News im Ticker
Ukraine-Krieg aktuell: Russland attackiert fast täglich ukrainisches Eisenbahnnetz – sagt Selenskyj
Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Trump erhöht den Druck, um ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. Kiew meldet erfolgreiche Angriffe auf russische Ziele.
Update, 9. Februar, 5:54 Uhr: Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Odessa ist ein Toter zu beklagen. Iranische Kampfdrohnen haben in der Nacht zum Montag eine Gaspipeline getroffen und Brände in Wohngebieten ausgelöst, wie Militärverwaltungschef Serhij Lysak mitteilte.
Gouverneur Oleh Kiper sprach von einem „massiven Angriff“ und bestätigte die Feuer. Die Attacken erfolgen trotz laufender Friedensverhandlungen - nach der zweiten Gesprächsrunde in Abu Dhabi kündigte Kiew für diese Woche neue Gespräche in Miami an.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 22:11 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beschießt Russland im Ukraine-Krieg „auch in dieser Woche“ fast täglich die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine. Kiew gelinge es nach Darstellung Selenskyjs dennoch, die grundlegende Logistik aufrechtzuerhalten, zitiert Ukrinform den Präsidenten. „Heute gab es einen gezielten Angriff in der Region Tschernihiw auf einen Zug, der genau an diesem Tag Passagiere befördern sollte. In den Tagen zuvor gab es Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur in den Regionen Charkiw und Dnipro“, berichtet Selenskyj über aktuelle russische Attacken.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Update, 20:54 Uhr: Die aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs gab es im Laufe des Tages 123 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen. Die meisten Kämpfe fanden wie auch in den Tagen zuvor an der Front im Sektor Pokrowsk statt. Dort hätten Russlands Truppen 39 Versuche unternommen, ukrainische Truppen aus ihren Stellungen zu vertreiben. 31 der Angriffe sollen Kiews Truppen zurückgeschlagen haben.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj erwartet Mitte Februar erste ukrainische Drohnen aus Deutschland
Update, 19:34 Uhr: Unterstützung im Ukraine-Krieg: Mitte Februar erwartet die Ukraine die ersten ukrainischen Drohnen aus einer Produktionsstätte in Deutschland. „Ich werde die erste Drohne erhalten. Das ist eine Produktionslinie, die bereits arbeitet“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Auftritt in Kiew. Auch in Großbritannien gebe es bereits eine funktionierende Produktion mit „unserer ukrainischen Technologie“.
Aufgrund ständiger russischer Luftangriffe strebt Kiew eine Verlagerung der Produktion kriegswichtiger Waffen, vor allem Drohnen, in verbündete Staaten wie Deutschland, Dänemark und Großbritannien an.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift Kiew erneut mit ballistischen Raketen an
Update, 17:48 Uhr: Das russische Militär hat im Ukraine-Krieg erneut Ziele in Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen. „Explosionen in der Hauptstadt. [...] Die Flugabwehr ist aktiv“, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Abend bei Telegram. Im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen vernehmbar.
Russland hat im aktuellen Winter die Angriffe auf Energieanlagen verstärkt. In Kiew gibt es für den Großteil der Einwohner nur wenige Stunden Strom am Tag. Im Ostteil der Stadt ist die Fernwärmeversorgung für viele Wohnblöcke ausgefallen.
Update, 16:31 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat Angriffe auf das Raketentestgelände Kapustin Jar in der Region Astrachan in Russland sowie weitere Angriffe in russisch besetzten Gebieten bestätigt. Bei dem Angriff auf den Übungsplatz sei eine technische Einrichtung für die Wartung von Mittelstreckenraketen, ein Montagegebäude und ein Logistiklager beschädigt worden, meldet der Generalstab auf Facebook. Kiews Armee hatte bereits im Januar eine Reihe von Angriffen auf den russischen Übungsplatz durchgeführt, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtete.
In der Nacht zu Sonntag sollen ukrainische Truppen zudem ein russisches Militärversorgungsdepot getroffen haben. In der Region Donezk griffen Kiews Truppen nach eigenen Angaben ein russisches Drohnenkontrollzentrum an.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj meldet russische Angriffe mit mehr als 200 Drohnen
Update, 13:46 Uhr: Auf X teilte Selenskyj eine aktuelle Einschätzung zum Ukraine-Krieg. Demnach haben die Truppen von Wladimir Putin im Verlauf der vergangenen Woche mehr als 200 Drohnen eingesetzt. „Fast täglich greifen sie Energieanlagen, Logistikinfrastruktur und Wohngebäude an. Und das geschieht, obwohl die diplomatischen Bemühungen um Frieden andauern“, führte Selenskyj aus. „Ohne eine globale Reaktion werden die Angriffe häufiger und brutaler. Wir brauchen Raketen für unsere Luftverteidigungssysteme und Waffen für unsere Soldaten, die diese Aggression Tag für Tag zurückdrängen.“
Ukraine-Krieg aktuell: Großbritannien droht wohl mit weitem Schritt gegen Putins Schattenflotte
Update, 12:40 Uhr: Wie der Guardian berichtet, droht Großbritannien damit, Tanker, die zu Russlands Schattenflotte gehören sollen, zu beschlagnahmen. Im Rahmen von Gesprächen mit NATO-Verbündeten wurden demnach militärische Optionen zur Beschlagnahmung von Schiffen, die gegen das Abkommen verstoßen, erörtert. „Die Royal Navy könnte beliebig viele Schiffe nach Seerecht ins Visier nehmen, da diese faktisch staatenlos sind“ sagte Richard Meade, Chefredakteur von Lloyd’s List, einem Fachmagazin für die Schifffahrt. Großbriannien sah bislang von dieser Praktik allerdings ab, um keine Eskalation mit Russland zu riskieren.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt Sanktionen gegen Russland an
Update, 11:18 Uhr: Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X mitteilte, wurde ein Dekret unterzeichnet, mit dem Sanktionen gegen Unternehmen und Einzelpersonen verhängt werden, die an der Produktion von Drohnen und Raketen für Russland beteiligt sind. „In der Nacht zum Samstag führte Russland einen weiteren massiven Angriff auf die Ukraine durch und setzte dabei über 400 Drohnen und fast 40 Raketen verschiedener Typen ein. Die Herstellung dieser Waffensysteme wäre ohne wichtige ausländische Komponenten unmöglich, die die Russen weiterhin durch die Umgehung von Sanktionen beschaffen. Wir verhängen neue Sanktionen genau gegen solche Unternehmen – Komponentenlieferanten sowie Raketen- und Drohnenhersteller“, schrieb der Präsident.
Erstmeldung: Moskau/Kiew – Im Ukraine-Krieg ist ein Ende weiterhin nicht absehbar. US-Präsident Donald Trump hat jedoch den Druck auf Kiew und Moskau erhöht, um eine Lösung zu finden. Die Vereinigten Staaten haben zudem erstmals angeboten, die nächste Runde der trilateralen Gespräche auf ihrem Boden abzuhalten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte gegenüber Reportern, dass Miami als möglicher Austragungsort in Betracht gezogen werde.
Zuvor hatte der ukrainische Präsident mitgeteilt, dass Washington Russland und der Ukraine vorgeschlagen habe, den Ukraine-Krieg bis zum Frühsommer zu beenden. Amerikanischer Druck hinsichtlich dieses Zeitrahmens sei zu erwarten, so Selenskyj gegenüber Journalisten, laut einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur UNIAN.
Laut der Associated Press hat Trump seine Strategie im Ukraine-Krieg angepasst. Bei den jüngsten Verhandlungen, bei denen es um ein Ende des Ukraine-Kriegs ging, waren auch hochrangige US-Militärangehörige anwesend. Dan Driscoll spielt eine zentrale Rolle in den Gesprächen und hält den Kontakt zu den ukrainischen Behörden zwischen den Verhandlungsrunden aufrecht. General Alexus Grinkevich, Kommandeur des US-Europakommandos und Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, nahm ebenfalls an den Gesprächen in Abu Dhabi teil, wie AP berichtet.
Experten sind sich einig, dass Trumps Entscheidung, Militärs anstelle von Diplomaten zu den Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs zu entsenden, den Wunsch des Weißen Hauses nach einer durchsetzungsstärkeren und reaktionsschnelleren Außenpolitik verdeutlicht. Dieser Ansatz signalisiert eine Abkehr von der traditionellen Diplomatie hin zu einer stärkeren Rolle des Militärs bei der Lösung internationaler Konflikte.
Das „Institute for the Study of War“ weist darauf hin, dass Russland möglicherweise eine neue Offensive im Ukraine-Krieg plant. Analysten vermuten, dass Russland großangelegte Offensiven in der Südukraine und im Donbas vorbereitet, um den Krieg gewaltsam zu beenden. Dennoch gibt es Herausforderungen für Wladimir Putin: Die Analysten bezweifeln, dass Russlands Reserven ausreichen, um diese militärischen Ziele ohne Probleme zu erreichen.
In Moskau kam es kürzlich zu einem Attentat auf einen russischen General. Zwei Verdächtige wurden nach dem Angriff auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, festgenommen. Der mutmaßliche Täter wurde in Dubai gefasst und an Russland übergeben, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den FSB. Ein Komplize wurde in Moskau verhaftet. Eine weitere Verdächtige floh angeblich in die Ukraine.
Die Angriffe im Ukraine-Krieg setzen sich unvermindert fort. Russische Streitkräfte griffen die Region Cherson an. „Gegen 23:10 Uhr beschossen die Russen den Bezirk Korabelnyi in Cherson mit Mehrfachraketenwerfern. Drei Frauen wurden bei dem Angriff verletzt“, so die Militärverwaltung der Oblast Cherson. In Odessa wurde eine Industrieanlage bei einem Angriff beschädigt. „Der Feind hat in der Nacht einen Angriff auf Odessa durchgeführt. Eine Industrieanlage wurde beschädigt. Die Druckwelle zerschmetterte auch die Fenster eines religiösen Gebäudes“, erklärte Serhii Lysak, Leiter der Militärverwaltung der Stadt Odessa, in den sozialen Medien.
Russland erlitt im Verlauf des vergangenen Tages erneut erhebliche Verluste im Ukraine-Krieg. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte gab auf Facebook bekannt, dass die Armee von Wladimir Putin 1040 Soldaten verlor. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die gesamten Verluste Russlands im Ukraine-Krieg belaufen sich nun auf 1.246.330 Soldaten. Zudem verlor Russland 11.651 Panzer, 24.010 gepanzerte Kampffahrzeuge und 37.044 Artilleriesysteme. (fbu mit Agenturen)
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