„Musk führt Krieg gegen Russland“
Nach Starlink-Sperre im Ukraine-Krieg: Putins Chef-Propagandist legt sich mit Elon Musk an
Weil er die Starlink-Terminals für russische Soldaten gesperrt hat, gerät Elon Musk ins Visier des Kremls. Putins Propagandisten fordern eine harte Reaktion.
Die russische Propagandamaschine hat ein neues Feindbild gefunden, an dem sich die Kommentatoren im Staats-TV seit Tagen abarbeiten: Elon Musk. Der Multi-Milliardär und Tesla-Chef hat mit seiner Entscheidung, das Starlink-System für russische Soldaten im Ukraine-Krieg zu sperren, den Zorn des Kremls auf sich gezogen. Wladimir Solowjow – Chefpropagandist von Russlands Präsident Wladimir Putin – tobt nach der Entscheidung und fordert radikale Maßnahmen. Musk befinde sich im Krieg mit Russland, urteilte der TV-Host und brachte wieder einmal den Einsatz einer Atomwaffe ins Spiel.
„Wenn du deinen eigenen Krieg führst, kann ich nichts garantieren. Was passiert zum Beispiel, wenn wir jetzt die Fabriken angreifen, die Starlink produzieren?“, sagte Solowjow vor laufender Kamera. Clips von der Drohung verbreiteten sich schnell über soziale Netzwerke wie X. Solowjows Rhetorik verschärfte sich zusehends. „Elon Musk führt Krieg gegen Russland“, erklärte er und stellte die Frage: „In welcher Funktion? Unter dem Schutz Amerikas? Oder in seiner persönlichen Eigenschaft? Das heißt, wir können auch gegen Elon Musk und all seine Strukturen vorgehen. Genauso wie gegen die von Palantir.“
Putins Chefpropagandist droht mit Atomwaffeneinsatz gegen Musks Starlink-Satelliten
Bereits am 1. Februar sprach Solowjow im Rahmen seiner Talk-Show „Sonntagabend mit Wladimir Solowjow“ über mögliche Reaktionen auf eine Sperrung des Starlink-Systems für Russland. Der Plan von Putins Chefpropagandisten: ein Atomwaffenangriff gegen die Satelliten von Starlink. „Ich verstehe nicht, warum die Satelliten von Elon Musk kein legitimes Ziel für uns sein sollten?“, fragte Solowjow.
„Eine Detonation einer nuklearen Waffe im Weltraum würde das Problem lösen, wie ich es verstehe“, drohte der TV-Host und ergänzte zynisch: „Natürlich würden wir dann auch alle unsere eigenen Satelliten verlieren, aber wir sind sowieso weit zurück – kein Problem, wir steigen einfach auf Brieftauben um.“
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Internet im Ukraine-Krieg: Musk sperrt Starlink für russische Soldaten
Die Drohungen entstanden als Reaktion auf koordinierte Maßnahmen zwischen Musk und der ukrainischen Regierung. Der SpaceX-Gründer hatte ukrainische Starlink-Nutzer aufgefordert, ihre Terminals zu registrieren. Wer keine ordnungsgemäße Anmeldung mit ukrainischen Ausweisdokumenten vorweisen konnte, wurde vom Netzwerk ausgeschlossen. Diese Strategie zielte direkt auf russische Soldaten ab, die illegal erworbene Starlink-Geräte vom Schwarzmarkt nutzten.
„Sie müssen lediglich einmal über das ASC- oder Diya-Portal bestätigen, dass das Terminal Ihnen gehört. Nicht verifizierte Geräte werden abgeschaltet. Dies ist eine Frage der Sicherheit und Kommunikationskontrolle in Kriegszeiten“, hieß es in der offiziellen Anweisung der ukrainischen Regierung.
„Katastrophe“ für Russland im Ukraine-Krieg – Musk sperrt Starlink-Terminal
Die Auswirkungen an der Front zeigten sich unmittelbar. Serhiij Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, kommentierte triumphierend: „Der Feind an der Front hat kein Problem, der Feind hat eine Katastrophe.“ Drei ukrainische Kommandeure berichteten der Zeitung Kyiv Independent von abgefangenen russischen Nachrichten, die bestätigten, dass eine große Anzahl von Soldaten von der Kommunikation abgeschnitten worden sei.
Ein russischer Propagandakanal beklagte laut Kyiv Independent: „Das wird unsere Angriffstruppen an der Front, zum Beispiel in Kupiansk, härter treffen als irgendwo sonst.“ Die betroffenen Soldaten würden „jegliche Möglichkeit verlieren, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten“.
Putin-Propagandist droht mit Angriff auf Starlink-Satelliten
Starlink ist für beide Seiten zu einem entscheidenden Kommunikationsnetzwerk geworden und ermöglicht die Steuerung von Drohnen und andere militärische Verbindungen. Während die Ukraine offiziell Zugang hat, gelangten russische Truppen über Schwarzmarktkanäle an die Geräte und setzten sie in besetzten ukrainischen Gebieten ein.
Dass der Kreml ernsthaft militärische Schläge gegen Starlink-Satelliten oder die Produktionsstätten von SpaceX ausführt, darf jedoch bezweifelt werden. Die russische Propaganda hat im Verlauf des Ukraine-Kriegs wiederholt mit Angriffen und Atomschlägen gedroht – auch gegen westliche NATO-Länder wie Deutschland. In der Praxis folgten den harschen Worten jedoch selten entsprechende Taten. (Quellen: Kyiv Independent, X, Focus)(fdu)
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