Bei Duell gegen PSG
Verwirrung um gesperrten Kompany – auch Neuer wusste nicht Bescheid
Kompany gesperrt, Danks an der Linie: Beim Bayern-Spiel in Paris sorgt die Trainer-Situation für Wirbel – und kurz vor Anpfiff für eine unbeantwortete Frage.
Das Halbfinale der UEFA Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München (alle Infos im Liveticker) bot schon vor dem Anpfiff reichlich Gesprächsstoff, aber vor allem für Verwirrung. Zum einen war die Konstellation auf der Bayern-Bank eine gänzlich ungewohnte, zum anderen war der Aufenthalt von Vincent Kompany während des Spiels lange Zeit ungeklärt.
Denn der Bayern-Cheftrainer war für das Hinspiel gesperrt und durfte seine Mannschaft nicht wie gewohnt von der Seitenlinie aus betreuen. Stattdessen rückte Co-Trainer Aaron Danks in den Fokus, der sowohl die Kabinenansprache als auch das Coaching während der Partie übernehmen musste. Eine besondere Situation in einem der wichtigsten Spiele der Saison.
Kompany-Verbleib in Paris lange unklar
Vor dem Anpfiff sorgten jedoch vor allem die Aussagen von Kapitän Manuel Neuer für Aufsehen. Im Gespräch mit Prime Video erklärte er: „Vincent ist bei uns im Herzen dabei und wir spielen natürlich auch für ihn – auch wenn er jetzt sehr wahrscheinlich aus dem Bus herausschauen wird.“ Eine Einschätzung, die sich vor dem Anpfiff noch etwas länger hielt, sich dann aber so doch nicht bestätigte.
Tatsächlich spielte sich rund um die Ankunft am Stadion eine kleine Szene ab: Während der Trainerstab geschlossen eintraf, blieb Kompany zunächst noch im Mannschaftsbus sitzen. Erst einige Minuten später begab er sich ins Stadion, wurde dort von einem UEFA-Begleiter empfangen und verschwand kurzzeitig im Innenbereich. Wenig später verließ er das Gebäude wieder, ehe er sich schließlich pünktlich zum Anpfiff endgültig ins Stadion begab.
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Dort verfolgte der Belgier das Spiel, anders als zunächst vermutet, nicht im Mannschaftsbus, sondern gemeinsam mit seinen Analysten, darunter Giacomo Stey und Patrick Lieb, unter Aufsicht der UEFA auf der Haupttribüne. Unterstützung erhielt er zwischenzeitlich auch von Sportdirektor Christoph Freund, der ihn kurz begleitete.
Die Idee, ein Spiel aus dem Mannschaftsbus zu verfolgen, wäre allerdings nicht neu gewesen. Erst vor wenigen Monaten hatte José Mourinho in einer ähnlichen Situation für Schlagzeilen gesorgt, als er ein Champions-League-Spiel von Real Madrid aus dem Bus heraus auf einem Tablet verfolgte – trotz vorbereiteter Kommentatoren-Kabine im Stadion. (LF)
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