Grippe grassiert auch bei uns

Grippewelle? Vermehrt Fälle von Influenza in Hamm

ILLUSTRATION - Eine Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst und kann Betroffene regelrecht lahmlegen. (zu dpa: „Grippe: Wie erkenne ich sie, wie werde ich wieder fit?“) Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
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Eine Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst und kann Betroffene regelrecht lahmlegen.

Völlig abgeschlagen, Schmerzen im ganzen Körper und dazu Schnupfen, Husten, Halsschmerzen: Mit diesen Symptomen erscheinen immer mehr Hammer in den heimischen Arztpraxen. Die Grippe geht auch hier um.

Hamm – Laut Einschätzung von Dr. Ulrike Leise-Rauße macht sich die derzeit grassierende Grippe auch in Hamm eindeutig bemerkbar. Die Vorsitzende des Hammer Ärztevereins registriert in ihrer Praxis zahlreiche Influenza-Fälle, wenn auch weniger als im Vorjahres-Monat. Dies führt sie auf die Vorbeugung im Herbst zurück. „Wir haben geimpft wie die Weltmeister. Seit September gingen bei uns 1000 Impfdosen durch. Das dürfte sich auszahlen“, so ihre Vermutung.

Nicht alle Ärzte in Hamm testen

Von ihren Kollegen ist allerdings zu hören, dass sie eine Vielzahl an Patienten mit Grippe behandeln. Nicht alle Ärzte würden auch jeweils einen Abstrich durchführen und damit Gewissheit erlangen, ob es sich jeweils um eine Influenza-Infektion oder eine Erkältung handelt. Generell seien Atemwegserkrankungen aller Art aber auf dem Vormarsch. Das RKI hat dazu jüngst Zahlen für Deutschland veröffentlicht.

Dr. Ulrike Leise-Rauße ist Vorsitzende des Ärztevereins Hamm.

„Die Welle ist unterwegs. Wir haben uns gerade alle noch an Weihnachten und Silvester geknuddelt, das waren ideale Bedingungen für die Viren. Nun kommen Patienten zu mir, die sich ganz plötzlich wie von einem Baseballschläger niedergeknüppelt fühlen.“ Diese Symptomatik spreche für eine Influenza.

Ebenfalls RS-Virus unterwegs

Leise-Rauße führt in diesen Fällen stets einen Multiplex-Abstrich durch, um Gewissheit zu erlangen. So hat sie auch vermehrt Fälle von RS-Infektionen festgestellt. Auch hier gebe sie ihren Patienten mit: viel trinken, viel Ruhe, Abstand halten und Hygieneregeln einhalten.

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