Matcha-Boom
Mehr als Latte: Die überraschende Vielfalt der Matcha-Getränke
VonNadja Spielvogelschließen
Der Boom ums grüne Matcha-Pulver hält an – und das aus gutem Grund. Denn kaum ein Getränk ist vielseitiger als der grüne Tee aus Japan. Welche Matcha-Drinks sind im Trends?
Matcha ist kein neuer Trend – das leuchtend grüne Pulver hat eine jahrhundertealte Geschichte. Im 12. Jahrhundert brachte der japanische Mönch Myoan Eisai die Tradition des Pulvertees von China nach Japan, wo er sich als fester Bestandteil der Teezeremonie etablierte. Heute ist Matcha längst aus diesem zeremoniellen Rahmen herausgewachsen und hat vor allem als Matcha Latte Cafés, Küchen und Social-Media-Feeds rund um den Globus erobert, so dass es in Japan bereits zu Engpässen kommt.
Was steckt im grünen Pulver?
Matcha ist fein gemahlener Grüntee der Sorte Tencha. Die Teepflanzen werden vor der Ernte mehrere Wochen beschattet, was den Chlorophyll- und Theaningehalt erhöht. Das Besondere: Beim Trinken nimmt man das gesamte Blatt auf, nicht nur den Aufguss. Das Pulver enthält Antioxidantien, B-Vitamine, Eisen, Kalium und Katechine – allen voran das viel diskutierte EGCG (Epigallocatechingallat). Auch wenn Matcha Koffein enthält, wirkt dieses langsamer als bei Kaffee, da es an Katechine gebunden ist. Doch wissenschaftliche Belege für weitreichende Gesundheitsversprechen fehlen bislang. Empfohlen werden maximal zwei bis drei Tassen täglich.
Matcha Drinks: Eine Welt voller Variationen
Die Fotostrecke zeigt, wie vielseitig Matcha heute eingesetzt wird – vom klassisch aufgeschlagenen Tee über fruchtige Kombinationen wie Matcha Tonic oder Sakura Matcha bis hin zu alkoholischen Varianten wie dem Matcha Whiskey Highball. Wer es fruchtig mag, liegt bei Matcha-O oder Iced Mango Matcha richtig. Herbstlich wird es mit dem Chai Matcha. Es gibt noch weitere trendige Abwandlungen, die einen Blick wert sind: Vanilla Matcha Latte, Maple Matcha Latte, Passionfruit Matcha oder Matcha Banana punkten mit ihrer unkomplizierten Süße.
Smoothies, Cocktails und Säfte: Diese Zutaten machen Sommerdrinks wirklich gesund




Qualität und Herkunft zählen
Wer Matcha kauft, sollte auf Qualität achten: Der Begriff „Matcha“ ist lebensmittelrechtlich nicht geschützt, weshalb nicht jedes Produkt echtes Tencha-Pulver enthält. Zudem können Matcha-Produkte natürlicherweise Aluminium aus dem Boden aufnehmen – die EFSA empfiehlt daher einen bewussten, maßvollen Konsum. Für Schwangere, Stillende und Kinder gilt besondere Vorsicht. Wer das beachtet, kann Matcha in all seinen Variationen unbesorgt genießen.
Rubriklistenbild: © IMAGO










