Verkauf war schon eingeplant
Wechsel-Absage von DFB-Star sorgte für Verwunderung bei Heimatverein
Der Mega-Transfer dieses DFB-Juwels auf die Insel ist überraschend gescheitert. Beim 1. FC Köln richtet sich der Blick nun wieder auf einen Verbleib des Top-Talents.
Der große Geldregen bleibt dem 1. FC Köln wohl erst einmal verwehrt. Obwohl die Verantwortlichen am Geißbockheim bereits mit einem Rekordverkauf von Said El Mala zum FC Brentford auf die britische Insel rechneten, hat der 19-Jährige dem Wechsel überraschend eine Absage erteilt. Statt eines Transfers in die Premier League deutet derzeit vieles darauf hin, dass das Offensivtalent auch in der kommenden Saison das Trikot der Geißböcke tragen könnte.
Dabei war der Deal schon recht weit fortgeschritten. Nach übereinstimmenden Medienberichten lag den Kölnern ein Angebot vor, das inklusive Boni und Weiterverkaufsbeteiligung ein Gesamtvolumen von bis zu 50 Millionen Euro erreicht hätte. Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler bestätigte die grundsätzliche Wechselbereitschaft des Vereins.
El Mala sagte Brentford ab
„Es ist richtig, dass wir für Said ein Angebot erhalten haben, dessen wirtschaftliche Dimension sehr nahe an den Voraussetzungen lag, bei denen wir uns grundsätzlich mit einem Transfer beschäftigt hätten“, erklärte Kessler gegenüber der Kölnischen Rundschau. „Nach reiflicher Überlegung hat sich Said jedoch gegen einen Wechsel zu diesem Klub entschieden.“
Für Verwunderung sorgte die Entscheidung insbesondere deshalb, weil der Transfer intern bereits weitgehend eingeplant wurde. Wie der Express berichtet, löste die Absage in Kölns Geschäftsstelle „Fassungslosigkeit“ aus. Demnach habe die Nachricht die Verantwortlichen nach eigener Aussage „alle ins Mark getroffen“. Als Hintergrund gilt, dass Brentford offenbar nicht bereit war, auch El Malas älteren Bruder Malek zu verpflichten.
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Die gesamte El-Mala-Familie spielt bei der Karriereplanung eine zentrale Rolle. Trotz der geplatzten Millionen-Einnahmen sieht sich der Bundesliga-Aufsteiger wirtschaftlich nicht unter Druck. Finanzchef Philipp Türoff betonte im Gespräch mit Express: „Der FC hat sich in den vergangenen Jahren finanziell so solide aufgestellt, dass wir auch ohne einen sofortigen Transfererlös bei Said El Mala in der Lage sind, den Kader zu verstärken.“
Zudem stellte er klar: „Der FC ist auch ohne so eine außerordentliche Transfereinnahme in diesem Sommer handlungsfähig. Ein finanzieller Zwang zu Spielerverkäufen besteht für uns jedoch nicht.“ Sportlich bleibt die Kader-Situation aber dennoch interessant. Mit Eric Martel, Dominique Heintz, Florian Kainz, Luca Kilian, Felipe Chavez, Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Dennis Huseinbasic stehen bereits acht (!) Abgänge fest.
Köln muss acht Abgänge kompensieren
Dazu könnte El Mala den Verein nach wie vor immer noch verlassen. Die fehlende Planungssicherheit rund um den Offensivspieler erschwert deshalb die Kadergestaltung, auch wenn die Verantwortlichen ihre Transferarbeit im Hintergrund weiter vorantreiben. Aktuell spricht allerdings vieles für einen Verbleib des Shootingstars. Laut Informationen des FC-Nachrichtenportals GEISSBLOG liegen dem „Effzeh“ derzeit keine weiteren Angebote vor, die auch nur annähernd die geforderte Ablöse von rund 50 Millionen Euro erreichen.
Weder aus der Bundesliga noch aus dem Ausland gibt es momentan konkrete Interessenten mit entsprechender Zahlungsbereitschaft. Deshalb bereitet sich Köln inzwischen darauf vor, El Mala am 13. Juli zum Trainingsauftakt auf dem Platz zu begrüßen. Sollte sich der Transfermarkt während der Weltmeisterschaft noch einmal bewegen, könnte das Thema zwar erneut Fahrt aufnehmen – Stand heute scheint es jedoch wahrscheinlich, dass Said El Mala samt Familie Köln bleibt. (LF)
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