Warum hat der VAR nicht eingegriffen?

Wurde Bayern betrogen? VAR-Wirbel um Handspiel vor Inter-Ausgleich

Der FC Bayern hat sich mit einem 2:2 gegen Inter Mailand aus der Champions League verabschiedet. Eine Szene rund um das 1:1 von Lautaro Martinez sorgt für hitzige Diskussionen.

Nach dem frühen Rückstand aus dem Hinspiel (1:2) brachte Harry Kane die Bayern in der 52. Minute mit 1:0 in Führung – das Duell war wieder ausgeglichen. Doch nur sechs Minuten später der Schock: Lautaro Martinez erzielte nach einem Eckball den Ausgleich für Inter.

Inter vs Bayern Munich

Gräfe sieht klares Handspiel – VAR bleibt stumm

Doch hätte der Treffer überhaupt zählen dürfen? Nein, sagt Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe. Der ehemalige Bundesliga-Referee meldete sich nach Abpfiff auf der Plattform X zu Wort – mit einer klaren Einschätzung: „Der Treffer hätte nicht zählen dürfen.“

Gräfe zufolge berührte Martinez den Ball unmittelbar vor seinem Abschluss mit der Hand oder dem Arm, nachdem dieser von Joshua Kimmich abgefälscht worden war. Auf X teilte Gräfe Standbilder, die eine deutliche Bewegung in Richtung Ball zeigen. Der Argentinier soll sich den Ball mit dem Arm unabsichtlich, aber regelwidrig vorgelegt haben.

VAR hätte eingreifen müssen

Gräfe räumt ein: Für den Schiedsrichter auf dem Feld sei die Szene schwer zu erkennen gewesen – aber genau deshalb hätte der VAR eingreifen müssen. Die UEFA-Regularien sind in solchen Situationen eindeutig: Jedes Handspiel, das direkt zu einem Tor führt, muss geahndet werden – ob absichtlich oder nicht.

Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Schon im Januar wurde der FC Bayern intensiv mit Christopher Nkunku in Verbindung gebracht. Sportvorstand Max Eberl soll mit dem Spielerlager schon kurz vor einer Einigung gestanden haben. Eines der Hauptprobleme blieb die hohe Preisvorstellung des FC Chelsea. Jüngsten Medienberichten zufolge könnte der Ex-Leipziger im Sommer allerdings deutlich günstiger werden – und womöglich „nur“ 40 bis 45 Millionen Euro kosten.
Dass die Bayern Florian Wirtz (li.) unbedingt verpflichten wollen, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Klub-Bosse wollen das Duo Wirtz/Musiala nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch auf Vereinsebene sehen. Die Münchner wären wohl bereit, tief in die Tasche zu greifen, um das Supertalent am liebsten schon in diesem Sommer von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen loszueisen.
Nick Woltemade steht bei den Bayern weit oben auf der Stürmer-Wunschliste. Der U21-Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Sommer von Werder Bremen zum VfB Stuttgart, überzeugte seitdem die Bayern-Bosse von seinen Fähigkeiten. Sein Vertrag läuft noch bis 2028 – und beinhaltet keine Ausstiegsklausel.
Und noch ein deutscher Stürmer: Mit seiner überragenden Saison bei Mainz 05 spielte Jonathan Burkardt sich bereits in die deutsche Nationalmannschaft. Logisch, dass das auch den Rekordmeister auf den Plan ruft. Ex-Bayern-Profi Nils Petersen riet Burkardt aber jüngst, einen Bayern-Wechsel aufgrund geringer Einsatzchancen gut zu überdenken.
Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Dass Kimmich zuvor den Ball nicht klären konnte, spiele laut Gräfe keine Rolle.

Es wird spannend, zu sehen, ob und welche Erklärung die UEFA zu dieser Szene abgeben wird. Klar ist aber: Für den FC Bayern wird dies unter dem Strich nichts ändern. Die Münchner sind nach dem 2:2 ausgeschieden. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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