Neue Rekorde

WM-Held Cristiano Ronaldo: Als Nationalspieler immer authentisch

Reizfigur Cristiano Ronaldo hat sich bei der WM eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach mehreren Rekorden will er mehr.

Cristiano Ronaldo dürfte zu den bekanntesten Menschen der Welt gehören. Trump, Papst, Putin, Taylor Swift, diese Kategorie – man würde ihn überall erkennen. Man hat auch überall eine Meinung zu ihm. Die Bewunderung mischt sich mit dem Drang, über ihn zu spötteln. Seine Gockelei ist leicht zu parodieren, das konnte sogar ein Schmalspurkomiker wie Oliver Pocher ganz gut.

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Es sind nach dem ersten Spieltag dieser WM (hier geht’s zum kompletten Spielplan) harte Urteile über Cristiano Ronaldo gefällt worden. Sie waren auch gerechtfertigt, weil das Spiel gegen die Demokratische Republik Kongo an ihm vorbeilief. Aber es wurden, und das hat die zweite Partie Portugals gezeigt, falsche Schlüsse gezogen: Zeit abgelaufen, er nervt nur noch.

Wird Cristiano Ronaldo der Superstar der WM 2026?

Das 5:0 gegen Usbekistan erlebte jedoch einen Cristiano Ronaldo, der immer noch über hohe Qualität im Abschluss verfügt (verlernt er ohnehin nie) – und vor allem: Es lieferte die Bilder einer funktionierenden portugiesischen Fußballmannschaft. Die Spieler freuten sich mit und explizit auch für Ronaldo. Klar, der Verdacht schwingt bei einem eitlen Typen wie ihm mit, dass er auch an den persönlichen Marken interessiert ist. Auch, weil Lionel Messi sich in die WM-Geschichtsbücher eingetragen hat?

Bei der EM vor zwei Jahren riss seine Torserie, die Karriere schien ihrem Ende nahegekommen, doch bei WM-Turnieren konnte er seinen ewigen Run nun fortführen. Nach der Enttäuschung von 2024 sich noch einmal aufgerafft zu haben, mit damals 39 Jahren, ist eine gewaltige Leistung. Nicht zu vergessen: 2025 gewann Portugal mit einem starken Cristiano Ronaldo die Nations League. Portugal hat viele herausragende Spieler. Wäre die Nationalmannschaft ohne Ronaldo freier und stärker?

Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht

Kylian Mbappe arbeitet sich in diesem Klassement stetig weiter nach oben. Gegen Schweden traf der Franzose erneut mehrfach und hat nun schon 18 Tore (Stand: 01. Juli) auf seinem Konto. Damit hat er Miroslav Klose überflügelt – und lauert hinter Lionel Messi. Gegen Paraguay kam Treffer Nummer 19 hinzu.
Lionel Messi hat bei der WM 2026 Geschichte geschrieben und den Tor-Rekord von Klose gebrochen. Mittlerweile, er traf auch gegen Kap Verde und Ägypten, steht er bei 21 Treffern. Und das, obwohl er bei dieser WM schon zwei Elfmeter verschossen hat.
Es ist passiert: Miroslav Klose ist nicht mehr WM-Rekordtorschütze. Er erzielte in 24 WM-Spielen insgesamt 16 WM-Tore für Deutschland und liegt damit aber immer noch auf Platz 3.
Auf Platz 4 landet der brasilianische Torjäger Ronaldo mit insgesamt 15 WM-Toren.
Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht

Darüber kann man diskutieren. Aber eines ist nicht abzustreiten: Cristiano Ronaldo wirkte immer wie ein besonders glücklicher Mensch, wenn er sein Land repräsentierte. Als er im EM-Finale 2016 früh verletzt ausschied, war ihm die eigene Befindlichkeit egal, er coachte seine Freunde zum Titel. Es fand sich damals eine Verwendung für ihn, und so ist das auch heute noch. Portugal kann nicht nur trotz oder mit, sondern auch wegen ihm gut sein.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/AP | Eric Gay

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