Besser als deutsch-deutsches Duell

FC Bayern freut sich auf CL-Gegner, der zu Hause „Berge versetzen“ kann

Die CL-Auslosung hat dem FC Bayern keine vier Partien innerhalb von sechs Wochen gegen Leverkusen beschert. Vor dem Achtelfinal-Gegner Atalanta Bergamo ist der Respekt riesengroß.

Es gibt keine Wiederholung des Vorjahres-Achtelfinales in der Königsklasse gegen den deutschen Rivalen Bayer Leverkusen: Dem FC Bayern wurde stattdessen der BVB-Bezwinger Atalanta Bergamo zugelost. Die Norditaliener sind in der Serie A derzeit zwar nur Tabellensiebter, überzeugen international jedoch regelmäßig. Während der Gegner für den Rekordmeister Neuland ist, musste sich Innenverteidiger Jonathan Tah mit dem Werksverein im Europa-League-Finale 2024 den Bergamaschi überraschend deutlich mit 0:3 geschlagen geben.

Atalanta-Jubel nach dem Sieg gegen den BVB. Eine Wiederholung wollen die Bayern verhindern.

Besonders die Heimstärke von Atalanta ist beeindruckend. Manuel Neuer befürchtet gar, dass die Mannschaft aus der italienischen 120.000-Einwohner-Stadt am südlichen Rand der Alpen zu Hause „Berge versetzen“ kann. Aber die Münchner, die im nördlichen Alpenvorland beheimatet sind, wollen dies mit einer guten Vorbereitung und einer tadellosen Performance verhindern.

Die Stimmen der Bayern

Sportdirektor Christoph Freund

„Das wird ein sehr interessantes Spiel gegen eine italienische Topmannschaft. Wir haben zuvor noch nie gegeneinander gespielt und freuen uns jetzt auf das Aufeinandertreffen. In den Play-offs gegen Dortmund hat man gesehen, wie stark Atalanta gerade zu Hause ist. Die Mannschaft kann großen Druck erzeugen, sehr aggressiv auftreten mit hoher Qualität. Aber wir werden uns top vorbereiten und fokussieren auf Bergamo. Wir wissen, es wird nicht leicht werden, aber wenn wir unsere Energie und Performance auf den Platz bringen, haben wir eine gute Chance auf die nächste Runde.“

Kapitän Manuel Neuer

„Wir haben jetzt Zeit gehabt, die Spiele anzusehen, auch Atalanta gegen Dortmund: Dortmund ist unser nächster Gegner in der Bundesliga und Atalanta also nun auch der in der Champions League. Man hat gesehen, wie gut Atalanta zuhause spielt. Beeindruckend ist: Ich glaube, an einem guten Tag zuhause können sie Berge versetzen.

Daher ist es nicht schlecht, dass wir das erste Spiel in Bergamo haben, danach wissen wir, wo wir stehen. Wir freuen uns auf ein internationales Duell, es hat natürlich mehr Champions League-Flair gegen eine italienische Mannschaft anzutreten als gegen eine deutsche wie mit Leverkusen.“

Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Aleksandar Pavlović wird am 3. Mai 2004 in München geboren. Mit deutschen und serbischen Wurzeln wächst er als waschechter Münchner auf. Seine Geburts- und Heimatstadt wird später der Schauplatz seiner großen Karriere sein.
Schon früh zeigt der kleine Aleksandar eine außergewöhnliche Begabung für den Fußball. Beim SC Fürstenfeldbruck, einem Verein in der Nähe von München, tritt er das erste Mal gegen das runde Leder. Der Grundstein für eine steile Karriere.
Im Alter von nur sieben Jahren wechselt Pavlović vom SC Fürstenfeldbruck in das renommierte Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Ein großer Schritt für das Talent – und der Beginn einer engen Verbindung mit dem deutschen Rekordmeister.
Über zwölf Jahre durchläuft Pavlović sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern München. Er entwickelt sich Schritt für Schritt weiter und gilt intern schnell als eines der größten Talente des Vereins. Sein Stil als defensiver Mittelfeldspieler wird hier langsam deutlich.
Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Nationalspieler Jonathan Tah

„Ich habe schon gegen Bergamo gespielt, das ist ein guter Gegner, sie spielen intensiven Fußball. Das konnte man auch sehen bei den Spielen gegen Dortmund, was sie können. Ich freue mich auf die Partie! Das Heimrecht im zweiten Aufeinandertreffen spielt für mich nur eine kleine Rolle – am Ende geht’s darum, in zwei Spielen zu gewinnen und weiterzukommen. Auch wenn es natürlich etwas Besonderes gewesen wäre für mich gegen Leverkusen: Ein italienischer Gegner ist in der Champions League besser als ein deutsch-deutsches Duell, finde ich.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/www.imagephotoagency.it

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