Dos and Don‘ts

Tomaten richtig pikieren – mit diesen vier Tipps wird nichts schiefgehen

Das Vereinzeln der Pflanzen ist ein sehr wichtiger Schritt für die Tomaten-Anzucht. Damit sie den besten Start ins Leben bekommen, muss man dabei einiges beachten.

Die ersten Hürden sind geschafft, wenn das Tomaten-Saatgut nach der Aussaat aufgegangen ist. Damit aus den zarten Keimlingen in den nächsten Wochen bis zum Auszug nach draußen kräftige Jungpflanzen werden, sind aber noch ein paar Punkte zu beachten. Neben ganz viel Licht und der richtigen Temperatur für das Wachstum ist das Pikieren, also Vereinzeln und Umtopfen der Pflanzen, ein sehr wichtiger Schritt. Hierbei werden schwache Exemplare aussortiert und nur die vielversprechenden weiter kultiviert. Folgende Tipps führen zu besten Ergebnissen:

1. Der richtige Zeitpunkt: Nicht zu lange warten

Beim Pikieren bekommt jede einzelne Pflanze einen eigenen Topf. Der sollte nicht zu groß sein.

Etwa drei Wochen nach der Aussaat zeigen sich nach dem typischen Paar der Keimblätter die ersten „echten“ Laubblätter der Tomatenpflanze. Jetzt muss man den Pflanzen nicht mehr viel Zeit geben, um sich weiterzuentwickeln, sondern macht sich am besten gleich an die Arbeit, bevor die Triebe zu dünn nach oben schießen. In der Regel sind mehr Samen aufgegangen, als benötigt werden. Daher sollte man sich am besten nur die kräftigsten Exemplare zum Pikieren heraussuchen, nicht die längsten.

2. Die richtige Technik: Erde vorab wässern

Etwa zwei Stunden vor dem Pikieren werden die Tomatenpflanzen gewässert, damit sie sich besser aus der Anzuchtschale lösen lassen. Wenn es so weit ist, werden die Pflänzchen mitsamt der Erde von unten aus der Schale geschoben. Dann werden sie mithilfe eines Pikierstabs oder eines Stöckchens voneinander getrennt. Mit den zarten Wurzeln sollte man sehr sorgsam umgehen, um die Hauptwurzel nicht zu beschädigen. Sind die Wurzeln mehr als zwei Zentimeter lang, kann man sie etwas einkürzen, das fördert einen kräftigen Wuchs. 

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3. Der neue Topf: Die beste Pflanztiefe

Die neuen Töpfchen (Durchmesser etwa acht bis zehn Zentimeter) mit Kompost, Kräutererde oder einer Mischung aus torffreier Gemüseerde und Anzuchterde sollten schon parat stehen. Die Erde darf nicht zu kalt sein. Mit dem Pikierstab wird jeweils ein passendes Loch mittig in die Erde gedrückt. Damit die jungen Pflanzen nach dem stressigen Umzug nicht zu wackelig sind und schnell Fuß fassen können, setzt man sie bis fast bis zu den Keimblättern in die Erde – im Gegensatz zu Salat oder Kohlrabi mögen Tomaten den tiefen Stand gerne, denn sie wurzeln später auch entlang des Stiels. Dann wird die Erde leicht angedrückt und mit einer Sprühflasche vorsichtig angefeuchtet. 

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4. Die nächsten Tage: Nicht zu sonnig und nicht zu warm  

Einmal umgetopft, dürfen die Neuankömmlinge nicht austrocknen und sollten täglich kontrolliert werden und am besten mit der Sprühflasche (nicht direkt auf die Blätter) und später von unten bewässert werden. Die Pflanzen kommen auch noch nicht an die frische Luft – bis zum Mai stellt man sie an einen hellen Standort bei etwa 15 Grad Celsius ohne direkte Sonne. Stehen die Pflanzen zu warm, werden sie nicht so kräftig. Nach den ersten zwei Tagen können die Pflanzen schrittweise an die Sonne gewöhnt werden. Sobald die Pflanze 20 bis 30 Zentimeter groß ist und kein Frost mehr droht, kommt sie ins Freie.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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