Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Deutschland vor dem nächsten Wetter-Umschwung: Temperatursturz, April-Schnee und Gewittergefahr

Ein massiver Wetterumschwung rollt heran: Nach frühsommerlicher Wärme drohen Kälte, Schnee und Gewitter. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Die Temperaturen sinken auf etwa 7 bis -1 Grad im Westen und +1 bis -5 Grad im Osten. Dabei droht verbreitet Bodenfrost, besonders im Osten und Südosten, wo es lokal auch strenger auskühlen kann.

Regen- und sogar Schneeschauer (lila Farbflächen) am kommenden Freitag (10. April): „Der April macht, was er will“

Am Mittwoch (8. April) zeigt sich das Wetter noch von seiner freundlichen Seite. Während es im äußersten Osten zeitweise wolkig bleibt, scheint sonst häufig die Sonne, nur dünne Schleierwolken ziehen durch. Die Temperaturen steigen auf etwa 9 Grad auf Rügen und erreichen bis zu 22 Grad am Oberrhein. Der Wind weht schwach bis mäßig aus östlichen Richtungen. In der Nacht zum Donnerstag bleibt es überwiegend trocken bei einem Mix aus Wolken und klaren Abschnitten.

Wetter kippt am Donnerstagnachmittag spürbar

Am Donnerstag (9. April) selbst bleibt es im Osten noch freundlich mit viel Sonne. Doch von Westen und Nordwesten ziehen zunehmend dichte Wolken auf, die im Tagesverlauf Schauer und vereinzelt auch Gewitter bringen können. Die Temperaturen erreichen nur noch 5 bis 10 Grad an den Küsten, 10 bis 14 Grad im Osten und bis zu 22 Grad im Breisgau. Der Wind frischt spürbar auf und kommt aus Ost bis Südost, an der Küste mit starken Böen. In der Nacht zum Freitag breitet sich von Westen kräftiger Regen aus, der bis etwa zur Elbe vorankommt. In höheren Lagen fällt Schnee, und besonders im Südwesten sind einzelne Gewitter mit Sturmböen möglich. Die Temperaturen gehen deutlich zurück auf etwa +7 bis -4 Grad.

Freitag bringt den Wettersturz in Deutschland

Am Freitag (10. April) zeigt sich im äußersten Nordosten noch einmal die Sonne, doch sonst dominieren dichte Wolken, Schauer und örtlich Gewitter. In den Mittelgebirgen und Alpen fällt weiterhin Schnee, teils bis in mittlere Lagen um 900 bis 1000 Meter oder etwas darunter. Der Wind weht meist mäßig aus Nordwest, in Schauern und Gewittern sind stürmische Böen möglich. Auch in der Nacht zum Samstag bleibt es kühl mit Tiefstwerten zwischen +3 und -4 Grad, dazu verbreitet Bodenfrost. Am Samstag setzt sich dann wieder ruhigeres Wetter mit viel Sonne durch, allerdings bei deutlich niedrigeren Temperaturen von nur 11 bis 17 Grad, an der See und im Bergland kaum mehr als 9 Grad.

Rubriklistenbild: © metdesk/www.wxcharts.com

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