Zauberhafte Lichter
Dieses Himmelsphänomen erhellt NRW: Eine Sache könnte Strich durch die Rechnung machen
Am 20. Januar könnten Polarlichter in NRW sichtbar sein. Die Bedingungen sind ideal, doch ein Aspekt könnte stören. Trotzdem sind die Chancen gut.
Hamm - Ein faszinierender Lichtzauber erhellt die dunklen Winternächte über den Polen der Erde: das Polarlicht, auch als Nordlicht bekannt. Für Faszinierte wird es am Morgen des Dienstags, 20. Januar, in NRW interessant. Das Portal heute-am-himmel verkündet beste Voraussetzungen für eine Sichtung von Polarlichtern. Auch andere Hobby-Astronomen aus dem Internet räumen Sichtungen von Polarlichtern hohe Wahrscheinlichkeiten ein.
„Die Rahmenbedingungen für die Beobachtung von Polarlichtern sind sehr gut. Am besten beobachtbar sind die Polarlichter während relativer Dunkelheit und zwar 1½ Stunden lang vom 20.01.2026 (Di) um 05:30 Uhr bis zum 20.01.2026 (Di) um 07:03 Uhr“, wird verkündet. Aktuelle Sonnenstürme, die quasi die Basis einer Polarlichtsichtung sind, werden vermeldet. Doch einen Wermutstropfen gibt es. In NRW herrscht vielerorts ein hoher Grad an sogenannter ‚light polution‘ (Lichtverschmutzung). Diese entsteht etwa durch Straßenbeleuchtung und anderen Lampen, die dafür sorgen, das keine natürliche Dunkelheit mehr entsteht. Diese ist aber notwendig, um astronomische Beobachtung wie zum Beispiel das Erblicken von Polarlichtern zu machen. Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands macht schlicht zu viel Licht. Dennoch stehen die Chancen wohl höher als gewohnt.
Vorsagen wie in NRW sind komplex: Mehrere Schritt notwendig
Polarlichter entstehen so: Hochenergetische Partikel – vorwiegend Elektronen und Protonen – strömen als Sonnenwinde zur Erde. Diese geladenen Teilchen treffen auf das Erdmagnetfeld und verformen es dramatisch. Wie ein gewaltiger kosmischer Sturm presst der Sonnenwind die magnetischen Feldlinien zusammen und streckt sie auf der erdabgewandten Seite weit ins All hinaus – ähnlich dem leuchtenden Schweif eines Kometen. Das Erdmagnetfeld schützt die Erde vor diesen Teilchen. Was daraus resultiert sind meist grünliche Lichter am Nachthimmel. Da das Magnetfeld am schwächsten an den Polkappen der Erde ist, ist dort auch die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern am höchsten.
Polarlichter leuchten über NRW – ganz viele Bilder vom Himmelsphänomen




Auf dem Portal wird auch zusammengefasst, wie solche Vorhersagen zustande kommen. Im Grunde seien drei Schritte notwendig, heißt es dort. Zunächst müsse die Sonnenaktivität beobachtet werden. Damit werden dann Sonnenstürme zumindest grob prognostiziert. Passiert so ein Sonnensturm, dann könne man ihn innerhalb von 21 Stunden erwarten. Zu guter letzt gebe es Instrumente, mit denen sich dann noch genauer lokalisieren lasse, wo es zu Polarlichtern kommen könnte.
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