Vertrag bis 2026

Verlängerung? Zukunft des Eintracht-Schlüsselspielers bleibt unklar

Plant Tuta, seinen bis 2026 laufenden Vertrag bei Eintracht Frankfurt zu verlängern? Aktuell scheint es einen Stillstand in den Verhandlungen zu geben.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt befindet sich mit Blick auf die Vertragskonstellationen der Mannschaft insgesamt in einer sehr guten Ausgangsposition. Sollte der Transfer von Rasmus Kristensen gelingen, dann endet nur der Kontrakt von Timothy Chandler. In 16 Monaten sieht die Lage dann schon etwas anders aus. Die Verträge von Kevin Trapp, Mario Götze, Ersatztorhüter Jens Grahl und vor allem Tuta laufen im Anschluss an die Saison 2025/26 aus.

Vertragsgespräche mit Eintracht Frankfurt? Jetzt spricht Tuta

„Momentan ist es ruhig. Wir hatten Anfang Januar Gespräche. Danach gingen die Gerüchte los“, sagte der Brasilianer nach dem 3:1-Sieg der Hessen gegen Holstein Kiel. Urplötzlich gab es wilde Spekulationen über einen Abgang in die Türkei, einige Medien berichteten gar schon von einer Einigung zwischen Fenerbahçe und der SGE. Dies alles hatte sich zwar nicht bewahrheitet.

Eintracht-Abwehrmann Tuta ist bei Fans und Team beliebt

Irgendetwas passte für den Brasilianer dennoch nicht zusammen. Der Abwehrspieler zog seine persönlichen Konsequenzen und wechselte vor kurzem seine Berateragentur. „Ich bin ruhig und klar. Jetzt liegt mein Fokus darauf, die Saison zu spielen“, betonte der 25-Jährige, der inzwischen – mit Ausnahme einer einjährigen Leihe nach Belgien – seit Januar 2019 bei den Frankfurtern spielt.

Tuta zählt zu den Eintracht-Schlüsselspielern

Tuta zählt unter Trainer Dino Toppmöller zu den Schlüsselspielern. Nach einer starken Hinserie, in der er auch als Sechser agierte, erlebte er 2025 einen Stotterstart. Die Gründe: Verletzungspech, wilde Zukunftsspekulationen und die starken Leistungen der Konkurrenz in der Innenverteidigung. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Robin Koch (Schulter) übernahm er aber wieder die Rolle als Abwehrboss.

Figo, Jeremies, Ibrahimovic: 15 Fußballer, die zum Erzrivalen gewechselt sind

Zlatan Ibrahimovic: Der schwedische Ausnahmespieler ist fürs Anecken bekannt. Dass ihm der Titel als Publikumsliebling herzlich egal ist, bewies er bereits mehrfach. 2010 wechselte er von Inter Mailand zum FC Barcelona und nur ein Jahr später zur AC Mailand, wo er heute bereits das zweite Mal unter Vertrag steht.
Wayne Rooney: Kaum ein anderer Spieler steht so sehr für Manchester United wie der bullige Engländer. Wayne Rooney wechselte allerdings vom Erzrivalen Everton zu den Reds und wieder zurück. Zumindest der erste Wechsel sorgte bei Fans für Furore.
Jens Lehmann: 2006 wurde Jens Lehmann zum WM-Helden gegen Argentinien. Schalker werden den Torhüter aber für etwas anderes in Erinnerung behalten. 1998 wechselte der Keeper zum Revier-Rivalen Borussia Dortmund.
Luís Figo: Bevor der portugiesische Mittelfeld-Star zur Ikone der Königlichen wurde, spielte er sage und schreibe fünf Jahre beim FC Barcelona. Den Transfer zu Real Madrid verziehen ihm die Katalanen nie – und bewarfen ihn bei einer Ecke gar mit einem Schweinekopf.
Figo, Jeremies, Ibrahimovic: 15 Fußballer, die zum Erzrivalen gewechselt sind

Er selbst sagt zwar, dass er sich als rechter Part einer Dreierkette wohler fühle. Dennoch kennt sich Tuta in der Mitte bestens aus. Er bringt das technische Rüstzeug und die Übersicht dafür mit. Und ganz wichtig: Seine Patzerquote ist in der aktuell laufenden Saison deutlich gesunken. Tuta ist bei den Fans sehr beliebt, sie fordern eine Vertragsverlängerung.

Eintracht-Boss sprach im Januar über Tuta-Zukunft

Der Defensivspezialist spürt diese Liebe des Anhangs. Tuta kann allerdings kein Versprechen abgeben. „Wir werden sehen“, lautete die Antwort auf die Frage, ob er langfristig bleiben werde.

Sportvorstand Markus Krösche sagte Anfang Januar noch: „Wir befinden uns im Austausch. Ende November haben wir mit ihm gesprochen und ganz klar signalisiert, dass wir mit ihm gerne längerfristig zusammenarbeiten wollen. Im Frühjahr setzen wir uns in Ruhe zusammen. Er fühlt sich wohl bei uns und kann sich das auch sehr gut vorstellen.“

Die weichenstellenden Gespräche sollen also in den kommenden Wochen folgen. Tuta zählt inzwischen zum Inventar, nur Chandler (seit 2014) und Trapp (Rückkehr 2018) sind länger im Klub. Er hat 173 Pflichtspiele für die Hessen bestritten. Krösche wird dennoch eine Causa Kamada 2.0 oder N‘Dicka 2.0 vermeiden wollen. Das Duo verließ den Klub, obwohl die Marktwerte bei jeweils rund 30 Millionen Euro lagen, ablösefrei. Daher lautet die Formel im kommenden Sommer: Verlängerung – oder Verkauf.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON

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