Selbst säen oder umpflanzen?

Samen oder Setzlinge: Was ist das Richtige für Ihren Garten?

Ob das Säen von Samen oder das Pflanzen von Setzlingen in Ihrem Garten vorteilhafter ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

Im Frühjahr stehen Hobbygärtner oft vor der Entscheidung, ob sie die Pflanzen für die neue Saison selbst aussäen oder auf Jungpflanzen zurückgreifen sollen. Beide Methoden sind weit verbreitet und bieten jeweils ihre Vor- und Nachteile. Die Wahl zwischen Direktsaat und Vorkultur hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem die Pflanzenart, der verfügbare Platz und die individuellen Gartenbedingungen spielen eine Rolle.

Aussaat: Der natürliche Start

Einer der größten Pluspunkte des Selbstaussäens zeigt sich im Preis, da Samen in der Regel günstiger sind als Jungpflanzen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, das Wachstum von Anfang an zu beobachten und mitzuerleben. Für Gärtner, die besondere oder lokale Sorten anbauen möchten, die oft im Handel nicht erhältlich sind, ist die direkte Aussaat außerdem häufig die einzige Möglichkeit.

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Dennoch gilt es zu beachten, ob die gewünschte Pflanze sich überhaupt für das Selbstaussäen eignet. Das ist generell bei schnell wachsenden Arten wie Radieschen, Spinat und Salat der Fall. Ebenso sollten Pflanzen mit empfindlichen Wurzeln, wie Möhren und Pastinaken, direkt gesät werden, um Schäden beim Umpflanzen zu vermeiden. Auch bei bestimmten Kräutern wie beispielsweise Dill oder Petersilie ist eine eigenhändige Saat sinnvoller. Diese keimen und gedeihen nämlich direkt im Beet besser als vorgezogene Topfpflanzen.

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Eine Frau begutachtet eine Salbeipflanze
Kresse in einer halbierten Eierschale in einem Eierbecher in Huhnform
Zweige und Blüte von Strauchbasilikum (Ocimum basilicum) Magic Blue in der Nahaufnahme
Ein älterer Herr riecht an einer großen Bohnenkrautstaude
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Jungpflanzen: Der schnelle Erfolg

Wer auf Jungpflanzen setzt, spart sich vor allem Zeit und gewährt dem Beet einen Entwicklungsvorsprung, was besonders bei Gemüsen mit langer Kulturzeit – wie den meisten Kohlarten – der Fall ist. Bei wärmeliebenden Pflanzen wie beispielsweise Tomaten oder Paprika ist die Vorkultur sogar ein Muss, da sie für ein gutes Wachstum Temperaturen über 20 Grad Celsius benötigen. Bis diese Bedingungen im Garten gegeben sind und es keine frostigen Nächte mehr gibt, müssen die Pflanzen also im Haus gedeihen und dann erst umgepflanzt werden. Durch das Vorziehen ist die Saat außerdem zunächst vor Schädlingen und Vögeln sowie der Gefahr überwuchert zu werden geschützt. Wenn sie schon etwas größer sind und dann in das Beet kommen, können sie sich dort besser behaupten.

Bei einigen Pflanzen bietet sich das Vorziehen und anschließende Umpflanzen an.

Pflanzen selber zu Hause vorziehen

Falls Sie sich also dazu entscheiden, die Pflanzen selbst im Haus vorzuziehen, sollten Sie dafür einen sonnig-warmen, aber vor Zugluft geschützten Platz, idealerweise auf der Fensterbank, finden. Ansonsten können auch UV-Lampen fehlendes Sonnenlicht zumindest ergänzen. Spezielle Anzuchterde sorgt dafür, dass die Saat nicht zu schnell, sondern kräftig wächst. Gepflanzt werden diese in sogenannte Anzuchttöpfe, die man entweder im Fachhandel kaufen kann oder auch ganz leicht selber machen kann.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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