Betrug

Wunderheilung mit Zaubertrick und rohem Ei: Betrügerinnen erbeuten 30.000 Euro

Zweimal waren Betrügerinnen in Dortmund schon erfolgreich: Sie brachten zwei Seniorinnen mit einer perfiden Masche um sehr viel Geld.

Dortmund - Selbsternannte Wunderheilerinnen sollen es derzeit in Dortmund auf Senioren abgesehen haben. Mit einer fiesen Masche sollen die unbekannten Frauen ihre Opfer um einen fünfstelligen Betrag gebracht haben. Zwei konkrete Fälle, in denen die Betrügerinnen erfolgreich waren, sind bekannt. Nun warnt die Polizei die Bevölkerung.

Mehr als 30.000 Euro erbeutet: Polizei warnt vor Wunderheilerinnen

In Dortmund-Scharnhorst sprach am Dienstag, 8. Oktober, eine unbekannte Frau eine 74-jährige Fußgängerin an. Die unbekannte Frau verwickelte die Seniorin in ein Gespräch über Gott und stelle sich ihr anschließend als Wunderheilerin vor. Die vermeintliche Wunderheilerin begleitete die 74-Jährige in ihre Wohnung und bat sie dort um ein rohes Ei, so die Polizei.

Was die Heilerin mit dem Ei anstellte, ist kurios: Die Wunderheilerin wickelte das Ei in ein Tuch und legte es der Seniorin unter den Rock. Nachdem die Betrügerin ein Gebet gesprochen hatte, behauptete sie, das Ei hätte seine Farbe verändert. Laut der angeblichen Wunderheilerin soll das ein Zeichen für die Fluch Satans gewesen sein. Für einen Preis von 8000 Euro könnte sie die 74-Jährige vom Fluch befreien, machte die Betrügerin der Seniorin weis.

Unglücklicherweise übergab die Seniorin der Wunderheilerin das Geld. Wie die Betrügerin den Fluch danach besiegte? Sie sprach erneut ein Gebet und legte das rohe Ei unter ein Kopfkissen.

Betrügerin will Seniorin mit Zaubertrick überzeugen

Einen Tag später, am Mittwoch, 9. Oktober, schlugen wieder angebliche Wunderheilerinnen zu, diesmal im Stadtteil Hörde. Vor einem russischen Supermarkt wurde eine 72-Jährige von zwei unbekannten Frauen angesprochen. Sie versuchten die Seniorin davon zu überzeugen, dass sie ihr mithilfe eines Zaubertricks alle Schmerzen nehmen könnten. Das Ganze würde allerdings 25.000 Euro kosten. Die 72-Jährige fiel auf den Betrug rein.

Angekommen in der Wohnung der 72-Jährigen, übergab sie den zwei Frauen das geforderte Geld. Eine der zwei Betrügerinnen sprach daraufhin einen Zauberspruch und gab der Seniorin einen verknoteten Beutel, in dem sich angeblich 25.000 Euro befinden würden, die die Seniorin zurückbekommen würde. Dazu solle sie den Beutel unter die Matratze legen und neun Tage warten. Dann sollten auch ihre Schmerzen weg sein. Weil die 72-Jährige Verdacht schöpfte, öffnete sie den Beutel doch schon zwei Stunden, nachdem die Betrügerinnen weg waren. Im Beutel befanden sich Servietten – aber kein Geld.

Wie die Polizei mitteilt, sei ein Zusammenhang beider Taten nicht ausgeschlossen. Demnach könnten die Frauen bereits rund 33.000 Euro erbeutet haben. Die Polizei warnt: „Wer auf diese Weise angesprochen wird, sollte niemanden mit in die Wohnung nehmen - und sofort den Polizei-Notruf 110 wählen.“

Weil er seinen Kumpel um viel Geld betrogen hat, muss sich ein Bönener vor Gericht verantworten. Doch der Fall dauerte länger als gedacht.

Rubriklistenbild: © Sabine Brose/Sorge/Imago

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare