Naturschauspiel
Sternschnuppen-Regen über NRW nur mit Glück sichtbar – warum sich ein Blick dennoch lohnt
Sternschnuppen sind schön anzusehen – aber nicht immer sind die Voraussetzungen optimal. Wo man die Quadrantiden mit etwas Glück trotzdem sehen kann und warum sich ein Blick dennoch lohnt.
Hamm – Es passiert gar nicht so selten, dass Sternschnuppen-Schauer über NRW hinwegziehen und für ein ganz besonderes Schauspiel am Himmel sorgen. Zuletzt war im Dezember etwa der Meteorstrom der Geminiden über NRW zu sehen. Es dauert nicht lange, bis sich schon das nächste Spektakel anbahnt: Mit etwas Glück können die Quadrantiden im Januar am Sternenhimmel beobachtet werden.
Die Wahrscheinlichkeit, den Sternschnuppenstrom zu Gesicht zu bekommen, ist laut Dr. Björn Voss vom Planetarium Hamburg 2026 eher gering. Der Grund: In der ersten Nachthälfte des 3. Januars, wenn die Quadrantiden erwartungsgemäß ihren Höhepunkt erreichen, stehe auch der Vollmond zeitgleich auf seinem Maximum. Das sind zum Sternschnuppen-Beobachten denkbar schlechte Voraussetzungen, denn dafür sollte der Himmel möglichst dunkel sein. „Dennoch sehen wir theoretisch in den frühen Morgenstunden die meisten Sternschnuppen“, wird Voss in einer Mittelung zitiert. „Leider beleuchtet der Vollmond das Firmament, sodass die Sichtbedingungen in diesem Jahr selbst auf dem dunklen Land fern künstlicher Lichtverschmutzung ungünstig sind.“
Quadrantiden im Januar nur schwer sichtbar – Blick in den Himmel lohnt sich trotzdem
Wer dennoch sein Glück versuchen möchte, könnte es im „Internationalen Sternenpark Nationalpark Eifel“ versuchen. Dort gibt es extra eingerichtete Sternbeobachtungspunkte, die sogenannten „Sternenblicke“, von denen aus der Sternenhimmel besonders gut zur Geltung kommt. Dazu gehören Beobachtungspunkte in Vogelsang, Hellenthal, Dahlem, Nettersheim, Nideggen, Blankenheim, Monschau, Bad Münstereifel, Mechernich und Heimbach. Der Nationalpark Eifel ist seit 2014 als Internationaler Sternenpark von der International Dark Sky Association anerkannt. Zum Beobachten sind Fernglas und warme Kleidung ein Muss.
Wenngleich die Bedingungen, die Quadrantiden in diesem Januar in ihrer vollen Pracht zu bewundern, eher gering ausfallen, lohnt sich laut Voss dennoch ein Blick in den Himmel. „Der pralle Vollmond bietet uns eine kleine Entschädigung und zieht eindrucksvoll zwischen dem Stern Pollux in den Zwillingen und dem Gasriesen Jupiter hindurch. Der Blick zum Himmel lohnt sich vor allem gegen Mitternacht“, so der Astrophysiker.
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