Pioniere und Weltrekordler
Graf, Nowitzki und Schumacher: Die größten deutschen Sportlegenden

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Den Anfang bei den größten deutschen Sportlegenden macht „der Kaiser“: Wie kaum ein anderer prägte die 2024 verstorbene „Lichtgestalt“ dank seiner Eleganz die Fußball-Geschichte über die Grenzen von Deutschland hinaus – und das auch über seine aktive Spielerkarriere hinaus. Als eine von nur drei Personen wurde Franz Beckenbauer als Spieler (1974) und als Trainer (1990) Weltmeister.
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Der Tennis-Boom in Deutschland trägt seinen Namen: Als jüngster Spieler der Geschichte gewann Boris Becker 1985 im Alter von nur 17 Jahren das altehrwürdige Wimbledon-Turnier – der erste Grand-Slam-Titel eines deutschen Spielers. Es folgten für den einzigen deutschen Weltranglisten-Ersten fünf weitere Triumphe bei den bedeutendsten Turnieren der Welt und eine olympische Goldmedaille im Doppel. Auch der ein oder andere private Fauxpas kann nicht am Vermächtnis des Blondschopfes rütteln.
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Der wohl berühmteste Schnauzer der deutschen Handball-Geschichte gehört Heiner Brand. Wie der Kaiser wurde der mitunter knurrig wirkende Oberberger als Spieler und als Trainer Weltmeister – dies ist in der Historie des Handballs bislang noch keinem zweiten gelungen. Für seine illustre Karriere, in der er insgesamt 27 hochkarätige Titel gewinnen sollte, wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (2007) ausgezeichnet.
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Eine echte Ikone seines Sports ist Waldemar Cierpinski. Der Marathon-Läufer prägte die späten 70er- und frühen 80er-Jahre seiner Disziplin. Als nur einer von drei Sportlern konnte der DDR-Langstreckenläufer zwei olympische Goldmedaillen (1976 & 1980) gewinnen. Nach der Wende tauchte sein Name jedoch in Akten zur Aufarbeitung des staatlichen Zwangsdopings in der DDR auf.
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Bis heute gilt Heike Drechsler als eine der erfolgreichsten Weitspringerin der Geschichte. In ihrer aktiven Karriere gewann die in Gera geborene Leichtathletin 27 internationale Medaillen und stellte einen damaligen Weltrekord mit 7,48 Metern auf. Ihre größten Erfolge feierte Drechsler bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und 2000 in Sydney, als sie jeweils die Goldmedaille in ihrer Disziplin gewann.
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Die Königin des Kajaks: Birgit Fischer. Über 24 Jahre dominierte die Kanutin in ihrer Sportart. Bei ihren sechs olympischen Teilnahmen von 1980 bis 2004 sammelte die Brandenburgerin acht Gold- und vier Silbermedaillen und wurde darüber hinaus unglaubliche 27-mal Weltmeisterin. Bis 2024 war die erfolgreichste Kanurennsportlerin aller Zeiten auch die erfolgreichste Olympionikin Deutschlands.
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Geschichte schrieb Steffi Graf im Jahre 1988: Als erste – und einzige – Tennis-Spielerin gewann die Mannheimerin den Golden Slam, bestehend aus Triumphen in den vier Grand-Slam-Turnieren und dem Finale bei den Olympischen Spielen. Bereits im Alter von 14 Jahren hatte sie erklärt, die Nummer eins werden zu wollen. Ein Traum, den sich die 22-malige Grand-Slam-Siegerin wie keine andere je erfüllte. Ganze 377 Wochen (über sieben Jahre) führte sie die Weltrangliste an – bis heute Rekord. Ihre unvergleichliche Karriere beendete die Tennis-Legende 1999 im Alter von 30.
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Geschichte schrieb auch Sven Hannawald in seinem Sport. Wie einige andere Deutsche in ihrer Disziplin durfte der Skispringer einen bis dato nie dagewesenen Erfolg bejubeln. Bei der Vierschanzentournee im Winter 2001/02 gewann der heutige TV-Experte alle vier Springen und sicherte sich den sogenannten „Grand Slam“. Hannawald, der während seiner aktiven Zeit an Burnout erkrankte, engagiert sich seit seinem Karriereende 2004 gesellschaftlich und versucht durch seine Erfahrungen anderen Menschen zu helfen.
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Ein Deutscher als König der Sprinter: Trotz einer kurzen sportlichen Laufbahn avancierte Armin Hary zu einem der bedeutendsten Sprinter der 60er-Jahre. Auf einer Aschebahn (!) stellte der gebürtige Saarbrückener einen neuen Weltrekord auf: Als erster Sprinter brauchte Hary 1960 über 100 Meter nur 10,0 Sekunden. Wenig später folgten zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Rom, ehe er 1961 im Alter von 24 Jahren aufgrund einer Knie-Verletzung sowie eines Streits mit einem Funktionär seine Karriere beendete.
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Bernhard Kempa ist ein Pioneer des Handballs. Der „Monsieur Handball“ – oder „Kaiser“ des Handballs – war seinerzeit als bester und vielseitigster Spieler der Welt bekannt, insbesondere sein Spielwitz machten den zweimaligen Weltmeister (1952 & 1955) zum Aushängeschild. Sein Vermächtnis dürfen die Fans bis heute noch in den Hallen der Welt bewundern. Die 2017 im Alter von 96 Jahren verstorbene Legende ist Begründer des nach ihm benannten „Kempa-Trick“, bei dem der Werfer einen Pass im Sprung fängt und noch in der Luft abschließt.
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In seiner Geschichte hat Deutschland schon eine Reihe von herausragenden Athleten hervorgebracht. Eine Auswahl der größten deutschen Sportlegenden.
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