Comeback-Zeitpunkt ungewiss
Verletzung von BVB-Kapitän Can wohl erheblich schlimmer als vermutet
Emre Cans Verletzungspause beim BVB hält an. Sein Gesundheitszustand ist bedenklicher als erwartet. Wann er wieder spielen kann, ist unvorhersehbar.
Dortmund – Es sind nur noch wenige Tage bis zum Saisonstart in der Bundesliga, zuvor steht auch noch die 1. Runde des DFB-Pokals auf dem Programm. Borussia Dortmund hatte eigentlich gehofft, den Auftakt mit einem fitten Kapitän Emre Can bestreiten zu können. Die Verletzung des Verteidigers aber ist schlimmer als gedacht, an ein Comeback ist aktuell nicht zu denken.
Schon gegen Ende der vergangenen Spielzeit plagte sich Can mit Adduktorenproblemen herum, ließ sich fit spritzen, um seinem Team helfen zu können. Nach wie vor hat der 31-Jährige Schmerzen, es reicht nicht, um am Mannschaftstraining teilnehmen zu können. Nach der Verletzung von Niklas Süle ist es besonders bitter, dass Can weiterhin ausfällt.
BVB-Kapitän Can schlimmer verletzt als gedacht
Zwei bis drei Monate wird Süle nicht zur Verfügung stehen, Nico Schlotterbeck ist frühestens Ende September wieder einsatzbereit. Und wann kehrt Can zurück? Derzeit gibt es beim BVB offenbar so gar keine Prognose, wann der 48-fache deutsche Nationalspieler wieder bei 100 Prozent sein wird. Am Montag im DFB-Pokal gegen Essen fehlt er wohl definitiv.
Die BILD hat erfahren: Auch die ersten beiden Spieltage in der Bundesliga werden ziemlich sicher ohne ihn stattfinden. Nachdem die Borussia am 23. August bei St. Pauli und acht Tage später gegen Union Berlin spielt, ist erst einmal Länderspielpause – anschließend ist die Hoffnung auf einen genesenen Can groß.
Die absolvierte Reha im Süden Deutschlands brachte nicht die gewünschte Besserung, lediglich ein individuelles Lauftraining kann der Defensivspieler aktuell absolvieren. Ob es ihm den Rücken stärkt, dass er von Trainer Kovac im Amt des Kapitäns bestätigt wurde? Der Coach betont: Auch Cans Einsatz im Saisonendspurt war ausschlaggebend für seine Entscheidung.
„Er hat sich für die Mannschaft aufgeopfert, war bis zu seiner Verletzung uneingeschränkter Stammspieler. Er ist ein guter Kapitän und ein vorbildlicher Leader“, so der Übungsleiter in der WELT AM SONNTAG. Ein schönes Lob für den verletzten Kapitän, den langfristig aber wohl nur eine Sache glücklich machen dürfte: Ein Ende seiner Leidenszeit. (is)
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