Millionendeal bahnt sich an

Vorsicht FC Bayern: Das sind die entscheidenden Argumente im Wirtz-Rennen

Florian Wirtz ist aktuell die gefragteste deutsche Fußball-Aktie. Wie sieht die Zukunft für den Topspieler von Bayer Leverkusen aus?

Leverkusen – Florian Wirtz entzückt seit Jahren die Fußball-Welt. Dribblings, Technik, Tempo, Tore und auch das Verhalten in der Arbeit nach hinten – das alles findet bei dem 21-Jährigen Strippenzieher von Bayer 04 Leverkusen auf allerhöchstem Niveau statt.

Bayer-Star Wirtz legt viel Wert auf Vertrauen

Geprägt wurde der in Pulheim geborene Spielmacher von Vater Hans Wirtz. Der 70-Jährige war früher selbst oft am Ball und ist beim Kicken mit Freunden in die Rolle von Torhüter-Legende Hans Tilkowski geschlüpft. Der Fußball ist somit schon immer ein prägendes Element für ihn gewesen.

Florian Wirtz ist Dreh- und Angelpunkt bei Bayer 04 Leverkusen.

Die Karriere seines Sohnes begleiten Hans Wirtz und dessen Frau Karin Groß sehr eng. Dieses familiäre Umfeld ist für Florian Wirtz äußerst wertvoll. Vertrauen stand und steht ganz oben auf der Liste des Wertekanons. Diese Nestwärme bekommt der Offensivkünstler bei Bayer.

Trainer Xabi Alonso hat ihn geformt und in der Entwicklung ganz weit nach vorne gebracht. Wirtz verriet im Februar in einem Interview mit dem vereinseigenen Magazin: „Ich habe sehr viel Vertrauen gespürt, hatte von Anfang an sehr gute Mitspieler, gute Trainer und konnte mich hier in Ruhe entwickeln.“ Nicht umsonst sprach Alonso voller Respekt von „unserem Unterschiedsspieler“.

FC Bayern, Real und Manchester City buhlen: Wirtz ist sehr ambitioniert

Die Ruhe im Umfeld von Bayer wird es bei den Teams, mit denen der 29-fache Nationalspieler in Verbindung gebracht wird, allerdings wohl weniger geben. Ob Real Madrid, Manchester City oder zuvorderst FC Bayern München: Bei diesen Topteams hängen die Trauben extrem hoch, nach Niederlagen sind die Nachfragen bohrend und selbst Siege werden nicht einfach abgehakt, sondern bis ins letzte Detail seziert.

Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Schon im Januar wurde der FC Bayern intensiv mit Christopher Nkunku in Verbindung gebracht. Sportvorstand Max Eberl soll mit dem Spielerlager schon kurz vor einer Einigung gestanden haben. Eines der Hauptprobleme blieb die hohe Preisvorstellung des FC Chelsea. Jüngsten Medienberichten zufolge könnte der Ex-Leipziger im Sommer allerdings deutlich günstiger werden – und womöglich „nur“ 40 bis 45 Millionen Euro kosten.
Dass die Bayern Florian Wirtz (li.) unbedingt verpflichten wollen, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Klub-Bosse wollen das Duo Wirtz/Musiala nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch auf Vereinsebene sehen. Die Münchner wären wohl bereit, tief in die Tasche zu greifen, um das Supertalent am liebsten schon in diesem Sommer von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen loszueisen.
Nick Woltemade steht bei den Bayern weit oben auf der Stürmer-Wunschliste. Der U21-Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Sommer von Werder Bremen zum VfB Stuttgart, überzeugte seitdem die Bayern-Bosse von seinen Fähigkeiten. Sein Vertrag läuft noch bis 2028 – und beinhaltet keine Ausstiegsklausel.
Und noch ein deutscher Stürmer: Mit seiner überragenden Saison bei Mainz 05 spielte Jonathan Burkardt sich bereits in die deutsche Nationalmannschaft. Logisch, dass das auch den Rekordmeister auf den Plan ruft. Ex-Bayern-Profi Nils Petersen riet Burkardt aber jüngst, einen Bayern-Wechsel aufgrund geringer Einsatzchancen gut zu überdenken.
Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Es ist eine solche Challenge, die der äußerst ambitionierte Wirtz nach Informationen von Absolut Fußball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, allerdings sucht. Das Fußball-Genie will in seiner Karriere nicht nur gegen, sondern irgendwann auch mit den Besten der Besten in einem Team spielen.

Trotz der herausragenden Arbeit der Leverkusener sind hier natürliche wirtschaftliche und sportliche Grenzen gesteckt. Das Rennen um den Champions-League-Titel etwa ist für die Werkself bisher doch eine Nummer zu groß.

Hat der FC Bayern im Wirtz-Poker einen Vorteil?

Wirtz sitzt dabei jedoch nicht auf gepackten Koffern. Er hat zwar noch immer keine Entscheidung darüber getroffen, ob der bis 2027 laufende Vertrag verlängert wird. Doch mit jedem Tag, der verstreicht, steigen die Chancen der Klubs, die ihr Interesse hinterlegt haben. Sie müssen neben viel Geld für Gehalt und Ablöse allerdings auch ein sehr gutes Konzept mitbringen, um ihn zu locken.

Hat ein FC Bayern daher bereits in diesem Sommer einen Vorteil? Wirtz zockt im DFB-Team gerne mit seinem Kumpel Jamal Musiala, zudem kennt er Joshua Kimmich, Leroy Sané, Manuel Neuer, Serge Gnabry oder Leon Goretzka aus gemeinsamen Zeiten bei der Nationalmannschaft.

Zudem ist da Bayern-Patron Uli Hoeneß, von dem die Wirtz-Familie einen guten Eindruck hat, er wirkt auf sie sehr verlässlich. Diese Punkte könnten gewichtige und entscheidende Argumente im Poker um eines der Aushängeschilder des deutschen Fußballs werden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Laci Perenyi

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