„Genau das ist es, was wir jetzt brauchen“
Bayern-Patron Hoeneß fordert Weltmeister für Umbruch beim DFB
Nach dem blamablen WM-Aus sucht der DFB neue Köpfe für den Neuaufbau. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat dabei besonders einen Namen im Kopf.
Auch wenn DFB-Boss Hans-Joachim Watzke zuletzt ein wenig auf die Euphoriebremse drückte – die Ernennung von Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer gilt als Frage der Zeit. Doch der DFB-Umbruch nach dem historischen WM‑Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay soll nicht nur auf der Trainerbank stattfinden.
Die sportliche Führungsebene steht ebenfalls vor einem personellen Neuanfang. Andreas Rettig wird seinen Posten als Geschäftsführer Sport zum Jahresende räumen. Die Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler ist nach wie vor unklar. Beim Deutschen Fußball-Bund braucht es also schon bald neue Gesichter. Grund genug für Bayern-Patron Uli Hoeneß, sich in die Debatte um die künftige Ausrichtung des DFB einzuschalten und mit Per Mertesacker einen prominenten Namen für den Neuaufbau ins Spiel zu bringen.
Bayern-Patron Hoeneß macht sich für Mertesacker stark: „Genau diese Leute brauchen wir jetzt“
Unmittelbar nach dem DFB-Knall um Julian Nagelsmann und Andreas Rettig kamen die ersten Spekulationen um Mertesacker als geeigneten Nachfolger für den Posten der Geschäftsführung Sport beim DFB auf. Kurz darauf brachte sich der Weltmeister von 2014 selbst ins Spiel. Und nun hat Mertesacker in Hoeneß einen großen Befürworter bekommen.
„Alles, was Per Mertesacker im Fernsehen sagt, hat Hand und Fuß“, sagte Hoeneß gegenüber Bild. „Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch. Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen.“ Mertesacker hatte nach dem Ende seiner aktiven Karriere acht Jahre lang die Nachwuchsakademie des FC Arsenal geleitet und diesen Posten erst in diesem Sommer aus eigenem Antrieb aufgegeben.
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Aktuell ist der 41-Jährige als WM-Experte im ZDF zu sehen – dort hat er sich zusammen mit seinem Counterpart Christoph Kramer einen Ruf als analytischer und durchaus unterhaltsamer Beobachter erarbeitet. Bayerns Ehrenpräsident Hoeneß zählte dabei gleich mehrere Gründe auf, warum Mertesacker aus seiner Sicht der richtige Mann für den DFB-Umbau sein könnte.
„Er hat als ehemaliger Profi große internationale Erfahrung. Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann. Und: Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen“, erklärte Hoeneß. „Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“ (kus)
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