Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Schnee am Karfreitag, 25 Grad an Ostern: Was dieses eine Wettermodell zeigt, ist wirklich der Wahnsinn
Von Spätwinter zu frühsommerlicher Wärme: Die Wettermodelle schlagen plötzlich um. Noch drohen Schneeflocken, doch pünktlich zu Ostern könnten die Temperaturen stark ansteigen – mit überraschender Wendung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Das Wetter zeigt sich aktuell von seiner extrem wechselhaften Seite. Laut dem US-Modell NOAA beziehungsweise dem GFS droht zur Karwoche zunächst ein Rückfall in spätwinterliche Verhältnisse. Besonders rund um Karfreitag könnten erneut bis in mittlere Lagen nasse Schneeflocken fallen, während in den Mittelgebirgen sogar Schneeregen oder Schnee möglich ist.
Für April ist das zwar nicht völlig ungewöhnlich, doch die Intensität und das Timing sorgen für Aufmerksamkeit. Statt frühlingshafter Temperaturen würde vielerorts eher ungemütliches, kaltes Wetter dominieren.
Karwoche startet winterlich – Ostern bringt überraschende Wende
Das Wetter zeigt sich aktuell von seiner extrem wechselhaften Seite. Laut dem US-Modell NOAA beziehungsweise dem GFS droht zur Karwoche zunächst ein Rückfall in spätwinterliche Verhältnisse. Besonders rund um Karfreitag könnten erneut bis in mittlere Lagen nasse Schneeflocken fallen, während in den Mittelgebirgen sogar Schneeregen oder Schnee möglich ist.
Doch die neuesten Berechnungen zeichnen ein völlig anderes Bild für das Osterwochenende. Innerhalb weniger Stunden kippt die Prognose deutlich in Richtung mild und sonnig. Das GFS rechnet ab Karsamstag (4. April) mit steigenden Temperaturen und freundlicherem Wetter. Am Ostersonntag (5. April) könnten bereits 15 bis 22 Grad erreicht werden, vor allem im Westen und Südwesten.
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Noch bemerkenswerter ist die Entwicklung am Ostermontag (6. April): Hier sind laut aktuellen Läufen regional bis zu 25 Grad möglich – ein früher Sommertag mitten im April. Selbst die erfahrene deutsche Meteorologin Kathy Schrey zeigt sich erstaunt und ordnet die Lage klar ein: „Solche schnellen und extremen Temperaturwechsel innerhalb weniger Tage sieht man wirklich nur sehr selten.“ Diese Aussage unterstreicht, wie außergewöhnlich die aktuelle Entwicklung ist.
Europäisches Wetter-Modell deutlich zurückhaltender
Ein Blick auf das europäische Modell ECMWF zeigt jedoch ein vorsichtigeres Szenario. Auch hier wird es zu Ostern freundlicher und milder, allerdings bewegen sich die Temperaturen eher zwischen 13 und 18 Grad. Das entspricht typischem Frühlingswetter und liegt deutlich unter den GFS-Werten. Die Unterschiede zwischen den Modellen verdeutlichen, wie unsicher die Lage derzeit noch ist.
Ob tatsächlich frühsommerliche Wärme oder eher moderates Aprilwetter eintritt, bleibt abzuwarten. Klar ist aber schon jetzt: Die kommenden Tage bringen eine spannende und ungewöhnliche Wetterentwicklung.
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