM-Quartier in Orlando: Leroy Sané „hatte die Wahl. Wir haben verhandelt und dann gab es die Situation mit seinem Beraterwechsel. Wir haben dann unsere Zahlen nicht mehr angepasst und er wusste, für was wir es gerne machen wollen würden. Man hat versucht, in Gesprächen Brücken zu bauen. Wie können Lösungen aussehen, ohne dass er oder Bayern München das Gesicht verliert. Er hat das total verstanden, was wir da getan haben.“

Ende des Monats trennen sich die Wege des FC Bayern und von Leroy Sané.

Weiter fügte er an: „Ich glaube, Leroy hat nie gesagt, dass er hier bleiben will. Er hat gesagt, er könne sich das vorstellen.“ Auch der 51-Jährige schilderte damit, wenn auch eher indirekt, die Drucksituation, die in der unglücklich entstandenen Konstellation durch die Öffentlichkeit ausgeübt worden war.

Sané kontert Skeptiker

Nach seinem Wechsel in die zweitklassige türkische Süper Lig (Rang 15 - hinter Zypern - in der UEFA-Jahreswertung 2024/25) sieht sich der Nationalspieler mit kritischen Stimmen konfrontiert, die seine Chancen auf eine WM-Teilnahme 2026 erheblich schwinden sehen.

Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit fcbayerntotal.com

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Auf diese Situation angesprochen meint Leroy Sané gegenüber dem kicker: „Ich kann die Diskussion in dieser Hinsicht verstehen, aber wir sollten einfach abwarten. Ich bin zum klaren Nummer-1-Klub in der Türkei gewechselt und möchte hier definitiv eine Führungsrolle übernehmen. Wir werden definitiv in der Champions League spielen und haben dort ehrgeizige Ziele. Es wird also viele Gelegenheiten geben, auf hohem Niveau Leistung zu zeigen.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ulrich Wagner

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