Nächste Eskalation

Trump legt gegen Papst Leo nach – „absolut inakzeptabel“

Der Streit zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV. eskaliert weiter. Der US-Präsident legte nun in einem neuen Posting nach.

„Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?“ Mit diesen Worten meldete sich Donald Trump in der Nacht auf Truth Social zu Wort. Es ist die nächste Eskalationsstufe in dem schwelenden Streit.

Donald Trump hat im Streit mit Papst Leo nachgelegt. (Archivbilder)

Außerdem sei es „absolut inakzeptabel“ für den Iran eine Atombombe zu besitzen. Auch das solle jemand dem Papst mitteilen, so Trump in dem Posting. Der US-Präsident reagiert damit auf die Äußerungen des Papstes. Dieser hatte einen deutlichen Appell für ein Ende der Kriege auf der Welt abgesetzt.

Wegen Iran-Krieg: Donald Trump legt mit Kritik gegen Papst Leo nach

Trump nutzt sogar die gleichen Worte, wie zuvor Papst Leo. Dieser hatte die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran als „wirklich inakzeptabel“ bezeichnet.

Die USA und Israel hatten Ende Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen, unter anderem mit dem Ziel, das Atomprogramm Teherans und damit auch die Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen zu verhindern. Derzeit gilt eine zweiwöchige Waffenruhe. 

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Trump gegen den Papst: Leo hatte US-Politik deutlich kritisiert

Ende Dezember hatten Proteste begonnen, die zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. 

Papst Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo – der erste Papst aus den USA – ungewöhnlich scharf und nannte sie „wirklich inakzeptabel“. Seitdem hört die Papst-Kritik von Trump und seinem Vize JD Vance nicht auf.

Trump weckt Hoffnungen auf Ende des Iran-Kriegs

Unabhängig von dem Streit sieht US-Präsident Donald Trump den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: „Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.“ Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.

Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. „Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert“, sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident. (Verwendete Quellen: Truth Social, dpa)

Rubriklistenbild: © dpa/Alex Brandon//dpa/Andrew Medichini

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