Erst lesen, dann schauen!

Romanadaptionen 2026: Von diesen Buchverfilmungen spricht bald jeder

Szenenfoto aus dem Netflix-Film People We Meet on Vacation
1 von 25
„People We Meet on Vacation“ folgt zwei besten Freunden, die jedes Jahr gemeinsam verreisen – bis ein ungeklärter Streit alles zerstört und einer von beiden versucht, das Verlorene zurückzugewinnen. Emily Henrys gleichnamiger Bestseller-Roman dient als Vorlage; Tom Blyth und Emily Bader spielen die Hauptrollen. Die romantische Komödie erschien im Januar 2026 auf Netflix.
Ausschnitt aus „Wuthering Heights“
2 von 25
„Wuthering Heights“ – Emily Brontës unsterbliche Geschichte aus dem Jahr 1847 über Liebe, Rache und Obsession auf den englischen Moorlandschaften wird mit einem düsteren, sinnlichen Ton neu interpretiert. Regisseurin Emerald Fennell inszeniert den Stoff mit Margot Robbie als Catherine und Jacob Elordi als Heathcliff. Der Film startete bereits im Februar 2026 in den Kinos.
Das Filmposter zu The Bride!
3 von 25
„The Bride!“ ist eine feministische Neuinterpretation von Mary Shelleys „Frankenstein“ – diesmal aus der Perspektive der Kreatur, die für den Monster-Bräutigam erschaffen wird und sich ihrer eigenen Existenz zu widersetzen beginnt. Maggie Gyllenhaal hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Jessie Buckley spielt die Braut, während Christian Bale als Wissenschaftler zu sehen ist. Weitere prominente Darsteller sind Jake Gyllenhaal, Annette Bening, Peter Sarsgaard und Penélope Cruz. Deutscher Kinostart: 5. März 2026.
Szene aus dem Film Reminders of Him alias Für immer ein Teil von dir
4 von 25
„Für immer ein Teil von dir“ erzählt von Kenna Rowan, die nach Jahren im Gefängnis versucht, wieder Fuß zu fassen – und dabei auf die Familie des Mannes trifft, für dessen Tod sie verantwortlich ist. Der Film basiert auf dem Bestseller „Reminders of Him“ von Colleen Hoover und ist ein Liebes- und Familiendrama mit Maika Monroe und Tyriq Withers in den Hauptrollen. Regie führte Vanessa Caswill. In den deutschen Kinos startet der Film am 12. März 2026.
Filmszene aus „Project Hail Mary“ mit Ryan Gosling.
5 von 25
„Der Astronaut – Project Hail Mary“ wirft Ryan Gosling als Astronauten Ryland Grace ins All – allein auf einem Raumschiff, ohne Erinnerung an seinen Auftrag, aber mit der Aufgabe, die Erde vor einer kosmischen Katastrophe zu retten. Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigem Science-Fiction-Roman entstand unter der Regie von Phil Lord und Chris Miller, mit Sandra Hüller als prominenter Co-Darstellerin. Kinostart in Deutschland ist am 19. März 2026.
Szene aus dem Spielfilm Vier minus drei
6 von 25
„Vier minus drei“ basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Barbara Pachl-Eberhart, die darin verarbeitet, wie sie ihren Mann und ihre zwei Kinder durch einen Autounfall verlor. Regisseur Adrian Goiginger erzählt dieses erschütternde Drama mit Valerie Pachner und Robert Stadlober in den Hauptrollen, dazu spielen Hanno Koffler, Stefanie Reinsperger und Ronald Zehrfeld weitere Charaktere. Kinostart in Deutschland ist der 16. April 2026.
Szene aus dem Film Allegro Pastell
7 von 25
„Allegro Pastell“ folgt zwei jungen Menschen, die eine moderne Fernbeziehung führen und dabei versuchen, Nähe und Freiheit gleichzeitig zu leben. Anna Roller hat Leif Randts gleichnamigen Roman von 2020 verfilmt – das Drehbuch schrieb der Autor selbst. Mit Jannis Niewöhner und Luna Wedler in den Hauptrollen sowie Martina Gedeck in einer Nebenrolle. Kinostart in Deutschland ist der 16. April 2026.
Maximilian Brückner als Wiggerl / EIN MÜNCHNER IM HIMMEL - DER TOD IST ERST DER ANFANG ab 14. Mai 2026 im Verleih von LEONINE Studios im Kino
8 von 25
„Ein Münchner im Himmel“ schickt Taxifahrer Wiggerl Brunner nach einem Unfall in den Himmel – wo statt Bier und Blasmusik nur Soja-Manna und Yoga auf ihn warten. David Dietl hat die Satire von Ludwig Thoma neu interpretiert, mit Maximilian Brückner in der Hauptrolle und Hannah Herzsprung an seiner Seite. Kinostart ist der 14. Mai 2026.
Szene aus dem Film Glennkill: Ein Schafskrimi
9 von 25
„Glennkill: Ein Schafskrimi“ folgt einer Schafherde, die den Mord an ihrem Schäfer selbst aufklärt. Grundlage ist der 2005 erschienene deutsche Roman „Glennkill“ von Leonie Swann, der weltweit Millionen Lesende fand und auf Englisch „Three Bags Full: A Sheep Detective Story“ heißt. Hugh Jackman und Emma Thompson übernehmen die Hauptrollen in dieser ungewöhnlichen Kriminalkomödie. Kinostart ist der 8. Mai 2026.
Szene aus dem Film Remarkably Bright Creatures mit Sally Field
10 von 25
„Remarkably Bright Creatures“ handelt von einer älteren Witwe, die im Nachtdienst eines Aquariums eine unerwartete Freundschaft schließt – mit einem Riesenkraken und einem jungen Mann, der auf der Suche nach seiner Herkunft ist. Der Netflix-Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Shelby Van Pelt und wurde von Olivia Newman inszeniert. Sally Field und Lewis Pullman spielen die Hauptrollen, auf Netflix verfügbar ab dem 8. Mai 2026.
  • Nadja Spielvogel
    VonNadja Spielvogel
    schließen

Literatur im Kino bleibt ein verlässlicher Trend. 2026 bringt eine außergewöhnliche Bandbreite an Stoffen, Genres und Inszenierungsstilen.

Von antiken Epen bis zu Social-Media-Bestsellern

Romanadaptionen gehören seit jeher zum festen Inventar der Filmindustrie. Das Kinojahr 2026 zeigt dabei eindrucksvoll, wie breit das Spektrum literarischer Vorlagen mittlerweile geworden ist. Von Homers „Odyssee“, die Christopher Nolan mit Matt Damon in der Hauptrolle inszeniert, bis zu Colleen Hoovers Bestseller-Thriller „Verity“ mit Anne Hathaway reicht die Bandbreite. Dazwischen finden sich Klassiker der englischen Literatur wie Jane Austens „Sinn und Sinnlichkeit“ oder Emily Brontës „Wuthering Heights“, aber auch deutsche Gegenwartsromane wie Leif Randts „Allegro Pastell“ oder Jenny Erpenbecks „Heimsuchung“.

Genres und Zielgruppen: Vielfalt statt Langeweile

Die Vielfalt zeigt sich nicht nur in der Auswahl der Vorlagen, sondern auch in den Genres. Science-Fiction-Fans dürfen sich auf Denis Villeneuves „Dune: Part Three“ und die Verfilmung von Andy Weirs „Project Hail Mary“ freuen, während Fantasy-Liebhaber mit Greta Gerwigs „Narnia: The Magician‘s Nephew“ oder dem Stop-Motion-Film „Wildwood“ bedient werden. Familienfilme stehen neben düsteren Psychothrillern, postapokalyptische Dramen neben Liebesgeschichten. Diese Bandbreite zeigt, dass literarische Stoffe keine bestimmte Zielgruppe oder ein festes Genre bedienen, sondern in nahezu allen filmischen Formaten funktionieren können.

Darauf können sich Leseratten freuen: Diese 25 Romane werden 2026 zu Serien

Szene aus der Serie Run Away alias Suche mich nicht
Szenenfoto aus der Netflix-Serie His & Hers
Alfie Allen in Girl Taken
Mia McKenna-Bruce in „Agatha Christie‘s Seven Dials“ auf Netflix
Darauf können sich Leseratten freuen: Diese 25 Romane werden 2026 zu Serien

Blockbuster trifft Arthouse

Interessant ist auch die Spanne zwischen großen Studiofilmen und kleineren, unabhängigen Produktionen. Während Franchises wie „Die Tribute von Panem“ oder „Dune“ auf maximale Reichweite setzen, entstehen parallel Arthouse-Produktionen wie Volker Schlöndorffs „Heimsuchung“ oder Tina Gharavis „Virginia Woolf‘s Night and Day“. Beide Welten teilen sich die gleiche Grundlage – eine literarische Vorlage –, gehen aber völlig unterschiedliche Wege in der filmischen Umsetzung.

Was sie verbindet: Sie alle bieten starke Geschichten, die sich für eine visuelle Umsetzung eignen. Das Kinojahr 2026 zeigt damit einmal mehr, dass Romanadaptionen ein stabiler und gleichzeitig wandlungsfähiger Bestandteil der Filmlandschaft bleiben.

Rubriklistenbild: © Amazon MGM Studios/Universal Pictures/Lionsgate

Kommentare