Bundestrainer setzt auf BVB-Star

Bittere WM-Nachricht für Köln-Youngster – Nagelsmann verzichtet auf El Mala

Trotz einer überzeugenden Saison beim 1. FC Köln verpasst Said El Mala die WM. Julian Nagelsmann erklärt den Verzicht des Offensiv-Stars.

Nach Wochen voller Spekulationen herrscht nun Klarheit: Said El Mala wird nicht mit der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft reisen. Bei der offiziellen Kaderbekanntgabe von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag (21. Mai) fehlte der Name des Angreifers für viele überraschend im Aufgebot (alle Infos im Ticker).

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El Mala spielte sich in den vergangenen Monaten mit starken Leistungen in den Fokus, erzielte 13 Tore und avancierte in Köln zum absoluten Publikumsliebling, hielt die Geißböcke mehr oder weniger damit sogar in der Liga. Besonders sein Solo gegen den FC Bayern München am letzten Spieltag sorgte noch einmal für Aufsehen. Zudem übertraf der Offensivspieler den alten Torrekord von Lukas Podolski und steigerte seinen Marktwert Berichten zufolge auf rund 35 Millionen Euro.

El Mala nicht für deutschen WM-Kader nominiert

Noch zu Wochenbeginn hatte vieles auf eine Nominierung hingedeutet. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete sogar, Nagelsmann habe El Mala bereits telefonisch über seine WM-Teilnahme informiert. Nach Informationen vom EXPRESS hatte ein solches Gespräch zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht stattgefunden. Weder bei der Saisonabschlussfeier am Montagabend noch am Dienstag soll der Kölner Youngster Gewissheit gehabt haben.

Offenbar fiel die endgültige Entscheidung erst kurzfristig. Nagelsmann schwankte demnach vor allem zwischen El Mala und Leroy Sané, der inzwischen bei Galatasaray Istanbul spielt. Am Ende entschied sich der Bundestrainer gegen den Kölner Shootingstar. Des Weiteren erhielten außerdem Maxi Beier, Lennart Karl und Jamie Leweling den Zuschlag.

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Manuel Neuer (Tor, Bayern München): Er beendete nach der EM 2024 zunächst seine Nationalmannschaftskarriere – nun kehrt er spektakulär zurück und wird Nagelsmanns Nummer 1 bei der WM. Mit 40 Jahren wird es wohl letztes großes Turnier werden. Seine Rückkehr ist die größte Überraschung der gesamten Kaderplanung.
Oliver Baumann (Tor, TSG Hoffenheim): Baumann hatte sich in der WM-Qualifikation als neue Nummer Eins etabliert und war von Nagelsmann lange öffentlich als Stammtorhüter bezeichnet worden. Trotz dieser bitteren Situation bleibt Baumann im Kader und wird als Nummer Zwei eine wichtige Backup-Rolle einnehmen.
Alexander Nübel (Tor, VfB Stuttgart): Nübel fährt als dritter Torhüter zur WM. Der VfB-Keeper hat beim Stuttgarter Vizemeister eine solide Saison gespielt und gilt als langfristige Perspektive im DFB-Tor.
Jonas Urbig (Tor, Bayern München): Urbig hat sich in München als designierter Neuer-Nachfolger in Stellung gebracht – in dieser Saison stand er in 18 Partien im Tor des Rekordmeisters, darunter Champions-League-Einsätze, und überzeugte dabei durchgehend.
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Auf die Frage, wie El Mala die Hiobsbotschaft aufgenommen habe, erklärte Bundestrainer Nagelsmann: „Said hat sehr gut reagiert. In Köln hat er viel Konterraum, kann viele Wege in die Tiefe suchen, aber wir haben für Konter Maxi Beier dabei, der eine tolle Saison gespielt hat. Da musst du dann abwägen. Seine Zeit wird kommen, aber klar, er hätte es verdient, deswegen sind solche Gespräche dann schwer.“

Nicht nur für El Mala selbst ist die Absage bitter. Auch am Geißbockheim hatte man offenbar fest mit einer WM-Teilnahme gerechnet. Ein starkes Turnier in den USA, Kanada und Mexiko hätte den Marktwert des Offensivspielers weiter steigern können – womöglich sogar in Richtung einer Rekordablöse für die Kölner. Neben El Mala wurden außerdem auch junge Spieler wie Tom Bischof vom FC Bayern oder Assan Ouedraogo von RB Leipzig nicht für den WM-Kader berücksichtigt. (LF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Maximilian Koch

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