Eberl will verlängern

Vertragsgespräche stocken: Bayern muss für Star mit 100-Millionen-Paket rechnen

Der FC Bayern verhandelt über die Zukunft mit seinem Abwehrstar. Sportvorstand Max Eberl steht vor der Aufgabe, ein teures Paket zu schnüren.

München – Dayot Upamecano hat sich beim FC Bayern München zu einem Innenverteidiger internationalen Formats entwickelt. Der deutsche Rekordmeister hatte im Sommer 2021 eine Ablösesumme über 42,5 Millionen Euro an RB Leipzig überwiesen. Verlieren die Münchner den 27-Jährigen am Ende der Saison ablösefrei, wäre das ein schwerer Schlag für den Verein.

Olise und Upamecano im FCB-Trikot im CL-Spiel gegen Club Brügge.

Upamecano ist bei den Münchnern unumstritten gesetzt. Trainer Vincent Kompany hat den Nationalspieler weit nach vorne gebracht. „Ich habe versucht, viele Dinge zu verbessern, und das verdanke ich vor allem einem großartigen Trainer. Als er kam, hat er mir sofort Tipps gegeben“, erklärte Upamecano zuletzt im Gespräch mit der L‘Equipe.

Setzt sich der FC Bayern im Upamecano-Poker durch?

Doch reicht der Coach, um den wuchtigen Abwehrmann in München zu halten? „Ich habe einen guten Berater. Wir werden die richtige Entscheidung treffen. Ich konzentriere mich auf meine Saison, auf die Ziele im Verein und in der Nationalmannschaft“, wich er der Zukunftsfrage geschickt aus.

Sportvorstand Max Eberl kennt solche Situationen bereits. Vor etwa einem Jahr standen ähnliche Verhandlungen mit Joshua Kimmich, Alphonso Davies und Leroy Sané an. Während Kimmich und Davies langfristig verlängerten, wechselte Sané ablösefrei zu Galatasaray Istanbul. Eberl hatte sich zuletzt klar positioniert: „Wir wollen unseren Job machen und mit Upamecano verlängern.“

Sind Upamecano und Tah das Nächste? Die legendärsten Innenverteidiger-Duos

Raphaël Varane & Presnel Kimpembe: Das moderne französische Duo führte Les Bleus 2018 zum WM-Titel in Russland. Varanes Erfahrung und Kimpembes Dynamik verkörpern die neue Generation der französischen Verteidiger-Schule.
Lilian Thuram & Marcel Desailly: Die französischen Weltmeister von 1998 dominierten sowohl bei der WM als auch bei der EM 2000. Thurams Vielseitigkeit und Desaillys Führung bildeten das Fundament für Frankreichs goldene Generation.
Sol Campbell & Kolo Touré: Das Duo war entscheidend für Arsenals „Invincibles“-Saison 2003/04, als die Gunners ungeschlagen Meister wurden. Campbells Erfahrung und Tourés Energie bildeten eine nahezu undurchdringliche Defensive unter Arsène Wenger.
Lucio & Juan: Die brasilianischen Verteidiger führten Bayern 2001 zur Champions League und Brasilien 2002 zum WM-Titel. Lucios Athletik und Juans Spielaufbau bildeten eine perfekte südamerikanische Defensive.
Sind Upamecano und Tah das Nächste? Die legendärsten Innenverteidiger-Duos

Ob dieses Vorhaben gelingt, ist jedoch noch nicht absehbar. Der Rechtsfuß kennt seinen Marktwert nämlich ganz genau. Mit Moussa Sissoko hat er einen einflussreichen Agenten, der Kontakte zu allen europäischen Topklubs pflegt. Paris Saint-Germain, Real Madrid, Manchester United und der FC Liverpool – die Liste interessierter Vereine ist laut diverser Medienberichte lang.

Upamecanos Forderungen haben es in sich: Nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, soll er neben einem Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro brutto ein zusätzliches Handgeld von etwa 20 Millionen Euro fordern. Bei einem Vier-Jahres-Vertrag würde das Gesamtpaket 100 Millionen Euro betragen. Aktuell verdient er laut Bild jährlich – mit Prämien – rund 16 Millionen Euro brutto.

Ab 1. Januar 2026 sind Verhandlungen mit anderen Klubs auch ohne Zustimmung der Münchner erlaubt. Wie lange sich Upamecano noch Zeit für eine Entscheidung lässt, bleibt offen. Eine Verlängerung würde Eberls weitere Planungen erheblich erleichtern. Einerseits sportlich, weil Upamecano mit Jonathan Tah harmoniert und ein auf hohem Niveau agierendes Duo bildet.

Andererseits wirtschaftlich, weil der FC Bayern keinen Nachfolger suchen und bezahlen müsste. Für einen Innenverteidiger der Kategorie Upamecano müssten die Münchner Ablösesummen von über 50 Millionen Euro auf den Tisch legen – und dazu ein attraktives Gehaltsangebot machen. Im Optimalfall geht es mit Leistungsträger Upamecano in München weiter.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare