Kompany: "Das ist einfach die finanzielle Realität"

Bayern-Boss äußert sich zum Woltemade-Wechsel

Die Premier League lockt weiter Bundesliga-Stars. Auch Nick Woltemade zieht es wohl auf die Insel – zwei Verantwortliche äußerten sich dazu.

München – Die Premier League bleibt ein Magnet für Bundesliga-Stars. Auch Nick Woltemade zieht es nun wohl auf die Insel – sehr zum Ärger des FC Bayern. Zwei Verantwortliche sprachen nun über die finanzielle Realität hinter solchen Wechseln. Nach monatelangem Werben ist klar: Der FC Bayern geht bei Nick Woltemade leer aus. Der Nationalspieler steht laut Sky unmittelbar vor einem Wechsel zu Newcastle United.

Nick Woltemade

Dabei hatten sich die Münchner mit dem Stürmer längst auf einen Transfer geeinigt. Entscheidend war am Ende jedoch die Höhe der Ablöse – und wohl auch das Gehaltspaket. Laut dem Pay-TV-Sender überweist Newcastle rund 85 Millionen Euro an den VfB Stuttgart, zusätzlich könnten bis zu fünf Millionen Euro an Boni hinzukommen.

Freund zieht Ligavergleich

Bayern-Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Augsburg zur Thematik: „Wenn man sieht, wie viele Topspieler aus der Bundesliga in die Premier League wechseln und welche Summen dabei fließen … Man spricht über Dinge. Das ist nicht aus den Augen, aus dem Sinn. Es gibt einen Markt, in dem Dinge geprüft werden. Am Ende entscheidet der Spieler.“

Die finanziellen Unterschiede zwischen den Ligen seien unübersehbar, so Freund weiter: „Die Premier League hat viele Argumente auf ihrer Seite, sie ist finanziell in einer anderen Liga. Aber wir als FC Bayern sind ebenfalls sehr gut und kennen unsere Rolle. Wir müssen unser Ding machen, können andere nicht kopieren.“

Vereinzelte Coups und viele Flops: Max Eberls Transferbilanz spricht Bände

Bayerns Hiroki Ito verlässt verletzt den Platz.
Bryan Zaragoza auf der Bayern-Auswechselbank.
Bologna FC 1909 v AS Roma - UEFA Europa League 2025/26 Round of 16 First Leg
Eric Dier stemmt bei der Meisterfeier des FC Bayern München die Schale in die Luft.
Vereinzelte Coups und viele Flops: Max Eberls Transferbilanz spricht Bände

Kompany: „Das ist einfach die finanzielle Realität“

Auch Trainer Vincent Kompany wurde auf die Wechselwelle von Bundesliga-Profis in Richtung England angesprochen. Seine Antwort fiel eindeutig aus: „Geld [lacht]“. Der Belgier führte aus: „Wir sind mit Burnley aus der Championship aufgestiegen und plötzlich fließen TV-Gelder in Höhe von 100 Millionen. Man geht von einem Budget von 25–30 Millionen auf 120–130 Millionen über – damit konkurriert man mit den Top 6 der Bundesliga. Bei Burnley waren wir auf dem Transfermarkt Konkurrenten von Frankfurt und Wolfsburg. Jetzt kauft Sunderland bei Leverkusen und konkurriert mit dem AC Mailand. Das ist einfach die finanzielle Realität.“

Woltemades bevorstehender Transfer ist für die Bayern bereits der zweite schmerzhafte Verlust an die Premier League in diesem Sommer. Zuvor hatte sich auch Florian Wirtz gegen einen Wechsel nach München entschieden und stattdessen dem FC Liverpool zugesagt.

Für den 23-jährigen Woltemade, der beim VfB Stuttgart in der Rückrunde der vergangenen Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte, bedeutet der Wechsel den nächsten Karriereschritt. In München hatte man ihn perspektivisch als Entlastung für Harry Kane sowie als Ersatz für den verletzten Jamal Musiala eingeplant. Doch auch dieses Szenario zerschlug sich nun. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare