Phishing-Betrugsmasche

Neue PayPal-Nachricht sorgt für Aufregung – Klick könnte schlimme Folgen haben

Die Verbraucherzentrale warnt Paypal-Kunden vor neuen Betrugsmaschen. Wer einen falschen Link anklickt, könnte das bitter bereuen. Aber es gibt Wege, sich zu schützen.

Hamm - Ob für die Essensbestellung bei Lieferando, der großen Online-Shoppingtour oder sogar für den Flug in den nächsten Urlaub. Millionen Menschen nutzen täglich Paypal, um online zu bezahlen – und das ruft auch immer wieder Betrüger Bildfläche.

Betrugsmasche bei Paypal: Diese Mail sollte nicht beantwortet werden

Die Verbraucherzentrale hat im Phishing Radar schon häufig vor Betrugsmails an Paypal-Kunden gewarnt – obwohl das Unternehmen immer wieder die Sicherheitsmaßnahmen anpasst. Nun gibt es eine neue Masche: Anfang August haben zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher eine vermeintliche Mail von Paypal bekommen, so die Verbraucherzentrale.

Das Besondere dabei: „Die Mail ist aufgebaut wie eine typische Zahlungsbenachrichtigung des Online-Bezahldienstes. Sie beginnt mit einer neutralen Anrede, in der man mit der eigenen Mailadresse angesprochen wird. In großer Überschrift folgt eine vermeintliche Zahlungsbenachrichtigung über 962,72 € an ein großes Reiseunternehmen.“

Aktuell ist eine Phishing-Mail im Namen von PayPal im Umlauf.

Doch dahinter steckt ein Betrug. Denn neben weiteren Angaben zum angeblichen Transaktionsdatum und dem Transaktionscode befindet sich ein Button mit der Aufschrift „Transaktion Stornieren“. Die Verbraucherzentrale warnt davor, den Link anzuklicken, denn so könnten Daten und Passwörter in die falschen Hände geraten. „Wir empfehlen Ihnen jedoch die Ruhe zu bewahren und diese Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben“, heißt es weiter.

Das ist eine Pishing-Mail

► Bei Phishing-Mails handelt es sich um einen Betrugsversuch, bei dem Empfängersystem mit einem Schadprogramm infiziert und so persönliche Daten und Passwörter ausspioniert werden. So stehlen Betrüger Daten oder buchen sogar Geld von Konten ab.

► So entsteht auch der Name – ein Kunstwort, das sich aus „Passwort“ und „Fishing“ zusammensetzt.

► Gezieltes Phishing ist eine Straftat und kann böse Folgen für die Opfer haben. Und mittlerweile gibt es mehrere Unterarten des Phishings – in Anlehnung an den Kommunikations- oder Medienkanal, auf dem sie auftreten. Dazu zählen Smishing (Betrug per SMS) oder Quishing (Betrug per QR-Code).

Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 

Betrugsmasche bei Paypal: Wie Kunden sich vor Pishing-Mails schützen können

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Mail relativ schnell verifizieren. Paypal-Kundinnen und -Kunden sollten sich bei der offiziellen Seite oder in der App anmelden und können dort einsehen, ob die Mail – und somit die Zahlungsaufforderung – echt sind. „Außerdem entlarven die Absendeadresse und die verlinkte Webseite diese Mail als Phishing-Versuch“, erläutert die Verbraucherzentrale.

Aktuell modernisiert Paypal die Authentifizierungs-Möglichkeiten für einige Bestandskunden. Dadurch sollen die Kundinnen und Kunden besser vor Betrugsmaschen geschützt werden.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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