Zu viel und zu wenig Alkohol
Weihnachtsfeiern der Fußball-Profis teils mit einschneidenden Folgen

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Von 1994 bis 2009 war Franz Beckenbauer Präsident des FC Bayern. In diese Zeit fällt die Mutter aller Weihnachtsfeier-Klischees, die der Kaiser später selbst mit einem lockeren Spruch kommentierte.
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Die Weihnachtsfeier des FC Bayern im Jahr 1999 lief für Beckenbauer im wahrsten Sinn des Wortes fruchtbar ab. Heidi Burmeister war damals als Sekretärin in der Fanartikel-Abteilung tätig, neun Monate nach der Feier brachte sie den gemeinsamen Sohn zur Welt. „Der liebe Gott freut sich über jedes Kind“, kommentierte Beckenbauer das Weihnachts-Glück später. 2006 heirateten Heidi und Franz. Das Foto zeigt die beiden im August 2005.
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Heutzutage ist Dietmar Hamann als austeilender TV-Experte bekannt. Doch gerade kurz nach seinem Wechsel zu Newcastle United musste er als Spieler auch das ein oder andere Mal einstecken.
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Schon im Sommer 1998 wechselte Hamann vom FC Bayern zu Newcastle United. Bei der Weihnachtsfeier des Vereins ein Jahr später, bekam er von seinen Mitspielern ein Geschenk, das sich bestenfalls mit britischem Humor erklären lässt. Sie hatten ihrem deutschen Mitspieler ein Exemplar von Hitlers „Mein Kampf“ verpackt. Im Sommer darauf zog Hamann zu Liverpool weiter, was jedoch nichts mit dem Geschenk zu tun hatte.
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Und noch eine Geschichte aus England. Bevor 2008 die Abu Dhabi United Group und Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan bei Manchester City einstiegen, waren dort noch Spieler vom Kaliber eines Joey Barton unterwegs (im Bild der Herr in blau). Der drückte, selbst noch im zarten Alter von 22 Jahren, seinem zwei Jahre jüngeren Mannschaftskollegen Jamie Tandy eine Zigarre im Gesicht aus. Der war aber wohl selbst nicht ganz unschuldig. Zuvor hatte Tandy nämlich Bartons Hemd mit einer Zigarette angekokelt.
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Eine große Karriere hatte Tandy bei den Skyblues übrigens nicht. Er machte kein Spiel für das Profiteam und verschwand in den Niederungen des englischen Fußballs. Barton hingegen, der zu 60.000 Pfund Strafe verurteilt wurde, blieb bis 2007 bei City, machte insgesamt 153 Spiele für den Verein und durfte sogar einmal in der Nationalmannschaft ran. Für elf Minuten, bei einer 0:1-Testspielniederlage gegen Spanien.
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Wie schon Hamann, erhielt auch Gareth Bale von einem Mitspieler ein Geschenk mit entsprechender Bedeutung. 2019 übergab ihm Marcelo einen Golfschläger. Zu einer Zeit, als der Waliser bei Real Madrid immer wieder in der Kritik stand – unter anderem wurde ihm nachgesagt, dass ihm Golfen wichtiger als Fußball sei.
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Inzwischen hat sich Bale ganz dem Golfsport zugewandt. Nach seinem Fußball-Karriereende 2023 trat er immer wieder bei ProAm-Turnieren an. Turniere, die sowohl Profis als auch Amateuren offen stehen. Den Sprung in die Pro Golf Tour wollte oder konnte Bale (noch) nicht wagen.
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Michael Olise überzeugte schnell nach seinem Wechsel im Sommer 2024 zum FC Bayern. Doch Anfang Dezember 2024 sorgte er für einen kurzen Irritationsmoment. Als der Verein ein Video vom gemeinsamen Weihnachtssingen in den Sozialen Medien teilte, fiel schnell auf, dass alle bis auf Olise mitsangen. Fans spekulierten teils über eine tiefere Bedeutung, womit die Weigerung begründet werden könnte.
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Eine wirkliche Auflösung für Olises Verhalten gab es zwar nicht, doch es passt recht gut mit dem restlichen Auftreten des Franzosen überein. Der gibt sich in Interviews betont wortkarg und scheint auch sonst nicht unbedingt beim großen Aufmerksamkeitsspiel des Profisports mitmachen zu wollen. Beispielhaft dafür steht seine nur siebenminütige Vorstellungspressekonferenz.
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VonStefan Schmidschließen
Zigarren im Gesicht ausgedrückt, Kinder gezeugt, zu viel getratscht. Auf Weihnachtsfeiern von Fußball-Profis ist schon so manch Kurioses und Skandalöses passiert.
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