Shitstorm auf Social Media
Statur in Touristenort sorgt in Touristenort für Empörung - sie verärgert den ‚Regen-Gott
Ursprünglich war die Errichtung einer Poseidon-Statue auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán dazu gedacht, den Tourismus zu beleben. Stattdessen sind nun viele Bewohner der Meinung, sie habe Hurrikan Beryl verursacht.
Progreso – Auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko wütete Anfang Juli der Hurrikan Beryl. Kurz nach der Naturkatastrophe sorgt der Küstenort Progreso in Yucatán für Aufsehen. Grund dafür ist eine Statue des griechischen Meeresgott Poseidon. Diese wurde Ende Mai errichtet und sorgt seit dem für Chaos in dem beliebten Touristenort. Mittlerweile wurde die Statue sogar schon wieder symbolisch geschlossen.
Auslöser für Hurrikan Beryl? Poseidon-Statue sorgt für Entrüstung in sozialen Netzwerken
Grund für das Aufsehen sind mehrere Social-Media-Posts, in denen Nutzer behaupteten, dass die Errichtung der Statue Ende Mai den Maya-Regengott Chaac verärgert habe. Demnach sei der Zorn von Chaac der Grund dafür, dass die Gegend durch Hurrikan Beryl bedroht wurde.
Eigentlich sollte die Errichtung der Statue zur Tourismusförderung beitragen. Stattdessen wurden die Stimmen, die drei Meter hohe Statue abzureißen, immer lauter. Darüber berichtet Mexican News Daily.
Y como los Yucatecos no se querían quedar atrás, ya se están organizando para ir a tirar la estatua de Poseidón en Progreso, Yucatán, porque desde que llegó llueve un chingo.
— Dulcinea del Toboso (@dlcnea_toboso) July 2, 2024
Y por eso arrasó Claudia. Ven como sí están bien pendejos los mexicanos? Faltará mucho para que caiga… pic.twitter.com/libP8qtDeZ
Aktivisten und Anwälte klagen gegen Poseidon-Statue in Yucatán
Eine Facebook-Veranstaltung mit dem Titel „Geh und zerstöre die Statue von Poseidon“ alarmierte Mitte Juli dann die Behörden in Progreso besonders. Daraufhin begannen Mitglieder der Umweltpolizei von Progreso die Poseidon-Statue zu bewachen. Inzwischen haben die Organisatoren der Facebook-Veranstaltung allerdings bestätigt, dass alles nur ein Scherz war. Die Facebook-Veranstaltung ist nun als abgesagt gekennzeichnet.
Doch der Ärger über die Statue ist noch nicht vorüber. Der US-amerikanische Nachrichtensender NBC berichtet nun, dass die mexikanischen Behörden die Wasserstatue des griechischen Meeresgottes symbolisch „geschlossen“ hätten. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass die Statue ganz entfernt werde. Denn eine Gruppe von Anwälten von Aktivisten hat Klage gegen die Errichtung eingereicht. Laut den Aktivisten verletze die Statue den Glauben der örtlichen indigenen Maya-Gruppen. Zudem lag für die Statue wohl keine Genehmigung vor, das teilte die mexikanische Umweltbehörde mit.
In Italien musste Behörden vor Kurzem Konsequenzen ziehen, weil zu viele Touristen die beliebte Julia-Statue angriffen. (jus)
Rubriklistenbild: © Montage: Screenshot/X/Dulcinea del Toboso/Imago
