Kritik am WM-Aus
„Möchte weitermachen“: Nagelsmann spricht nach Paraguay-Blamage über eigene Zukunft
Deutschland ist bei der WM überraschend ausgeschieden. Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht nach dem Aus über seine eigene Zukunft.
Das Worst-Case-Szenario für den deutschen Fußball ist eingetreten. Nach einer durchwachsenen Vorrunde schied das DFB-Team bei der Fußball-WM gegen Paraguay aus, im Elfmeterschießen verlor es mit 3:4. „Du darfst gegen Paraguay nicht in die Verlängerung kommen“, monierte ZDF-Experte Christoph Kramer, „wir haben entschieden, dass sie so spielen können und wir uns am Ende über eine Schiedsrichterdiskussion beklagen. Dazu darf es niemals kommen.“
Aufgrund der Niederlage gerät daher Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Fokus, der nach dem Viertelfinalaus bei der EM vor zwei Jahren noch gescherzt hatte, dass er den WM-Titel holen würde. Mit diesem Vorhaben ist er nun krachend gescheitert, denn letztlich ist sein Team nicht über die Runde der besten 32 Teams hinausgekommen, wo auch bei den vergangenen beiden Turnieren aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl Schluss war.
Klare Botschaft nach WM-Aus: Nagelsmann will weitermachen
Dennoch hat Nagelsmann klargemacht, dass er gerne weitermachen möchte. „Ich stehe zur Verfügung. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen“, betonte er im ZDF. Auch gegenüber Magenta TV betonte er: „Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Wenn man das nicht möchte, muss man mir das sagen.“
Ob er es letztlich darf, wird sich noch zeigen. Schließlich lief bei dem Turnier längst nicht alles rund. „Insgesamt war unser Ballbesitz sehr langsam. Dann haben wir irgendwann auf Brechstange umgestellt, mehr Bälle in die Box zu spielen, so ist auch das Tor passiert. Das hätten wir noch 10-12-mal mehr machen können“, analysierte der Trainer die Niederlage.
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Er vermisste insgesamt den letzten Punch bei seinem Team. „Mit Punch meine ich, dass wir gerade in den ersten 25 Minuten, finde ich, eigentlich keine Duelle im gegnerischen Sechzehner gewonnen haben. Oder mal ein Foul gezogen haben“, so Nagelsmann. „Heute haben wir ja das erste Mal jetzt mal 2, 3 Freistöße aus 25, 30 Metern bekommen. Das haben wir in allen drei Spielen davor, glaube ich, nicht ein einziges gehabt.“
Ob der 38-Jährige nun dabei helfen darf, diese Probleme anzugehen, ist noch offen. „Auf Verantwortlichenseite schreit das schon irgendwie nach Konsequenzen. Das kann ich nicht anders sagen“, forderte Mats Hummels bei Magenta TV. „Die Heim-EM wird mir immer noch zu gut geredet. Die beiden anderen Turniere waren jeweils enttäuschend. Deswegen muss das ein Thema sein, sowohl vom Bundestrainer selbst als auch vom Verband.“ (smu)
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