Angreifer wieder fit

Uzun auf der Bank: Das fordert Riera vom Eintracht-Juwel

Eintracht-Star Can Uzun ist nach längerer Verletzungspause wieder fit. Trotzdem saß der Angreifer beim Remis gegen Köln nur auf der Bank.

Mit dem enttäuschenden 2:2 gegen den 1. FC Köln hat Eintracht Frankfurt den vierten Heimsieg in Folge verpasst. Trainer Albert Riera überraschte schon vor dem Anpfiff mit einer Personalentscheidung: Can Uzun musste auf der Bank Platz nehmen, obwohl die strauchelnde Offensive in den vergangenen Wochen das größte Problem der SGE gewesen war.

Can Uzun saß beim 2:2 gegen den 1. FC Köln über 90 Minuten auf der Bank.

Uzun war in der Hinrunde einer der größten Brandherde der Adler-Offensive. Sechs Tore und drei Vorlagen gelangen dem Stürmer in nur zwölf Einsätzen bis Januar. Dann setzte den 20-Jährigen eine Oberschenkelverletzung außer Gefecht. Inzwischen ist Uzun wieder fit, weswegen die Bank-Entscheidung von Riera viele Experten überraschte.

Uzun gegen Köln über 90 Minuten auf der Bank

Nach dem Spiel erklärte der SGE-Coach seinen Entschluss und stellte eine deutliche Forderung an den Youngster: „Er weiß, was er mit und ohne Ball zu tun hat. Wenn er das in die Mannschaft einbringt, dann wird er spielen. Für alle Spieler gilt genau das.“ Heißt: Die Leistungen von Uzun im Training reichten Riera nicht für einen Startelf-Einsatz aus.

Auch ohne Uzun gelang es Frankfurt, zum ersten Mal seit Anfang März wieder zwei Tore in einem Spiel zu erzielen. Weil die Defensive jedoch kurz vor Schluss einbrach, waren die Bemühungen vergebens. Riera begründete die schwierige Rückrunde der Eintracht indes mit der schlechten Ausgangslage und geringer Vorbereitungszeit nach seiner Ankunft in Frankfurt vor ziemlich genau zwei Monaten.

Die jungen Wilden: Das Versprechen der SGE an die Zukunft

Die „Jugend“ der A-Mannschaft, Hugo Larsson, Love Arrhov, Aurele Amenda, Arnaud Kalimuendo, Fares Chaibi und Jean-Matteo Bahoya, bedanken sich bei den Fans nach dem Spiel gegen Heidenheim.
Der 20-jährige Jean-Matteo Bahoya kam im Jänner 2024 zur Eintracht und gehört regelmäßig zum Stamm-Kader.
Jean-Mattéo Bahoya (Mitte) feiert seinen vermeintlichen Treffer zum 1:1 gegen Bayern, die enge Bindung der jungen zu Can Uzun (links) und Nathaniel Brown (rechts) ist hier deutlich sichtbar.
Der 20-jährige Can Uzun bejubelt seinen Treffer gegen den BVB, der Offensivakteur hat sich im März 2026 zum Fixpunkt im Frankfurter Angriffsspiel entwickelt.
Die jungen Wilden: Das Versprechen der SGE an die Zukunft

Das Problem sei, dass die Eintracht bei seiner Ankunft „nicht die schlechteste Mannschaft in der Bundesliga [war], sondern was die Gegentore angeht, die schlechteste Mannschaft in Europa“ gewesen sei. Für ihn als Trainer sei es schwer gewesen, „am Ende des Transferfensters, ohne Saisonvorbereitung, ohne Zeit“ in den Job einzusteigen.

Riera steht seit einigen Wochen immer häufiger in der Kritik. Die Eintracht-Führungsetage versicherte dem Coach jedoch ihren Rückhalt. Markus Krösche betonte, man wolle den Trainer nicht anhand der Ergebnisse in der Rückrunde bewerten. Der 43-Jährige soll die Gelegenheit erhalten, über den Sommer eine volle Vorbereitung mit der Mannschaft zu absolvieren, um dann 2026/27 wieder vorn anzugreifen. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Huebner

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare