„Einen Fernseher habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr“
Trotz „Gefragt – Gejagt“-Job: Verstorbener Klaus Otto Nagorsnik hatte keinen Fernseher
Mit Wissen und Humor begeisterte Klaus Otto Nagorsnik seine Fans und die TV-Zuschauer. Privat gab es für den „Gefragt – Gejagt“-Jäger aber nur ein Medium – und das war kein Fernseher.
Münster – Bücher und Quizze waren seine Leidenschaft: Regelmäßig begeisterte Klaus Otto Nagorsnik (1955–2024) als „Jäger“ die Zuschauer der ARD-Quizshow „Gefragt – Gejagt“. Am 24. April 2024 gab der Sender überraschend den Tod des 68-Jährigen bekannt. So lebte der TV-Star abseits der Kameras – und ohne eigenen Fernseher.
Klaus Otto Nagorsnik: „So wurde ich der ‚Jäger‘“ bei „Gefragt – Gejagt“
Nagorsnik, der sein Leben lang als leidenschaftlicher Quizspieler galt, hielt sein Privatleben gern aus der Öffentlichkeit heraus, nur gelegentlich gab der „Gefragt – Gejagt“-Jäger Interviews. „Münster – Menschen, Geschichten und Erinnerungen“ verriet Nagorsnik einst, wie er es ins Fernsehen geschafft hatte: „Es gibt den Deutschen Quiz-Verein, bei dem ich mehrmals den Deutschland-Cup gewann. Das Fernsehen wurde auf mich aufmerksam, und so wurde ich der ‚Jäger‘.“
„Gefragt – Gejagt“ ist wieder da: Das sind die beliebtesten ARD-Jäger




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Doch trotz seiner Anstellung im Fernsehen, hegte der „Gefragt – Gejagt“-Star privat kein Interesse an einem solchen Gerät: „Einen Fernseher habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr. Ich glaube, dass das Medium Buch effizienter ist“, verriet Nagorsnik. Sowieso sei Lesen das Hobby des früheren Bibliothekars gewesen: „Aber ich lese immer noch viel zu wenig. Dann löse ich gern Rätsel, nehme an Quizwettbewerben teil und bereise die Welt mit dem Finger auf der Landkarte“, so der „Jäger“ mit seinem einzigartigen Humor.
Vom Bibliothekar zum „Jäger“: Das ist Klaus Otto Nagorsnik Geschichte
Seit 2014 gehörte Nagorsnik fest zu den Jägern der ARD-Quizsendung „Gejagt – Gefragt“, damals noch im NDR ausgestrahlt. In der Sendung tritt ein vierköpfiges Kandidatenteam gegen einen der Quizprofis – eine „Jägerin“ oder einen „Jäger“ – an. Nagorsnik, der 1955 in Billerbeck geboren wurde, studierte acht Semester Geschichte und Ethnologie in Berlin, bevor er eine Lehre zum Buchhändler absolvierte.
1983 nahm er eine Stelle als Bibliothekar in der Stadtbücherei Münster an, wo er bis zu seiner Rente blieb. Passend zu seiner früheren Tätigkeit wurde Nagorsnik in der ARD-Quizsendung der Spitzname „Der Bibliothekar“ verliehen. Nach dem Tod des „Gefragt – Gejagt“-Stars nahmen seine Kollegen im Netz Abschied. Verwendete Quellen: „Münster – Menschen, Geschichten und Erinnerungen“
Rubriklistenbild: © ARD/ Uwe Ernst
