„Kann Uli nicht ganz folgen“
Bayern ohne Chance in der Champions League? Matthäus widerspricht Hoeneß vehement
Der FC Bayern startet mit der Partie gegen den FC Chelsea in die Champions League Saison. Lothar Matthäus gibt eine Wettbewerbs-Prognose ab und traut besonders seinem Ex-Verein einiges zu.
München – Nachdem alle nationalen Ligen längst gestartet sind, beginnen am Dienstag auch die europäischen Fußball-Wettbewerbe. In der Champions League treffen am ersten Spieltag der im letzten Jahr eingeführten Ligaphase zwei deutsche Teams auf Hochkaräter. Bevor der FC Bayern am Mittwoch mit dem FC Chelsea den Klubweltmeister in der heimischen Arena empfängt, gastiert Borussia Dortmund einen Tag früher bei Juventus Turin.
„Juventus ist gut drauf und Tabellenführer in Italien, aber auch der BVB hat seine Stärken“, so Rekordnationalspieler Lothar Matthäus vor dem Königsklassen-Auftakt in seiner Sky-Kolumne. „Die Dortmunder sind selbstbewusst und haben in Turin ganz sicher eine Chance.“
Von wegen Hoffenheim: Bayern gehört zu den CL-Favoriten
Insgesamt wesentlich besser schätzt der 54-Jährige die Chancen der Bayern ein, nicht nur am Mittwoch gegen den FC Chelsea, sondern auch in Bezug auf einen möglichen Titelgewinn. Besonders verwundert zeigt sich der ehemalige FCB-Kapitän deswegen über die jüngsten Aussagen von FCB-Patron Uli Hoeneß. Dieser sieht seinen Verein in der Champions League in einer ähnlichen Außenseiterrolle wie die TSG Hoffenheim in der Bundesliga.
Dazu Matthäus: „Ich kann Uli nicht ganz folgen. Hoffenheims Chancen auf die Meisterschaft in der Bundesliga sind weitaus geringer als die des FC Bayern in der Königsklasse. Für mich gehört Bayern zu den sechs besten Mannschaften in Europa und zu dem Kreis der Teams, die den Titel gewinnen können.“ Neben den Bayern gehören für den 64-Jährigen der Titelverteidiger Paris Saint-Germain, Real Madrid, der FC Barcelona, Liverpool, Manchester City und mit Abstrichen auch der FC Arsenal zum Favoritenkreis.
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Matthäus schwärmt von Topkader des FC Bayern
Auch wenn der FC Bayern im Sommer mehr Spieler abgegeben als eingekauft hat und viele Experten deswegen den Kader als wesentlich zu klein für die ganz großen Ziele ansehen, sieht Matthäus „nur zwei, drei Teams, die in der Breite einen besser aufgestellten Kader haben“. Der Weltmeister von 1990 ergänzt: „Bayerns Kader ist sehr gut aufgestellt. Die Qualität der Spieler und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sind groß. Sie haben mit Luis Díaz einen guten Einkauf und mit Nicolas Jackson ein gutes Leihgeschäft gemacht. Und sie haben sich mit den deutschen Nationalspielern Jonathan Tah und Tom Bischof verstärkt“.
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