„Meine Zeit wird kommen“

Jamal Musiala glaubt an baldige Topform – und kämpft mit dem Druck

Er gehört zu den großen Hoffnungsträgern im DFB-Team. Doch aktuell hat Bayern-Star Jamal Musiala noch zu sehr mit sich selbst zu kämpfen.

Ganz Fußballdeutschland hofft und bangt: Wird Jamal Musiala rechtzeitig zum WM-Start in Topform kommen? Und wie sieht diese Topform inzwischen überhaupt aus, nachdem er durch seinen Wadenbeinbruch so lange verletzt war? Schließlich ist Musiala zwar nun bereits seit Monaten zurück, wirkt aber immer noch gehemmt. Fast scheint es, als würde nicht sein Körper, sondern der Kopf ihn bei seinem Spiel einschränken.

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Wie sehr ihn die Folgen der Verletzung noch beschäftigen, verriet der 23-Jährige nun im Gespräch mit der französischen Zeitung L‘Equipe. „Über den mentalen Aspekt könnte ich eine Stunde lang sprechen. Das Schwierigste an allem ist der Wunsch, wieder auf mein altes Niveau zu kommen, obwohl das nicht von heute auf morgen möglich ist“, erklärte der Star des FC Bayern.

Musiala ehrlich: „Hatte seit Rückkehr Höhen und Tiefen

„Du spielst seit zwei Wochen wieder und denkst dir: Da liegt noch so viel Arbeit vor mir. Ich hatte seit meiner Rückkehr Höhen und Tiefen. Das ist normal.“ Musiala brauche schlicht noch etwas Zeit. „Es gibt Momente, in denen du die Grenzen deines Körpers spürst, und andere, in denen du dich erst wieder in die Mannschaft einfinden musst. Das hängt alles zusammen: wieder Fußball spielen, wieder Vertrauen in den Knöchel gewinnen. Auf all diese Dinge musst du mental vorbereitet sein.“

Vor allem die Leichtigkeit, die Musiala vor seiner Verletzung auszeichnete, fehlt ihm nach eigener Einschätzung noch. „Wenn der Druck steigt, ist es immer besser, den Kopf freizubekommen und einfach so zu spielen, wie man möchte. Nach einer Verletzung kehren diese mentale Freiheit und die Freude am Spiel am langsamsten zurück.“

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Anika Neuer (Manuel Neuer):
Manuel und Anika sind seit Ende 2023 verheiratet – eine Liebesgeschichte, die am Flughafen mit einem Selfie begann. Die ehemalige Handballerin steht ihrem Mann auch
in Sachen Mode beratend zur Seite. Im März 2024 kam ihr gemeinsamer Sohn Luca zur Welt.
Charlotte Baumann (Oliver Baumann):
Oliver und Charlotte sind seit 2016 verheiratet – sie kennen sich bereits aus Jugendzeiten. Das Paar lebt gemeinsam in Heidelberg und hält sein Privatleben bewusst aus der Öffentlichkeit heraus. Gemeinsam engagieren sie sich für die Kinderkrebsklinik Heidelberg – ein Herzensprojekt des WM-Torwarts.
Eileen (Alexander Nübel): 
Nübel ist mit seiner Freundin Eileen zusammen, die ihn schon während seiner Zeit beim FC Bayern treu begleitete. Über ihren Nachnamen und ihr Privatleben ist kaum etwas bekannt – das Paar hält die Beziehung sehr diskret. Eileen ist dennoch regelmäßig
bei Spielen dabei und unterstützt den Keeper von der Tribüne.
Lina Kimmich (Joshua Kimmich):
Joshua und Lina sind seit 2013 zusammen – kennengelernt haben sie sich in Leipzig, geheiratet haben sie im Juni 2022. Die ausgebildete Juristin ist längst selbst ein bekanntes Gesicht in der Fußball-Welt. Gemeinsam haben die beiden vier Kinder.
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Zufrieden sei Musiala mit seinen Leistungen aber noch nicht: „Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst und daran, wo ich stehen möchte. Und dort bin ich im Moment noch nicht. Oft ist es einfach eine Frage der Geduld – meine Zeit wird kommen.“ Beim DFB bleibt man trotzdem entspannt.

Rudi Völler betonte am Dienstag in Winston-Salem, dass er Musiala bald in Topform erwarte: „Jamal hat vor zwei Jahren eine außergewöhnliche Europameisterschaft gespielt. Er kam jetzt aus einer sehr schweren Verletzung und hat eine Weile gebraucht, um wieder 90 Minuten zu spielen – aber das ist kein Problem“, so der Sportdirektor.

Experte Sammer sieht Musiala als möglichen Schlüsselfaktor beim DFB

„Er wird hier super aufgebaut von unseren Fitnesscoaches, den Trainern und Julian. Aber er ist ganz nah dran, wieder der alte Jamal Musiala zu werden. Und ich bin total optimistisch, dass das beim nächsten Spiel funktioniert“ Und auch Matthias Sammer sieht Musiala weiterhin als möglichen Schlüsselfaktor der deutschen Mannschaft.

„Wenn ein Weltklasse-Spieler nicht gerade einen Nagel im Kopf hat – und das hat er nicht, davon bin ich total überzeugt –, dann sollte man diesem Spieler Vertrauen geben.“ Und auch er glaubt daran, dass Musiala im Laufe des Turniers noch explodieren kann: „Es kann sein – vielleicht nicht im ersten Turnierspiel, vielleicht im zweiten Turnierspiel –, dass man sagt: Ah, okay, wir sind weiter. Dann kommt die K.o.-Phase und plötzlich schießt er durch die Decke.“ Genau darauf hoffen beim DFB derzeit alle – und Musiala selbst ohnehin.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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