Spieler entwickelt
Weltmeister Per Mertesacker verkündet Arsenal-Abschied nach 15 Jahren
Er hat eine Ära und viele Jugendspieler geprägt. Nun verlässt Per Mertesacker den FC Arsenal. Der Klubboss trauert.
London – Per Mertesacker und der FC Arsenal trennen sich nach beinahe 15 Jahren zum Ende der laufenden Saison. Der 41-jährige ehemalige Spieler des DFB war seit 2011 für den englischen Traditionsklub tätig, zunächst als Spieler und seit 2018 als Leiter der Nachwuchsakademie – Ende 2019 übernahm er außerdem für wenige Wochen das Amt des Co-Trainers.
In der Vereinsmitteilung betonte Mertesacker die Bedeutung, die die „Gunners“ für ihn haben: „Arsenal ist und bleibt für mich ein ganz besonderer Verein, daher war es eine schwierige Entscheidung.“ Doch nun sei es „an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen und mich weiterzuentwickeln“, so Mertesacker.
Per Mertesacker: Vom Last-Minute-Zugang zur Vereinslegende beim FC Arsenal
Während seiner aktiven Zeit absolvierte Mertesacker 221 Pflichtspiele für den FC Arsenal. Dabei kam das Engagement in England äußerst kurzfristig zustande, denn eigentlich wollte man in Bremen mit ihm verlängern. Doch weil man an der Weser sparen musste, rückte man zwischenzeitlich von den Plänen ab. Aus finanzieller Sicht kam das Angebot der Londoner über 11 Millionen kurz vor Ende des Transferfensters dann gerade recht.
Und so unterschrieb Mertesacker am 31. Dezember 2011 bei den „Gunners“, und blieb bis zu seinem Karriereende. Die Fans des FC Arsenal schlossen ihren „Big Fucking German“ schnell ins Herz. Zwar konnte Mertesacker nicht gerade mit seiner Sprintstärke punkten, doch Übersicht, perfektes Positionsspiel und Leader-Qualitäten machten ihn auch für das Weltmeister-Team von 2014 unverzichtbar.
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Nach seinem Karriereende als Spieler, stieg Mertesacker gleich zum Leiter der Nachwuchsabteilung beim FC Arsenal auf. In dieser Position trug er maßgeblich zur Entwicklung junger Talente bei, darunter Bukayo Saka, der inzwischen zu den Leistungsträgern der ersten Mannschaft zählt. Und so fällt auch Arsenal-Klubboss Richard Garlick der Abschied schwer: „Wir unterstützen Pers Entscheidung, etwas Neues zu wagen, aber wir werden sehr traurig sein, wenn er uns am Ende der Saison verlässt.“
Über Mertesackers zukünftige Pläne ist bislang nichts bekannt. Doch sowohl in seiner Wahlheimat als auch in Deutschland wird man die nächsten Schritte des Weltmeisters genau beobachten. Denn schon in London hat er bewiesen, dass er nicht nur einer ist, der Gutes weiterführen kann, sondern der auch nötige Umbrüche in die Wege leitet. (sch)
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