Ex-Bayern-Profi hat neuen Job

Schweinsteiger im Interview: „Brazzos Biss darfst du nicht unterschätzen!“

Bastian Schweinsteiger hat einen neuen Job. Im Interview spricht der Ex-Bayern-Profi über seine neue Aufgabe und macht Thomas Müller ein Angebot.

Köln/München – Er wurde mit dem FC Bayern mehrfach deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger, gewann 2013 die Champions League und 2014 die Weltmeisterschaft: Jetzt hat Bastian Schweinsteiger einen neuen Job und fungiert als Präsident der Kings League Germany!

Die Kings League ist eine 7-gegen-7-Fußballliga mit besonderen Regeln und Innovationen, die von Spanien- und Barça-Legende Gerard Piqué 2022 in Zusammenarbeit mit anderen Fußballpersönlichkeiten und Internet-Streamern gegründet wurde. Nach den Markteintritten in Spanien, Mexiko, Brasilien und Italien legt die Kings League am 12. April nun offiziell auch in Deutschland los.

Bastian Schweinsteiger im Interview über die Kings League Germany

Absolut Fußball, das Fußball-Portal von Home of Sports, hat Bastian Schweinsteiger bei einem Launch-Event in Köln zum Interview getroffen und mit ihm über die Kings League und seine neue Aufgabe gesprochen.

Bastian Schweinsteiger beim Launch-Event von Kings League Germany bei Partner adidas in Köln.
Bastian, Sie fungieren als Präsident der Kings League in Deutschland. Wie dürfen sich die Fans Ihre Rolle vorstellen?
Als Präsident der Liga hast du Entscheidungen zu treffen, aber natürlich ist das Zusammenspiel mit den Präsidenten der einzelnen Mannschaften und auch mit Gerard und seinem Team sehr eng. Unser Ziel ist es, die Kings League langfristig und nachhaltig zu etablieren. Wir wollen keine Konkurrenz zum klassischen Fußball darstellen, dieser wird nie seinen Glanz verlieren und das ist auch schön so. Bei uns geht es darum, die Kinder, die sich für Streaming, TikTok und Co. interessieren, zu begeistern. Das ist eine neue Generation.
Sind Sie selbst viel auf TikTok und Co. unterwegs?
Manchmal, aber natürlich noch nicht ganz so intensiv. Es ist aber schon interessant, auch davon zu lernen. Ich bin in dem Bereich kein Profi. Daher bieten sich auch für mich Möglichkeiten, sich was abzuschauen.
Werden Sie bei der Kings League auch selbst mal auf dem Feld mitmischen?
Ich habe früher sehr viel Hallenfußball gespielt. Mit der Kings League werden definitiv Erinnerungen an früher wach. Es macht natürlich noch mehr Spaß, wenn alles so professionell aufgezogen wird. Vielleicht trete ich mal zum Penalty an (lacht). Ansonsten kommt es auf die Situation an. Aber erstmal habe ich als Präsident einen anderen Fokus.
Wenn Sie ein Element aus der Kings League im klassischen Fußball einbauen könnten, welches wäre es?
Der Shootout-Modus, wenn der Spieler allein auf den Torhüter zuläuft, ist immer gut – da gibt es immer einen Gewinner (lacht). Ansonsten hat der klassische Fußball seine eigenen Regeln und das finde ich auch gut so. Die Kings League hat wiederum ihre eigenen Regeln, ihr eigenes Format und das hat auch Sinn und Zweck. Generell finde ich beide Arten des Fußballs gut und wichtig.
Ihre Weltmeister-Kollegen von 2014, Toni Kroos und Lukas Podolski, haben zwei Ligen mit Konzepten, die der Kings League ähneln. Gab es mit den beiden einen Austausch?
Ich habe Poldi zuletzt vor zwei, drei Monaten getroffen. Explizit darüber gesprochen haben wir nicht. Der Konkurrenzgedanke ist überhaupt nicht vorhanden. Welches Format oder welche Liga – das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass man es schafft, den Kindern etwas Neues zu bieten.

Extremsportler, Investoren, Trainer: Das machen Deutschlands Weltmeister von 2014 heute

Schon beim WM-Gewinn 2014 war Manuel Neuer Deutschlands Nummer eins. Beim FC Bayern ist er das noch immer, aus der Nationalelf trat er hingegen kurz nach der EM 2024 zurück.
Auch Ron-Robert Zieler ist noch im Profifußball aktiv. Seit Sommer 2025 steht er beim 1. FC Köln unter Vertrag.
Der dritte Keeper im Bunde ist der einzige, der nicht mehr als Profi auf dem Platz steht. 2018 beendete Roman Weidenfeller seine Karriere und ist seitdem unter anderem als TV-Experte und BVB-Botschafter tätig.
Jerome Boateng beendete seine Karriere im September 2025. Zuletzt stand er beim Linzer ASK in Österreich unter Vertrag. Jetzt will er sich zum Trainer ausbilden lassen.
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Wie kam es überhaupt zustande, dass Piqué Sie zum Präsidenten der Kings League Germany ernannt hat?
Ich bin mit Gerard schon seit 2023 im Austausch, habe sein Projekt natürlich immer ein bisschen verfolgt. Als die konkrete Anfrage von ihm kam, ist man sich sehr schnell nahegekommen. Ich finde das jetzt bei der Kings League schon cool, dass es sehr international ist, mich hat das Ausland schon als Spieler gereizt. Gerard, Neymar, Zlatan (Ibrahimović; Anm. d. Red.) sind dabei. Das sind alles Jungs, die kenne, das macht es natürlich reizvoller.
Einst Gegner, machen Gerard Piqué (l.) und Bastian Schweinsteiger (r.) nun gemeinsame Sache.
Mario Götze und Hasan Salihamidžić stellen bei der Kings League Germany zwei Teams. Was erwarten Sie von Ihren beiden einstigen Mitspielern?
Den Biss von Brazzo, den darfst du nicht unterschätzen! Er ist kein ruhiger Zeitgenosse auf dem Spielfeld. Das wird auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Das war schon als Spieler so, wenn er was gemacht hat, dann hat er das richtig gemacht. Deswegen schätze ich ihn schon hoch ein im Kurs. Es freut mich sehr, dass die beiden dabei sind. Ich hoffe natürlich, dass wir es schaffen, noch mehr ehemalige Wegbegleiter einzubinden.
Womit wir zum Abschluss bei Ihrem Kumpel Thomas Müller wären. Wenn er den FC Bayern verlässt, sollte er dann lieber in die Kings League oder in die MLS wechseln?
Ich rate ihm: Wechsel in die Kings League – da hast Du mehr Freude dran, einen Platz werden wir Dir organisieren! Thomas weiß ganz genau, was das Richtige für ihn ist. Klar, ich habe in der MLS gespielt, mir hat es in den drei Jahren dort (bei Chicago Fire; Anm. d. Red.) super viel Spaß gemacht. Von daher ist ein Wechsel dorthin immer eine Option.

Rubriklistenbild: © Kings League

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