Viele sind krank

Heftige Grippewelle in NRW: Symptome frühzeitig erkennen und handeln

Nordrhein-Westfalen erlebt eine Grippewelle mit über 5000 gemeldeten Fällen in einer Woche. Infekte und Erkältungen verschärfen die Situation. Wer Symptome hat, sollte handeln.

Hamm – Die Grippe geht in Nordrhein-Westfalen um. Mittlerweile lässt sich schon von einer regelrechten Welle sprechen. In der vergangenen Woche (Kalenderwoche 4) wurden jetzt über 5.000 Fälle gemeldet. Die Lage wird noch dadurch verschärft, dass auch viele Erkältungs-Infekte für volle Wartezimmer von Hausärzten sorgen. Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Aber die Menschen können etwas dagegen unternehmen.

Heftige Grippewelle in NRW: Symptome frühzeitig erkennen und handeln

Die Zahlen der Grippen-Infektionen steigen seit Jahresanfang deutlich. In der Kalenderwoche zuvor waren es noch 2.800 Fälle gewesen. Jetzt, wie eingangs bereits erwähnt, sind es schon über 5.000 Influenza-Fälle. Wer Symptome aufweist und sich krank fühlt, sollte schnell handeln und einen Arzt aufsuchen. Das könnte auf eine Grippe hindeuten:

  • Fieber: Plötzlich einsetzendes hohes Fieber, oft über 38 °C.
  • Kopfschmerzen: Häufig stark und pulsierend.
  • Gliederschmerzen: Schmerzhafte Muskeln und Gelenke.
  • Müdigkeit: Ausgeprägte Erschöpfung und Schwächegefühl.
  • Husten: Trockener Husten, der oft mehrere Wochen anhalten kann.
  • Halsschmerzen: Kratzen oder Schmerzen im Rachen.
  • Schnupfen: Verstopfte oder laufende Nase.

Die Symptome einer Grippe können sehr plötzlich auftreten und sind oft schwerer als die einer Erkältung. Wenn Sie sich krank fühlen, ist es wichtig, sich auszuruhen und viel Flüssigkeit zu trinken. Bei schweren Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen – was viele Menschen in NRW auch schon offenbar tun.

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Volle Wartezimmer wegen Grippewelle in NRW

„Die Zahl der Patientinnen und Patienten in den Wartezimmern steigt seit Jahresbeginn täglich“, berichtet eine Sprecherin des Hausärzteverbandes Nordrhein. Die meisten kämen mit akuten Erkältungen zum Arzt. Das Infektionsniveau sei dabei insgesamt ähnlich hoch wie in den Vor-Covid-Jahren – wobei auch Corona-Infektionen immer noch eine Rolle spielten. Schwere Verläufe kämen aber selten vor. Trotzdem sollte man eine Grippe-Erkrankung keinesfalls unterschätzen. Auf verschiedenen Wegen kann man sich dagegen schützen:

  • Impfung: Jährlich impfen lassen, da die Grippeviren sich ständig verändern.
  • Händehygiene: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife.
  • Gesicht nicht berühren: Vermeiden Sie es, Augen, Nase und Mund zu berühren.
  • Gesunde Lebensweise: Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung stärken das Immunsystem.
  • Abstand halten: Meiden Sie Menschenmengen und halten Sie Abstand zu erkrankten Personen.

Von den meldepflichtigen akuten Atemwegserkrankungen sei das Grippevirus die dominierende Erkrankung, berichtet eine Sprecherin des Landeszentrums für Gesundheit. Sowohl Infektionen mit dem Coronavirus als auch mit dem RSV-Virus stagnierten mit jeweils unter 500 registrierten Fällen auf eher niedrigem Niveau. Anders sieht es eben jetzt bei der Influenza aus. Sie hat NRW fest in ihrem Griff.

Zuletzt 5.000 Influenza-Erkrankten registriert

Die Zahl der zuletzt registrierten 5.000 Influenza-Erkrankten in einer Woche ist dabei bereits höher als auf dem Höhepunkt der jährlichen Grippewelle in NRW im vergangenen Jahr: In den ersten beiden Februarwochen 2024 waren jeweils rund 4.500 Fälle gemeldet worden, danach ebbte die Welle nach und nach wieder ab.

„Wie stark die Infektwelle ausfällt, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht prognostizieren. Die Grippesaison kann sich bis ins Frühjahr erstrecken“, sagt Lars Rettstadt, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. Man stelle sich insofern in den nächsten Wochen noch auf zunehmende Patientenanfragen und Behandlungen ein. (maho/dpa)

Rubriklistenbild: © Philip Dulian/dpa

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