WM 2022 schon jetzt überholt

Rote-Karten-Wahnsinn im Eröffnungsspiel – Mexiko und Südafrika sorgen für WM-Novum

Die WM 2026 läuft – und der erste Eintrag in die Geschichtsbücher lässt nicht lange auf sich warten. Zwischen Mexiko und Südafrika kommt es zum Karten-Spektakel.

Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist gerade einmal ein paar Stunden alt, da ist der erste – wenn auch zweifelhafte – WM-Rekord bereits aufgestellt. Beim 2:0-Sieg von Gastgeber Mexiko gegen Südafrika zückte Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio gleich dreimal die Rote Karte. Drei Platzverweise in einem WM-Eröffnungsspiel gab es noch nie.

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1990 hatte es im Eröffnungsspiel zwischen Argentinien und Kamerun (0:1) zwei Rote Karten gegeben. 36 Jahre hatte die Partie damit einen Eintrag in den FIFA-Geschichtsbüchern sicher – bis heute. Sphephelo Sithole (50. Minute) und Themba Zwane (84.) wurden für Südafrika vorzeitig vom Platz gestellt, in der zweiten Minute der Nachspielzeit musste dann auch Mexikos César Montes Castro vorzeitig runter.

Novum bei WM 2026: Drei Rote Karten zwischen Mexiko und Südafrika

Die Flut an Platzverweisen war der große Aufreger des Eröffnungsspiels, das sportlich für relativ wenige Höhepunkte sorgte. Südafrika, vor 16 Jahren noch selbst WM-Gastgeber, trat harmlos auf und überließ Mexiko über weite Strecken die Spielgestaltung. Die Mittelamerikaner ließen durch Tore von Julián Quiñones (9.) und Raúl Jiménez (67.) zwar nichts anbrennen, bekleckerten sich darüber hinaus allerdings auch nicht mit Ruhm.

Der absolute WM-Rekord in Hinblick auf Rote Karten fiel indes noch nicht. 2006 mussten im Achtelfinale zwischen Portugal und den Niederlanden (1:0) sogar vier Spieler (zwei jeder Mannschaft) vorzeitig unter die Dusche. Dabei handelte es sich allerdings in allen vier Fällen um Gelb-Rote Karten. Vier direkte Platzverweise gab es bis dato noch bei keiner Weltmeisterschaft.

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Manuel Neuer (Tor, Bayern München): Er beendete nach der EM 2024 zunächst seine Nationalmannschaftskarriere – nun kehrt er spektakulär zurück und wird Nagelsmanns Nummer 1 bei der WM. Mit 40 Jahren wird es wohl letztes großes Turnier werden. Seine Rückkehr ist die größte Überraschung der gesamten Kaderplanung.
Oliver Baumann (Tor, TSG Hoffenheim): Baumann hatte sich in der WM-Qualifikation als neue Nummer Eins etabliert und war von Nagelsmann lange öffentlich als Stammtorhüter bezeichnet worden. Trotz dieser bitteren Situation bleibt Baumann im Kader und wird als Nummer Zwei eine wichtige Backup-Rolle einnehmen.
Alexander Nübel (Tor, VfB Stuttgart): Nübel fährt als dritter Torhüter zur WM. Der VfB-Keeper hat beim Stuttgarter Vizemeister eine solide Saison gespielt und gilt als langfristige Perspektive im DFB-Tor.
Jonas Urbig (Tor, Bayern München): Urbig hat sich in München als designierter Neuer-Nachfolger in Stellung gebracht – in dieser Saison stand er in 18 Partien im Tor des Rekordmeisters, darunter Champions-League-Einsätze, und überzeugte dabei durchgehend.
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Ebenfalls besonders: Bei der WM 2022 in Katar wurden im gesamten Turnier gerade einmal vier Platzverweise ausgesprochen. Eine Rote und drei Gelb-Rote Karten wurden bei der Winter-Endrunde vergeben. Die drei Roten Karten zwischen Mexiko und Südafrika lassen vermuten, dass der Kartenzähler schon bald an der WM 2022 vorbeirauschen wird. (mbo)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Tom Weller

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