Starker Auftakt bei Klub-WM

Zwei Bayern-Stars nutzen umgehend die USA-Plattform

Der FC Bayern meistert den Auftakt bei der Klub-WM erfolgreich. Für gleich zwei Stars war die Partie gegen Auckland besonders wichtig.

München/Cincinnati – So Recht wusste man beim FC Bayern nicht, wo man vor der Auftaktpartie der Klub-WM gegen Auckland City FC stand.

Das klare und auch in der Höhe verdiente 10:0 (6:0) gegen die überforderten Ozeanien-Kicker zeigte aber deutlich, dass die Truppe von Trainer Vincent Kompany durchaus Bock auf den neuen Wettbewerb hat. Auch wenn die Beweggründe einzelner Akteure durchaus unterschiedlicher Natur sein könnten.

Fakt ist: Die Mannschaft wollte, agierte trotz klarer Führung über weite Strecken der Partie giftig und bespielte Auckland höchst professionell. Da hat man in den vergangenen Jahren Bayern-Teams gesehen, die sich mit Gegnern von diesem Kaliber schwerer taten.

Vor allem zwei Stars spielten sich im ersten Durchgang auffällig in den Vordergrund. Womöglich, weil sie das Schaufenster Klub-WM nutzen möchten?

Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars

Manuel Neuer hat seinen Vertrag beim FC Bayern nun noch einmal verlängert und wird daher bis mindestens 2025 den Kasten des Rekordmeisters hüten.
Jonas Urbig kam im Januar 2025 vom 1. FC Köln in die bayerische Landeshauptstadt, sein Vertrag läuft bis Sommer 2029.
Sven Ulreich hat ein Arbeitspapier beim FC Bayern bis 2025.
Daniel Peretz bei seiner Bayern-Vorstellung
Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars

Zwei Bayern-Stars nutzen umgehend das USA-Schaufenster

In jedem Fall sorgte Kingsley Coman nach nicht einmal sechs Minuten für den historischen ersten Treffer bei der FIFA Klub-WM. Dabei profitierte der Franzose natürlich davon, dass in der Nacht (MEZ) zuvor Al-Ahly und Inter Miami 0:0 spielten.

Trotz allem war Coman in den ersten 45 Minuten einer der auffälligsten Akteure. Nicht nur aufgrund seiner beiden Treffer und seiner zweier Assists.

Dem Flügelspieler legt man in München allerdings keine Steine in den Weg, sollte er nach einer Luftveränderung streben. Problem: Coman besitzt an der Säbener Straße noch einen Vertrag bis 2027 und wirklich konkret hat bislang noch kein Team um den 29-Jährigen gebuhlt. Vielleicht ja nach einer erfolgreichen Klub-WM?

„Über diese Streichlisten oder Verkaufskandidaten wird sehr viel geschrieben, wir haben das eine oder andere Statement zu den Spielern abgegeben“, sagte Max Eberl auf Coman angesprochen nach der Partie gegen Auckland in der Mixed Zone: „Sie sind aber trotzdem Spieler des FC Bayern. King (Coman, Anm. d. Red.) ist hier und bringt seine Leistung. Er ist ein sehr, sehr außergewöhnlicher Spieler, der eine ordentliche Runde gespielt hat in der letzten Saison.“

Die erste Elf des FC Bayern bei der neuen FIFA Klub-WM.

Klub WM: Kingsley Coman erzielt historischen Treffer – und könnte so den FC Bayern verlassen

Durch den Sané-Abgang haben die Bayern-Bosse natürlich nicht mehr den allergrößten Druck, Coman loszuwerden. Dennoch würde eine starke Klub-WM den Marktwert von Coman steigern – und das Geld könnte man dann womöglich in jüngere Flügelspieler investieren.

Einer, der im FCB-Trikot erstmals überhaupt auftrumpfen konnte, war Sacha Boey. Der Rechtsverteidiger, der in der vergangenen Saison fast schon bemitleidenswert schlecht agierte, soll den Verein auch verlassen – und scheint die US-Bühne und die Klub-WM nutzen zu wollen!

Der Rechtsverteidiger (Note 1) traf zum 2:0 selbst und bereite zudem noch das 6:0 durch Michael Olise vor. Mit Boey, Konrad Laimer und Josip Stanisic hat Kompany drei Rechtsverteidiger in seinem Team, weshalb der Franzose gehen soll.

Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Sacha Boey überzeugt erstmals im FCB-Trikot

Aufgrund seiner bislang wenig berauschenden Auftritte stehen die Interessenten natürlich nicht Schlange. Immerhin denkt angeblich Galatasaray über eine Rückholaktion (allerdings lediglich per Leihe) nach.

Durch starke Leistungen bei der Klub-WM könnten sich einige Bayern-Stars in den USA ins Blickfeld anderer Vereine spielen. Auch das dient womöglich der Motivation. Vielleicht sorgt genau das am Ende für den Erfolg beim FC Bayern?

Das wäre kurios, aber auch irgendwie passend. (smk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Andrey Heuler/M.i.S.

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