Bitterer Ausfall im Training

Kompany verrät neue Details zur Gnabry-Verletzung

Serge Gnabry fehlt dem FC Bayern längere Zeit. Trainer Vincent Kompany enthüllte nun, wie es dazu kam – und sprach auch über Jamal Musiala.

Es war eine Hiobsbotschaft, die den FC Bayern München mitten in der heißen Saisonphase traf: Serge Gnabry zog sich einen Adduktoren-Ausriss am rechten Oberschenkel zu und fällt dem Rekordmeister für längere Zeit aus. Ausgerechnet jetzt, wo die Münchner in allen drei Wettbewerben auf Kurs sind und das Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain wartet, muss Trainer Vincent Kompany auf einen seiner wichtigsten Offensivspieler verzichten.

Bayern-Trainer Vincent Kompany sprach vor dem Stuttgart-Spiel über die Verletzung von Serge Gnabry.

Vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart gab Kompany bei DAZN Einblick in die näheren Umstände der Verletzung – und enthüllte dabei ein Detail, das selbst im Verein für Überraschung gesorgt hatte. Denn Gnabry verletzte sich beim Elfmeterschießen im Training. „Ich glaube ganz unglücklich, ich glaube beim Penalty-Schießen, das war sehr, sehr unglücklich. Das hat uns alle überrascht natürlich“, sagte Kompany.

Gnabry-Verletzung: Unglück beim Elfmeterschießen im Training

Dass ausgerechnet eine so alltägliche Trainingseinheit wie ein Elfmeterschießen den 30-Jährigen außer Gefecht setzt, macht die Sache besonders bitter. Der Belgier betonte dabei die Leistungen Gnabrys in dieser Saison: „Serge hat für uns unheimlich viel geleistet diese Saison. Mal schauen, was jetzt mit dieser Verletzung passiert.“ Trotz des Ausfalls gab sich Kompany kämpferisch: „Wir haben noch einige andere Jungs zurück, ich glaube, dass der Kader immer weiter stark bleibt. Aber es ist natürlich schade für Serge und auch für uns.“

Kompany hatte noch am Samstagvormittag auf der Pressekonferenz vor dem Stuttgart-Spiel lediglich auf Lennart Karl, Tom Bischof und Sven Ulreich verzichten müssen – Gnabry war da noch kein Thema. Umso größer der Schock, als die Diagnose kurz darauf feststand. Auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann ist die Verletzung eine bittere Nachricht, da Gnabry nun auch für die WM 2026 in den USA zu zittern hat.

Vom Sündenbock zum Hoffnungsträger: Die wundersame Auferstehung von Serge Gnabry beim FC Bayern

Gemeinsam mit Joshua Kimmich (untere Reihe, 6. von links) gehört Serge Gnabry 2008/09 (obere Reihe, 4. von links) zu den großen Nachwuchstalenten bei den Schwaben. Als gebürtiger Stuttgarter hat er die VfB-DNA im Blut.
In der B-Jugend des VfB Stuttgart macht Gnabry 2011 auf sich aufmerksam. Im Jahr 2006 war er von Stadt-Rivale Stuttgarters Kickers in die Jugendakademie des VfB gewechselt.
Der Offensivspieler entscheidet sich für einen Wechsel zum FC Arsenal, steht 2012 im Capital One Cup auf dem Platz. In Arsenals U18-Team startete sein Insel-Abenteuer.
Auch der DFB lässt sich Gnabrys Potenzial nicht engehen. Mittlerweile, wir schreiben das Jahr 2013, spielt Gnabry auch für die deutsche U19-Nationalmannschaft. Debütiert hatte er bereits in der U16.
Vom Sündenbock zum Hoffnungsträger: Die wundersame Auferstehung von Serge Gnabry beim FC Bayern

Inmitten der schlechten Nachrichten gibt es für den FC Bayern jedoch auch einen Lichtblick: Jamal Musiala, der nach einem Wadenbeinbruch monatelang gefehlt hatte, nähert sich nach seiner Rückkehr seiner Topform. Kompany äußerte sich bei DAZN zuversichtlich: „Jamal ist da jetzt, er ist nicht mehr so weit weg. Ob er jetzt alle Minuten spielen kann, das weiß ich noch nicht. Aber er ist auf jeden Fall auf einem guten Level, das kommt für uns zu einem guten Zeitpunkt, unabhängig von der Verletzung, aber weil jetzt jedes Spiel so wichtig ist. Wir werden ihn viel nützen in diesem Moment, das freut uns auch.“

Gnabrys Ausfall dürfte Musialas Einsatzzeiten in den kommenden Wochen ohnehin deutlich erhöhen. Für den FC Bayern kommt die Rückkehr des deutschen Nationalspielers zu alter Stärke also in einem Moment, in dem sie dringend gebraucht wird – insbesondere mit Blick auf das Halbfinale in der Königsklasse. (ck)

Rubriklistenbild: © Eibner/Imago

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