Vertragsverlängerung bis 2029

Kompany soll beim FC Bayern eine vergessene Tugend wiederbeleben

Die letzten Jahre schafften es wenige Bayern-Trainer zu einem neuen Vertrag. Mit Vincent Kompany haben die Münchner nun langfristig verlängert.

München – In den letzten Jahren lief die Zusammenarbeit zwischen dem FC Bayern und seinen Trainern nicht immer reibungslos ab. Mehrere Übungsleiter bekamen vom deutschen Rekordmeister nicht die Möglichkeit, ihre Vertragsdauer zu erfüllen, geschweige denn ihr Arbeitspapier zu verlängern. Mit dem neuen Kontrakt für Vincent Kompany wollen die Bayern einen Coach nun wieder langfristig binden.

Sie wollen noch länger zusammen jubeln: Vincent Kompany und der FC Bayern München.

Wie der Verein am Dienstag (21. Oktober) bekanntgab, haben sich die Führungsetage des FCB und Kompany auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2029 geeinigt. Der 39-Jährige trat seine Amtszeit zur vergangenen Saison an und konnte direkt die Meisterschaft wieder zurück an die Isar bringen. Auch in dieser Saison sorgen die Kompany-Bayern wieder für Furore, konnten sie glatt alle elf Pflichtspiele in dieser Spielzeit eindrucksvoll gewinnen.

FC Bayern verlängert Zusammenarbeit mit Trainer Kompany bis 2029

Mit der Verlängerung ihres Erfolgstrainers, dessen Vertrag ursprünglich bis Juni 2027 datiert war, wollen die Münchner nun wieder zurück zu fast vergessenen Tugenden zurückkehren. Seit 2000 erhielten nur vier Übungsleiter des Rekordmeisters einen erneuten Vertrag an der Säbener Straße. Sowohl Ottmar Hitzfeld als auch Louis van Gaal durften über ihre eigentliche Amtszeit hinaus weiter beim Rekordmeister trainieren.

Nach fast einem Jahrzehnt dazwischen bekam zuletzt der Interims- und spätere Sextuple-Coach Hansi Flick eine Vertragsverlängerung bei den Münchnern. Dieser verließ den FCB schließlich nach gut eineinhalb Jahren und übernahm die deutsche Nationalmannschaft auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft in Katar 2022.

Wieder ein neuer im Vorstand – Der ereignisreiche Bayern-Umbruch der letzten Jahre

Nun ist es also offiziell: Der FC Bayern München bekommt seinen neuen Wunsch-Vorstand. Rouven Kasper hat sich für einen Wechsel vom VfB Stuttgart zum FCB entschieden.
Das gab der Verein am Montag in einer Pressmitteilung bekannt. Ab dem 1. Januar wird der 43-Jährige das Amt als Vorstand für Marketing und Vertrieb beim FC Bayern übernehmen.
Bayern-Präsident Herbert Hainer zeigt sich zufrieden mit der Personalie: „Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass Rouven Kasper fachlich und persönlich die richtige Wahl ist, um mit ihm als Vorstand die ambitionierten Ziele des FC Bayern in den Bereichen Marketing und Vertrieb zu erreichen, zumal er unseren Club schon bestens kennt.“
Kasper war bereits von 2016 bis 2021 für den FCB tätig. In sein Hauptaufgabenfeld als „President Asia“ fielen die Markenaktivitäten in Asien. 2021 folgte dann der Wechsel zum VfB Stuttgart. „Unser gemeinsames Ziel ist es, mit voller Kraft an der Weiterentwicklung des FC Bayern zu arbeiten – dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Diese große Aufgabe ist für mich Ehre und Ansporn zugleich“, freut sich Kasper auf seine neue Aufgabe.
Wieder ein neuer im Vorstand – Der ereignisreiche Bayern-Umbruch der letzten Jahre

Seitdem mussten die Bayern-Trainer stets frühzeitig ihre Koffer packen. So trennten sich die Münchner von Julian Nagelsmann mitten in der Rückrunde 2022/23 bereits vor Vertragsende. Auch der Nachfolger Thomas Tuchel blieb nur bis zum Ende der darauffolgenden Saison an der Seitenlinie des deutschen Branchen-Primus.

Mit Kompany scheinen die Münchner nun ihre ersehnte Langzeitlösung gefunden zu haben. Sollte er seinen Vertrag bis 2029 erfüllen, wäre der 39-Jährige seit Hitzfeld (1998 bis 2004) der erste Bayern-Coach, der fünf Jahre am Stück bei den Bayern auf der Bank Platz nehmen durfte. Sogar der Weltklasse-Coach und ehemalige Kompany-Lehrer Pep Guardiola zog nach drei Spielzeiten in der bayerischen Landeshauptstadt wieder weiter. (seb)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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