Auch Warnung vor der AfD
CDU geht vor Hamburg-Wahl aufs Ganze: „FDP kommt sowieso nicht rein“
Die Christdemokraten wollen bei der Hamburg-Wahl Stimmen abwerben. CDU-Spitzenkandidat Thering hat das jetzt sehr deutlich gemacht.
Hamburg – Die Parteien in Hamburg gehen in den Bürgerschaftswahl-Endspurt – und die CDU hofft dabei auch auf Stimmen aus anderen politischen Lagern. Deren Spitzenkandidat Dennis Thering kurz vor der Hamburg-Wahl jetzt um Stimmen von FDP- und AfD-Anhängern geworben.
CDU-Spitzenkandidat vor Hamburg-Wahl: „FDP kommt sowieso nicht rein“
Eine Infratest-Umfrage zur Hamburg-Wahl sah die Liberalen in Hamburg zuletzt bei 3 Prozent. „Das muss jetzt auch jeder verstehen: Dass es eben nichts bringt, die FDP zu wählen, die kommt sowieso nicht rein“, sagte er bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung – wohl auch mit Blick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl. Thering fügte hinzu, dass es auch „nichts bringe“, die AfD zu wählen, „weil mit denen sowieso keiner koaliert“, sagte er bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung.
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Koalitionen nach der Hamburg-Wahl: CDU offen für Zusammenarbeit mit der SPD
Thering bekräftigte, dass er offen für eine Zusammenarbeit mit der SPD sei. Der amtierende Bürgermeister Peter Tschentscher werde „nicht müde“ zu sagen, dass er am liebsten weiter in einer Koalition mit den Grünen regieren wolle. Die CDU wolle jedoch dafür kämpfen, „dass es für Rot-Grün nicht reicht und wir dann direkt mit in den Hamburger Senat gehen“, kündigte Thering an.
Als Prioritäten für die Politik in der Hansestadt nannte der CDU-Kandidat erneut die Bereiche Wirtschaft, Verkehr und Sicherheit. Der frühere CDU-Bürgermeister Ole von Beust sei sein politisches Vorbild und der Grund für ihn gewesen, 2001 selbst in die CDU einzutreten.
Ex-CDU-Bürgermeister hofft bei Hamburg-Wahl auch auf Stimmen von Grünen-Anhängern
Ex-Bürgermeister von Beust gab Thering als Gastredner Rückendeckung, lobte die Energie und den Tatendrang des Landes- und Fraktionsvorsitzenden. Er störe sich an der „unglaublichen Borniertheit und Arroganz“ der Hamburger SPD, sagte von Beust. „Diesen Übermut müssen wir ihnen am Sonntag austreiben.“
Er sehe auch bei den Anhängern der Hamburger Grünen grundsätzlich Potenzial, Wähler für die CDU zu gewinnen. „Auch bei den Grünen gibt es ja durchaus viele, die sich als bürgerlich bezeichnen.“ Unterdessen könnte die Linke ihre Spitzenkandidatin für die Hamburg-Wahl verlieren. (dpa/frs)
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