Vor dem Duell gegen Italien
Warum ist das „Momentum“ irrelevant für DFB-Torhüter?
Julian Nagelsmann hat sich auf die Torhüter Oliver Baumann, Alexander Nübel und Stefan Ortega festgelegt. Wurde das „Momentum“ ausgeklammert?
Update vom Mittwoch, 19. März, 14.30 Uhr: In einem Podcast der Augsburger Allgemeinen, verriet Finn Dahmen vom FC Augsburg, dass er während der aktuellen Länderspielperiode für die Partien des DFB-Teams gegen Italien als vierter Torwart auf Abruf bereitstehe. „Es gab einen kurzen Austausch. Ich weiß, dass ich auf dem Schirm bin. Das freut mich“, erklärte Dahmen.
Erstmeldung vom Mittwoch, 19. März, 12.50 Uhr: Mailand – Als der DFB am vergangenen Donnerstagnachmittag die Nominierung bekanntgab, fiel auch der Blick auf die Torhüterposition. Zuvor wurde über die Namen der aktuell stark performenden Robin Zentner (Mainz 05), Noah Atubolu (SC Freiburg) und Finn Dahmen (FC Augsburg) spekuliert.
Am Ende änderte Bundestrainer Julian Nagelsmann allerdings nichts und schloss die durch die schwere Knieverletzung von Marc-André ter Stegen gerissene Lücke erneut mit dem Trio Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Alexander Nübel (VfB Stuttgart) und Stefan Ortega (Manchester City).
Den drei DFB-Torhütern fehlt eigentlich das „Momentum“
Das „Momentum“ haben die drei Schlussmänner allerdings nicht auf ihrer Seite. Baumann war sechs Wochen verletzt und patzte im Kellerduell beim FC St. Pauli (0:1) folgenschwer. Nübel hält für den VfB zwar im ordentlichen Bereich, allerdings glänzt er nicht mehr wie in der Vorsaison und sah in den Spitzenspielen gegen Bayern München (1:3) und Bayer Leverkusen (3:4) teilweise unglücklich aus.
Ortega hat zwar viel Erfahrung, stand aber seit 2022 nur 50-mal im Gehäuse von City. Nagelsmann schaut bei den Feldspielern diesmal etwas genauer auf den Faktor „Momentum“, wie die Nominierungen von Nadiem Amiri, Jonathan Burkardt und Leon Goretzka zeigen.
Warum nimmt Nagelsmann also nicht einen „Momentum“-Schlussmann mit? Ortega gab in einer Presserunde am Dienstagnachmittag Auskunft über die aktuelle Lage: „Olli spielt seit gefühlt 20 Jahren in der Bundesliga. Mir gefällt, wie stabil er seine Leistung bringt. Er hat wenig Ausreißer nach unten und entwickelt sich Jahr für Jahr weiter.“ Nübel sei ein „spannender, aber nicht mehr ganz so junger“ Schlussmann.
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DFB-Keeper Ortega gibt Einblicke
Der VfB-Keeper befinde sich in einem „richtig guten“ Alter. Generell gelte für das Trio, dass sie „gute, moderne Torhüter“ seien: „Jeder von uns hat seine Vorzüge. Die Konstellation ist gut.“ Ortega selbst bringe seine Qualitäten im Training mit ein. Er habe einen „klaren Spielstil“, der offensive Komponenten und ein gewisses spielerisches Risiko verbinde. Die Kernkompetenz des Torhüters sei es aber weiterhin, das Team zu führen und Bälle zu halten. War diese harmonische Beziehung untereinander ausschlaggebend?
Die Nummer eins für die Duelle gegen Italien hat Baumann erhalten. Nagelsmann hat sich diversen Medienberichten zufolge auch unabhängig von der Rückennummer dafür entschieden, dem 34-Jährigen das Vertrauen auszusprechen. Baumann hatte bei seinen beiden Einsätzen gegen die Niederlande (1:0) und Bosnien-Herzegowina (7:0) zu überzeugen gewusst und bekommt deshalb, auch ohne starkes Momentum auf seiner Seite, die nächsten Chancen.
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