Herber Rückschlag für Olympiasieger
Biathlon: Sturz mit schweren Folgen – Jacquelins Experiment droht zu scheitern
Biathlon-Olympiasieger Emilien Jacquelin wollte neue Wege gehen. In der Vorbereitung schloss sich der Franzose einem professionellen Radteam an. Nach einem Sturz droht das Experiment zu scheitern. Sein Trainer bringt gar ein Fehlen in der kommenden Saison ins Spiel.
Im Februar wurde Emilien Jacquelin Biathlon-Olympiasieger mit der Staffel. Nach der Saison verblüffte der Franzose mit einem ungewöhnlichen Plan für die Vorbereitung.
Kurz nach dem Ende des Biathlon-Weltcups 2025/26 gab Jacquelin bekannt, dass er sich in der wettkampffreien Zeit im Radsport versuchen wird – auf professioneller Ebene. Der 30-Jährige hat einen sechsmonatigen Vertrag beim Entwicklungsteam von Décathlon CMA CGM unterschrieben.
Biathlon: Jacquelin stürzt im Training – Verletzung als komplizierte Angelegenheit
Jetzt hat das Experiment des 30-Jährigen einen herben Rückschlag erlitten. Wie die französischen Fachblätter ‚L’Équipe‘ und ‚Le Dauphiné Libéré‘ berichten, hat sich Jacquelin bei einem Sturz am 10. Mai unweit von Grenoble das Schlüsselbein gebrochen. Der Fünftplatzierte des vergangenen Biathlon-Weltcups wurde unmittelbar operiert, blickt nun aber einer ungewissen Zukunft entgegen.
Seinen ursprünglichen Plan, ab August an Profi-Radrennen teilzunehmen, muss er wohl über Bord werfen. Eine direkte Rückkehr zum Biathlon gestaltet sich ebenfalls als schwierig. Ein gebrochenes Schlüsselbein ist im Radsport Alltag, im Biathlon aber eine relativ schwere Verletzung. Sowohl das Langlaufen als auch das Schießen werden zu einer komplizierten Angelegenheit – auch wenn bei Jacquelin nicht die Schulter betroffen ist, die sein Gewehr stützt.
Biathlon: „Haben einige Richtlinien“ – Jacquelin könnte Weltcupsaison verpassen
Geht es nach den Aussagen des französischen Nationaltrainers Simon Fourcade, hat Jacquelin nun mehrere Optionen. „Wir haben einige Richtlinien für Emilien festgelegt“, erklärte Fourcade bei ‚L’Équipe‘ und ergänzte: „Wenn er die Biathlon-Saison mit uns beginnen möchte, muss er bis Ende August oder Anfang September zurück sein. Sollte es etwas später werden, müssen wir sehen, wie wir seine Rückkehr zum Biathlon gestalten können.“
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Jacquelin könnte gar die kommende Weltcupsaison verpassen. „Und wenn er sich entscheidet, seine Radsportkarriere voll zu verfolgen und nicht sofort zurückzukehren, wird er die Biathlon-Saison verpassen. Wir werden die Situation dann neu bewerten, um seine nächsten Schritte festzulegen“, so Fourcade abschließend. (Quelle: chiemgau24.de, truf)