CL-Titelkandidaten

Weltmeister überrascht: Bayern „für mich noch vor Arsenal die absolute Nummer eins“

2014-Weltmeister Sami Khedira äußert sich im Interview zum neuen Champions-League-Format und sieht den FC Bayern als Topfavoriten auf den Titel.

Die Fußball-Königsklasse startet nach der Zwischenrunde in ihre heiße K.-o.-Phase, nach der Auslosung am Freitagmittag wird der Turnierbaum vom Achtel- bis zum Halbfinale feststehen. Für den ehemaligen deutschen Nationalspieler Sami Khedira besitzt der FC Bayern in dieser Spielzeit große Titelchancen, wenn der Kader halbwegs fit bleibt.

Hier als Südkurven-Choreografie vor dem CL-Spiel gegen ManCity: Der begehrte Henkelpott.

Im Interview mit dem kicker erklärt der 38-Jährige: „Für mich wird entscheidend sein, dass die Münchner einigermaßen erholt in die K.-o.-Phase gehen können. (…) Das A und O in dieser heißen Phase wird sein, dass ihre Achse, ihre absoluten Top-Akteure und Spiel-Entscheider gesund und fit sind, vor allem mental. Dann sind sie für mich noch vor Arsenal die absolute Nummer eins.“ Im direkten Duell der Ligaphase war der Tabellenführer der Premier League in der heimischen Arena noch mit 3:1 siegreich und ließ so den deutschen Rekordmeister in der Tabelle hinter sich.

Khediras weitere Titelkandidaten und sein Lob für den Modus

Als Tabellenzweiter konnten die Bayern dennoch im Gegensatz zur vergangenen Saison den anstrengenden Umweg über die Play-offs vermeiden. Khedira erinnert sich in diesem Zusammenhang an die Viertelfinal-Partien gegen Inter Mailand, in denen zahlreiche FCB-Stammspieler verletzungsbedingt gefehlt hatten: „Auf diesem Niveau kann das eigentlich kein Kader kompensieren, zumal der der Bayern bewusst kleiner gehalten ist, bewusst mit jüngeren Spielern und Talenten.“

Neben Bayern und dem FC Arsenal nennt der 77-fache Nationalspieler (sieben Tore) die Standard-Favoriten auf den Henkelpott-Triumph: Titelverteidiger Paris Saint-Germain, seinen Ex-Verein Real Madrid (2010–2015), aber auch den FC Liverpool und Manchester City.

Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Aleksandar Pavlović wird am 3. Mai 2004 in München geboren. Mit deutschen und serbischen Wurzeln wächst er als waschechter Münchner auf. Seine Geburts- und Heimatstadt wird später der Schauplatz seiner großen Karriere sein.
Schon früh zeigt der kleine Aleksandar eine außergewöhnliche Begabung für den Fußball. Beim SC Fürstenfeldbruck, einem Verein in der Nähe von München, tritt er das erste Mal gegen das runde Leder. Der Grundstein für eine steile Karriere.
Im Alter von nur sieben Jahren wechselt Pavlović vom SC Fürstenfeldbruck in das renommierte Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Ein großer Schritt für das Talent – und der Beginn einer engen Verbindung mit dem deutschen Rekordmeister.
Über zwölf Jahre durchläuft Pavlović sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern München. Er entwickelt sich Schritt für Schritt weiter und gilt intern schnell als eines der größten Talente des Vereins. Sein Stil als defensiver Mittelfeldspieler wird hier langsam deutlich.
Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Das zweite spanische Schwergewicht, den FC Barcelona, sieht Khedira dagegen nicht als Titelaspiranten, seine Begründung: „Barça sehe ich zwar ebenfalls als tolle Mannschaft, aber eben nicht als Favoriten. Ich schätze Hansi Flick extrem und mag auch die Spielweise, weil das einfach attraktiv anzuschauen ist. Aber sie bekommen ihre Defensivprobleme nicht in den Griff.“

Sehr positiv äußert sich der gebürtige Stuttgarter ebenfalls über das in der zweiten Spielzeit existierende Format der Königsklasse: „Dieser Modus ist einfach sinnvoller, spannender, attraktiver.“ Den Kritikern, die behaupten, die Umstellung sei nur aus finanziellen Gründen geschehen, entgegnet Khedira: „Speziell bei der UEFA werden etwa 97 Prozent der Erlöse in den Fußball reinvestiert. Diese gehen zurück in den Frauenfußball, gehen zurück in die Grassroots, also an die Basis, den Jugend- und Kinderfußball.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/kolbert-press/Christian Kolbert

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