Keine Routine
Alleinstellungsmerkmal der Eintracht steht symbolisch für Saisonstart
Eintracht Frankfurt startet durchwachsen in die Saison, ist im DFB-Pokal schon ausgeschieden. Es liegt auch an der Kader-Zusammenstellung.
Frankfurt – In letzter Minute rettete Eintracht Frankfurt am Sonntag ein Remis gegen den VfL Wolfsburg. Dennoch: Richtig zufrieden mit dem ersten Drittel der Saison ist bei den Hessen kaum jemand. Allerdings liegt das auch daran, dass die Eintracht-Bosse mit einer riskanten Strategie die Champions-League-Saison angegangen sind.
Derzeit kann man deshalb darüber diskutieren, ob das Glas für Frankfurt halbvoll oder halbleer ist. Die Eintracht belegt in der Bundesliga mit 21 Punkten Platz sieben, aber Champions-League-Platz vier ist auch „nur“ zwei Punkte entfernt. Zudem kann es in dieser Saison wieder einen fünften Königsklassen-Platz für die Bundesliga geben.
Eintracht stellt Top-Wert auf
Bei all den kritischen Argumenten geht womöglich unter, dass die Eintracht in der Bundesliga ein durchaus anerkennenswertes Alleinstellungsmerkmal besitzt. Sie stellt regelmäßig die jüngste Startelf im deutschen Oberhaus. In den Top Zwölf der jüngsten Start-Elf-Mannschaften in dieser Saison ist die Eintracht gleich sieben Mal (!) vertreten, mit Abstand der Top-Wert.
Der Spitzenwert laut dem Portal transfermarkt.de stammt vom 4. Spieltag beim 3:4 gegen Union Berlin. Damals schickte Trainer Dino Toppmöller eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 23,2 Jahren in die Partie. Von diesem Wert kann man einige Punkte ableiten. Junge Spieler haben ein enormes Marktwert-Potenzial, die Kassen der Eintracht könnten bald wieder klingeln.
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Junge Spieler prägen auch das Image für einen dynamischen und erfolgreichen Verein. Die Eintracht nimmt zudem die Talent-Förderung ernst, auch wenn viele dieser Spieler noch immer von anderen Vereinen hinzugekauft worden sind. Aber auf der Gegenseite stehen eben auch die Punkte, die eine Erklärung für die wellenartige Saison der Eintracht sprechen. Es fehlen erfahrene Spieler im Team, es fehlen Identifikationsfiguren, die schon lange für die Eintracht spielen.
Sie fehlen, weil sich die Eintracht auch in ihrer Gehaltspolitik nicht wie ein Champions-League-Klub verhält. Sie setzt verstärkt auf das System von Pay-for-Performance. Auch das hat seine Berechtigung, aber es liefert eben Erklärungen für diese durchwachsene Saison bislang. Die Hessen haben mit Sportvorstand Markus Krösche im Winter-Transfer-Fenster nun die Chance, noch einiges zu drehen, auch wenn die Eintracht dann womöglich eines ihrer Alleinstellungsmerkmale einbüßt.
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