WM-Auftakt verpasst

WM-Einreiseverbot für Ghanas Partey nach schweren Vorwürfen

Ghana muss zum WM-Auftakt auf Thomas Partey verzichten. Dem Mittelfeldspieler wird die Einreise in Kanada verwehrt.

Das Thema Einreiseberechtigung bleibt dieser WM erhalten. Nachdem der Schiedsrichter Omar Artan nicht in die USA einreisen durfte, hat es mit Thomas Partey nun auch einen Spieler erwischt. Zwar befindet sich der Mittelfeldspieler mit seinem Team bereits in den Vereinigten Staaten von Amerika, allerdings darf der Ghanaer nicht mit zum Auftaktspiel nach Toronto reisen.

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„Die FIFA kann bestätigen, dass Thomas Partey nicht vom ghanaischen Team-Basislager in Boston, USA, nach Kanada zum ersten Spiel gegen Panama am Mittwoch, den 17. Juni, reisen kann, da sein Visumantrag von der kanadischen Regierung abgelehnt wurde“, verkündete der Weltverband am Freitag und bestätigte damit die vorherigen Medienberichte.

Anklage wegen mutmaßlicher Vergewaltigung: Ghana-Star Partey wird Einreise verweigert

Die genauen Gründe, warum der 32-Jährige nicht mit nach Kanada reisen darf, sind nicht bekannt. Mutmaßlich hat die Verweigerung aber mit den derzeit laufenden Verfahren gegen Partey zu tun. Er wurde im Juni 2025 in London wegen mutmaßlicher Vergewaltigung in fünf Fällen und sexueller Nötigung in einem Fall angeklagt, im Februar dieses Jahres wurde eine weitere Klage wegen mutmaßlicher Vergewaltigung in zwei weiteren Fällen angestrebt.

Der Mann vom FC Villarreal plädiert selbst auf unschuldig, eine Entscheidung in dem Gerichtsverfahren soll frühestens Mitte nächsten Jahres zu rechnen sein. Dennoch sieht das kanadische Einreisegesetz vor, dass in solchen Fällen eine Abweisung möglich ist. „Wenn Sie eine Straftat begangen haben oder wegen einer Straftat verurteilt wurden, wird Ihnen die Einreise nach Kanada möglicherweise verweigert“, heißt es dort.

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Die Einwanderungsbehörde IRCC wollte sich zu dem Einzelfall nicht äußern, meinte aber: „Wir können jedoch versichern, dass die Sicherheit der Kanadier für uns oberste Priorität hat, wenn wir die Teilnehmer der FIFA-Weltmeisterschaft und Besucher aus aller Welt willkommen heißen. Aus diesem Grund wendet IRCC seine Vorschriften konsequent und ausnahmslos an, unabhängig von Nationalität, Profil oder Rolle im Turnier.“

Für Ghana ist die Entscheidung sportlich ein herber Rückschlag, schließlich nimmt er als Abräumer vor der Abwehr eine wichtige Rolle ein. Somit muss das afrikanische Team für das Spiel gegen Panama am Mittwoch um 1 Uhr deutscher Zeit umplanen. Immerhin: Die restlichen beiden Duelle der Gruppe L gegen England und Kroatien finden in den USA statt, dann kann Partey auch im Team stehen. (smu)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Tom Weller

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